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TV-Thriller um eine deutschtürkische Polizistin, die undercover einen islamistischen Terroranschlag vereiteln soll.

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Kritikerrezensionen

  • In letzter Sekunde: TV-Thriller um eine deutschtürkische Polizistin, die undercover einen islamistischen Terroranschlag vereiteln soll.

    Terror-Thriller mit schönem Maulwurf und kleinen Schwächen: Diesem SWR-Film fehlt der Mut zur Unausgewogenheit.

    Wenn der SWR fürs „Erste“ einen Thriller produzieren lässt, in dem muslimische Terroristen ein Attentat planen, kann man darauf wetten, dass die Handlung irgendwann inne und jemand einen Vortrag hält; schließlich will man ja keine Vorurteile schüren oder gar verstärken. Also kommt es zu einer etwas skurrilen Szene, in der ein zum Islam konvertierter Deutscher und seine türkische Gattin über den Koran diskutieren: Sie hält das Werk für ein Buch des Friedens, er fühlt sich zum Krieg berufen. Die Debatte endet unentschieden: Am Ende sind beide tot.

    Dabei hätte es des Streites gar nicht bedurft, denn die Heldin dieser Geschichte von Marco Rossi repräsentiert die gute Seite des Islam: Yasemin (Sesede Terziyan) arbeitet für das BKA und soll dabei helfen, den Top-Terroristen Abu Gallaz zu fangen. Durch allerlei Eigenmächtigkeiten bringt sich Yasemin allerdings in höchste Gefahr. Prompt durchschaut Gallaz (Ercan Durmaz als charmanter Schurke) ihre Tarnung und führt die Bundespolizisten in die Irre: Während die BKA-Beamten glauben, der Anschlag gelte dem Frankfurter Messeturm, hat es Gallaz in Wahrheit auf einen islamischen Religionsführer abgesehen, der in Stuttgart zu einer Friedenskonferenz erwartet wird.

    Oft genug wäre weniger mehr, hier nicht: Mit einem etwas großzügigeren Budget hätte „In letzter Sekunde“ ein großer Thriller werden können. So ist es bloß ein zwar sehenswerter, aber auch etwas halbherziger Film geworden, der zwei entscheidende Mängel hat: Die Geschichte will zu viel, die Hauptdarstellerin bietet zu wenig. Sesede Terziyan („Tatort: Schatten der Angst“) ist eine wunderschöne Frau, muss aber dringend an der Art arbeiten, wie sie Dialoge vorträgt. Außerdem hat Rossi die Rolle überfrachtet: Yasemins Vater hat sie verstoßen, als sie sich für eine Laufbahn als Polizistin entschieden hat, und ist nun unheilbar an Krebs erkrankt. Zu allem Überfluss hatte sie vor einiger Zeit auch noch ein Verhältnis mit ihrem Chef.

    Mitunter wirkt der Film, als sollten diese Nebenschauplätze verdecken, dass „In letzter Sekunde“ bloß ein Fernsehfilm und kein „TV-Movie“ ist. Deshalb müssen sich Yasemin und Lorentz mehrfach in der Wilhelma treffen, weil es vermutlich preiswerter war, die konspirativen Begegnungen immer wieder am selben Ort zu drehen. Und so packend Johannes Grieser manche Momente auch inszeniert: Beim Versuch, den Figuren mehr Tiefe zu geben, büßt der Film immer wieder an Spannung ein. Das Tempo des jüngsten Stuttgarter „Tatorts“ kann er ohnehin nicht halten. tpg.

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