In den Tag hinein

Kinostart: 15.11.2001

Filmhandlung und Hintergrund

Liebesgeschichte um eine Berlinerin zwischen einer langweiligen Beziehung und der neuen Liebe zu einem seelenverwandten Japaner.

Die 22-jährige Lynn lebt bei der Familie ihres Bruders und lebt ziellos in den Tag hinein. Ihr Freund David dagegen organisiert zielstrebig seine Karriere als Leistungssportler. Da verliebt sich Lynn in den jungen Japaner Koij, dessen Sprache sie zwar nicht versteht, doch der wie sie noch auf der Suche ist. Gemeinsam ziehen sie durchs nächtliche Berlin.

Die junge Lynn verliebt sich in den Japaner Koji, dessen Sprache sie nicht versteht. Gemeinsam ziehen sie durchs nächtliche Berlin. Maria Speths Spielfilmdebüt erzählt von zarter Liebe und Identitätsfindung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In den Tag hinein: Liebesgeschichte um eine Berlinerin zwischen einer langweiligen Beziehung und der neuen Liebe zu einem seelenverwandten Japaner.

    Der erste Spielfilm von Maria Speth, Absolventin der Hochschule für Film & Fernsehen „Konrad Wolf“, fordert große Aufmerksamkeit von den Zuschauern, belohnt sie aber auch dementsprechend großzügig dafür: Mit charismatischen Hauptdarstellern, atemberaubenden Bildern sowie einer gründlich und geistreich gestalteten Geschichte.

    Lynn ist eine 22-jährige Frau, die wenig redet. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn ihre starken Emotionen stehen in ihrem Gesicht geschrieben. Sie hat zwei Jobs, eine Bleibe bei der Familie ihres Bruders und einen Freund, den Leistungssportler David, der seine Bedürfnisse nach dem Wecker ausrichtet. Die Erwartungen, die an sie gerichtet werden, erfüllt Lynn nur bedingt: Zu Hause hält sie „die Hausordnung“ nicht ein, Davids (berufsbedingtes) Desinteresse an ihr bestraft sie mit Brandstiftung und nebenbei ist sie auch noch eine notorische Diebin. Die einzige, mit der sich Lynn - fast ohne Worte, aber durch Zeichensprache - gut versteht, ist ihre stumme Nichte, die in ihrer Gesellschaft auflebt. Worte erweisen sich auch in der sich langsam entfaltenden Beziehung mit dem Japaner Koji als zweitrangig: Er kann kein Deutsch und sie kein Japanisch. Trotzdem bilden die beiden eine vor Glück und Spannung fast platzende Einheit, der aber nur eine einzige leidenschaftliche Liebesnacht gegönnt ist.

    Warum das so ist, soll ein möglichst großes Publikum in den Kinos erfahren. Es wird staunen über die stilsichere Regie der Erstspielfilmerin Maria Speth, über die Intensität, mit der sie das hohe Wellen schlagende Gefühlsleben ihrer Heldin vermittelt und über ihr klug konstruiertes Drehbuch. Die Szenen und die Bilder sind nicht nur einzeln frei von Selbstzweck und schön inszeniert, sie sind auch sorgfältig aufeinander abgestimmt und bilden (im wahrsten Sinne des Wortes) zusammen ein facettenreiches Porträt der Hauptperson Lynn. Sowohl deren Darstellerin Sabine Timoteo als auch Hiroki Mano in der Rolle von Koji sind reife Schauspielerleistungen gelungen, die von Reinhold Vorschneiders Kamera wirkungsvoll eingefangen werden. Alle, die jung sind oder es einmal waren, können sich in Lynns Figur wiedererkennen und ihnen werden viele Fragen über die Welt und sich selbst im Kopf herumschwirren. csz.

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