In 80 Tagen um die Welt

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   2004
In 80 Tagen um die Welt Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

In 80 Tagen um die Welt: Aufwändige, amüsante Big-Budget-Abenteuer-Verfilmung von Jule Vernes' Abenteuerklassiker mit Jackie Chan in der Hauptrolle als Weltreisender im 19. Jahrhundert.

Im London des späten 19. Jahrhunderts müssen zwei Herren aus recht unterschiedlichen Gründen dringend die Stadt verlassen: Der exzentrische Gentleman Phileas Fogg (Steve Coogan) hat mit Freunden gewettet, in achtzig Tagen die Welt zu umrunden. Der Abenteurer Lau Xing alias Passepartout (Jackie Chan) heuert als sein Butler an, um die frisch aus dem Museum gestohlene Jade-Statuette heim ins Reich der Mitte zu bringen, ohne näher mit den Behörden Bekanntschaft zu machen. Eine abenteuerliche Reise über drei Kontinente nimmt ihren Anfang.

Passepartout ist klar der Star in der neusten Interpretation des Jules-Verne-Klassikers. Ganz in der Tradition des David-Niven-Vorhängers ist dagegen die Flut von prominenten Gastauftritten: Unter anderem sind John Cleese, Rob Schneider, Samo Hung, Kathy Bates, Owen Wilson und Arnold Schwarzenegger im Getümmel auszumachen!

Der Abenteurer Passepartout begleitet den englischen Gentleman Phileas Fogg auf einer aufregenden und gefährlichen Reise um die Welt. Fogg hat mit Mitgliedern seines Londoner Clubs gewettet, dass er die Erde in 80 Tagen umrunden könne. Bei diesem aufregenden Unternehmen begegnen Fogg und Passepartout zahlreichen legendären Figuren des 19. Jahrhunderts und haben einige gefährliche und spannende Abenteuer zu bestehen.

Als sich der exzentrische Londoner Erfinder Phileas Fogg einmal mehr mit seinen Wissenschaftler-Kollegen in die Haare gerät, geht er eine brisante Wette ein: In nur 80 Tagen will er einmal die Welt umrunden. So beginnt für den schusseligen Briten mit dem neueingestellten Diener Passepartout und der zufällig aufgegabelten französischen Künstlerin Monique im Schlepptau ein turbulenter Trip, der das Trio einmal um den Globus führt und ihm die Bekanntschaften mit zahlreichen berühmt-berüchtigten Zeitgenossen beschert.

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Kritikerrezensionen

  • Liest man den Filmtitel denkt man an den klassischen Abenteuer-Roman von Jules Verne: Ein begeisterter Wissenschaftler und Gentleman, Heldenmut, Erfindergeist, Exotik und Abenteuer. Von Jules Vernes Vorlage bleibt hier jedoch nur wenig erhalten. Stünde die Rolle des Phileus Fogg auch hier an erster Stelle, wäre Steve Coogan tatsächlich die ideale Besetzung eines leicht weltfremden, verträumten Idealisten und verwirrten Gentleman mit Erfindungsreichtum gewesen. Hier aber bleibt sein Auftritt verschwendete Schauspielkunst, da er rigoros an die Wand gedrängt wird von der nunmehrigen Hauptrolle des Kammerdieners Passepartout (Jackie Chan). Selbstverständlich mußte dem Martial-Arts-Star genügend Platz eingeräumt werden für zahlreiche Stunts und Kampf-Choreographien, was ihn – in der ursprünglichen Geschichte eigentlich eine Nebenfigur – laufend in den Vordergrund treten lässt. Jackie Chan und Jules Verne? Eine schmerzhafte Verbindung.

