In den besten Familien

Filmhandlung und Hintergrund

Die Fortsetzung zu "Das Beste kommt erst" ist eine ebenso vergnügliche wie nachdenkliche Komödie.

Mit der Ankündigung, seine moldawische Haushälterin heiraten zu wollen, hatte Karl Maillinger bei seinen Kindern zuletzt für viel Aufregung gesorgt. Nun gibt es erneut Ärger, weil er die Hochzeit kurzfristig wieder absagen will. Und das ist nicht Karls einziges Problem: Nach dem Tod seines besten Freundes Archie erfährt er, dass seine Tochter Anna womöglich das Kind von Archie ist. Ausgerechnet jetzt ist sie dabei, sich in Archies Sohn Ben zu verlieben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In den besten Familien: Die Fortsetzung zu "Das Beste kommt erst" ist eine ebenso vergnügliche wie nachdenkliche Komödie.

    Der selbe Schauplatz, die gleichen Mitwirkenden, eine ganz ähnliche Handlung: Dennoch ist „In den besten Familien“ im Grunde keine Fortsetzung der vor drei Jahren gezeigten ZDF-Komödie „Das Beste kommt erst“, sondern eher eine Neuverfilmung.

    Damals wie heute versammeln Kathrin Richter und Koautor Jürgen Schlagenhof die Familie des Schraubenfabrikanten Karl Maillinger (Friedrich von Thun) in einer Berghütte. Damals wollte der verwitwete Patriarch einen runden Geburtstag feiern, heute will er heiraten, was seine Kinder nach wie vor schockiert; die entsprechende Aufregung war auch schon Würze des ersten Films, weil es sich bei der Braut um Karls deutlich jüngere moldawische Haushälterin (Franziska Schlattner) handelt. Erneut kommt jedoch alles anders, und deshalb erzählt der zweite Film doch noch eine andere Geschichte: In Vorahnung seines baldigen Ablebens vertraut Karls bester Freund Archie (Fred Stillkrauth) ihm einen Umschlag an. Als er tatsächlich stirbt, erfährt Karl aus dem Brief, dass Archie ein Verhältnis mit seiner Frau hatte und vermutlich der Erzeuger von Karls ältester Tochter Anna (Sophie von Kessel ist). Das ist durchaus pikant, denn Archies Sohn Ben (Misel Maticevic) macht sich gerade nach Leibeskräften an Anna ran. Karl, der das Geheimnis nicht preisgeben möchte, greift nun zu allerlei grotesken Mitteln, um die Liaison zu verhindern.

    Wie schon „Das Beste kommt erst“, so geht auch der zweite Film über die zerstrittene Familie sehr behutsam mit dem komischen Potenzial der Handlung um. Es gibt zwar die eine oder andere Szene, in der Buch und Regie dem Affen Zucker geben, aber meistens hält Regisseur Rainer Kaufmann die Geschichte in der Schwebe; eine nuancierte Änderung des Vorzeichens würde genügen, um aus der Komödie eine Tragödie zu machen. Anlässe dafür gäbe es genug, und das nicht nur, weil Karls Sohn Vince (Marc Hosemann) das Unternehmen ohne eigenes Verschulden an den Rand der Pleite geführt hat. Auch die angerissenen Biografien der Kinder verdeutlichen, dass sie ihr Leben nicht sonderlich gut im Griff haben. Natürlich bedienen sich Richter und Schlagenhof dabei des einen oder anderen Stereotyps, aber die Besetzung (des weiteren Fabian Hinrichs und Petra Schmidt-Schaller) verhindert, dass die Figuren wandelnde Klischees sind.

    Dank des großen Ensembles ist der Film ohnehin eher eine Sammlung von Kurzgeschichten, die vom zentralen Erzählstrang zusammengehalten wird; unter anderem bekommt Karl unmittelbar vor der Hochzeit kalte Füße und verguckt sich zudem auch noch in eine Hundetrainerin (Brigitte Hobmeier). Auch diesmal sorgen esoterische Elemente für weitere Heiterkeit und eine ganz spezielle Stimmung. Einen entsprechend krassen, aber durchaus reizvollen Gegensatz zu diesen besinnlichen Momenten bilden die verschiedenen Slapstickszenen mit Mati?evi?, dessen Ben eine leichte Neigung zum Missgeschick hat. Daher ahnt man natürlich, dass er gleich kopfüber im Matsch landen wird, als er ein Auto aus einem Schlammloch schieben will, aber das erhöht die Vorfreude nur. Mitunter nimmt der Humor auch ziemlich makabre Züge an, und so ergibt sich eine äußerst kurzweilige Mischung aus vielen wunderbaren komödiantischen Einfällen, überraschenden Dialogen und nachdenklichen Momenten. Und dank der ausgezeichneten Schauspieler klingen selbst Glückskeksweisheiten wie „Das Glück ist ein Berg, den man besteigen muss“, überzeugend. tpg.

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