Filmhandlung und Hintergrund

Packendes Drama über eine Kleinstadtfamilie, die durch eine Tragödie auseinandergerissen wird.

Das beschauliche Kleinstadt-Leben der Fowlers (Sissy Spacek, Tom Wilkinson) ändert sich schlagartig, als sich Sohnemann Frank (Nick Stahl) in eine noch verheiratete Frau und Mutter (Marisa Tomei)verliebt. Deren Ehemann kann die Demütigung des Verlassenwerdens nicht ertragen und schreitet zur (Blut-)Tat. Eine Tragödie, die die Ehe der Fowlers in ihren Grundfesten erschüttert: Nach Franks Tod brechen alle Dämme, die das fragile Zusammenleben gestützt haben.

Packendes Drama und bemerkenswertes Regiedebüt des Darstellers Todd Field.

Die Fowlers sind eine ganz normale Familie in Maine: Matt ist der Dorfdoktor, seine Frau Ruth steht dem Chor vor. Ihr Sohn Frank hat sich in die junge Mutter Natalie verliebt, die noch nicht von ihrem Ehemann Richard geschieden ist. Richard kann es nicht ertragen, dass Natalie mit einem anderen zusammen ist. Eine unfassbare Tragödie nimmt ihren Lauf, die die Fowlers in den Grundfesten erschüttert.

Als der Sohn des Ehepaars Matt und Ruth Fowler vom Ex-Mann seiner Freundin getötet wird, bricht für die beiden eine Welt zusammen. Der Verlust des Kindes entfremdet das Paar, emotional wie verbal herrscht Eiszeit. Weil der Täter zwar vor Gericht gestellt wird, aber nicht die erhofft harte Strafe erhält, sinnt Matt auf Drängen seiner Gattin auf Rache. Doch selbst als die Vergeltungsaktion schließlich vollzogen ist, erweist sie sich nicht als der erhofft befreiende Akt. Denn zum alten Schmerz gesellen sich nun tiefe Schuldgefühle…

Die Ermordung ihres erwachsenen Sohnes entfremdet das Ehepaar Matt und Ruth. Um wieder zueinander zu finden, übt Matt auf Ruths Drängen Rache am Täter. Beklemmendes Regiedebüt des Schauspielers Todd Field („Eyes Wide Shut“), das fünf Oscar-Nominierungen erhielt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In the Bedroom: Packendes Drama über eine Kleinstadtfamilie, die durch eine Tragödie auseinandergerissen wird.

    Fünf Oscar-Nominierungen, darunter als bester Film des Jahres, ein US-Boxoffice von bisher über 30 Mio. Dollar und umfassende Umarmung durch die Filmkritik machen dieses Regiedebüt neben „Monster’s Ball“ zur Indie-Erfolgsstory des jungen Kinojahres. Eine überwältigende Zwischenbilanz für einen kleinen Film, der eine Familientragödie mit erstaunlicher emotionaler Zurückhaltung in Richtung Vergeltungsthriller führt und für Diskussionen sorgen wird.

    Schauspieler Todd Field (der Barpianist in „Eyes Wide Shut“), beginnt seinen Erstling romantisch und sanft, lässt den Wind mit Gras und Blättern spielen, während sich ein Pärchen unter freiem Himmel zärtlich erforscht. Eine Ouvertüre wie eine Hommage an David Leans „Ryan’s Tochter“ als Kontrast zu einem kalten Finale, das ein Familientrauma durch Gewalt zu lösen scheint, tatsächlich aber seelische Last nur auf eine andere Schulter lädt. 45 Minuten stellt der Film behutsam das Leben der Fowlers (Tom Wilkinson, Sissy Spacek) vor, deren Sohn (Nick Stahl) mit einer allein erziehenden Mutter (Marisa Tomei) eine Affäre begonnen hat, die Spacek, vor allem aber dem unberechenbaren Ex-Mann Tomeis ein Dorn im Auge ist. Auf kleiner Flamme treibt das Dreiecksdrama auf seine Explosion, auf den Tod des Jungen durch seinen frustrierten Rivalen zu. Die Regie verlegt ihn ins Off, vermeidet im Folgenden jede melodramatische Spitze und blendet immer wieder ins Schwarz aus. Die Verlusterfahrung entfremdet die Eltern, Schweigen zieht ein, wo Schuldvorwürfe ausgesprochen werden sollten. Momente von unerträglicher Spannung deuten den inneren Horror an, ohne ihn durch Worte zu banalisieren. Spaceks Gespräch mit einer Freundin, die über ihre 11 Enkelkinder scherzt, ist einer der vielen zwischenmenschlich-atmosphärischen Höhepunkte, Wilkinsons Pokerpartie mit seinen Freunden, die fast in eine emotionale Entladung mündet, ein anderer. Das Rechtssystem, das den Täter mehr als das Opfer schützt, treibt die Eltern auf eine besonders in der Tradition Amerikas begründete Konfliktlösung zu, die Vergeltung an die Stelle von Trauerarbeit setzt. Nach einer explosiven, für das Gewicht der Vorwürfe aber zu schnell versöhnlichen Aussprache setzt Wilkinson gewissenhaft seine Strafaktion um, die für immer an seinem Gewissen haften wird. Die unerbittliche Richtungsänderung zum Thriller überrascht, endet aber nur scheinbar in Erlösung, wenn Spacek befreit Kaffee kocht, Wilkinson aber das Bild von Tomeis einst glücklicher Ehe nicht verlassen will. So ist die gewalttätige Antwort nur Tür zu vielen Fragen, mit denen dieser reife, präzise, aber nicht für die Galerie gespielte Film, der Wilkinson, Spacek und Tomei Oscar-Nominierungen einbrachte, ethische und psychologische Debatten eröffnen wird. kob.

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