    Angekündigt als phantastisches Abenteuerspektakel mit großem Action- und Spaß-Anteil, wird man von dem Film unweigerlich enttäuscht. Die Phantasie beschränkt sich auf einige Basteleien des Erfinders Fogg in den ersten und den letzten Minuten des Films. Dazwischen bleiben die Ideen auf der Strecke. Eigentlich kein Wunder, denn die rasante Reise wird ersetzt durch bonbonbunte Computeranimationen. Die Figuren befinden sich laufend an neuen Orten, ohne daß thematisiert wird, wie sie eigentlich dorthin gelangten. Im Mittelpunkt steht auch längst nicht mehr die Reise um die Welt, sondern die Kampfkünste des Hongkonger Zirkusschülers Jackie Chan und sein persönlicher Auftrag, seinem Dorf die heilige Buddha-Statuette wiederzubringen.

    Der angekündigte Spaß entpuppt sich letzten Endes als eine Aneinanderreihung billiger Wortwitze, klamaukhafter Slapstickeinlagen, Grimassen und rollender Augen. Höchstens geeignet als kurzweilige Unterhaltung für Kinder. Sehr kindgerecht ist dann auch die durchchoreographierte, jugendfreie Action: Es fließt kein Blut und die Protagonisten sind - Comicmännchen gleich - auch nach größten Mißhandlungen schnell wieder auf den Beinen.

    Aus dem Zählen der Cameos kommt man kaum heraus: Gouverneur Arnold Schwarzenegger in der Rolle eines türkischen Prinzen mit lächerlicher Perücke und übergroßem Ego, Kathy Bates als Queen Victoria, John Cleese als rechthaberisch-dümmlicher Bobby oder die Brüder Owen und Luke Wilson als die Brüder Wright.

    Erhoffte man sich – der Geschichte zufolge – zumindest exotische Schauplätze, wird auch diese Hoffnung bitter enttäuscht. Viel zu schnell werden die – sich ohnehin sehr ähnlich sehenden – Handlungsorte gewechselt. Gedreht wurde zum größten Teil in Berlin. Auf dem Gendarmenmarkt in Kreuzberg, Schloss Charlottenburg oder im Studio Babelsberg. Es soll einer der teuersten Filme gewesen sein, der je in Deutschland gedreht wurde. Einer der Besten ist es leider nicht.

    Fazit: Martial-Arts-Komödie mit klamaukhaften Slapstick-Einlagen ohne größeren Bezug zur literarischen Vorlage.
  • Kung-Fu-Komiker Jackie Chan (“The Tuxedo”) ist erneut in Sachen Buddykomödie unterwegs – diesmal für die aktuelle Version von Jules Vernes sehr freizügig inszeniertem Romanklassiker. Der Stoff wurde bereits mehrfach für Film und Fernsehen adaptiert, wobei die Oscar gekrönte Version von 1956 mit David Niven die bekannteste ist. Das von Adam-Sandler-Regisseur Frank Coraci (“Eine Hochzeit zum Verlieben”) inszenierte Remake weist sich mit einem Budget von 100 Mio. Dollar mit Abstand als die kostspieligste Independentproduktion aller Zeiten und bei knapp zwei Stunden Lauflänge auch als eine der kürzesten Adaptionen des legendären Stoffs aus.

    Jackie Chan, der zudem als Produzent und Kampfszenen-Choreograph auftritt, spielt den Butler Passepartout des exzentrischen Erfinder Phileas Fogg (Steve Coogan aus “24 Hour Party People”) anno 1872. Die veränderte Herkunft des eigentlich französischen Diener ergibt einen neuen Subplot um einen wertvollen Jade-Buddha, der zurück in Passepartouts Heimatdorf gebracht werden muss. Nachdem er nämlich den Wertgegenstand aus der Bank von England entwendet und fortan die Gendarmen auf dem Hals hat, schließt er sich kurzerhand nach spontanem Jobangebot seinem neuen Boss Fogg an und begibt sich auf eine Reise um die Welt. Denn Fogg hat mit dem verknöcherten Lord Kelvin (Jim Broadbent in der cartoonhaften Schurkenrolle) gewettet, dies innerhalb von damals noch unmöglich erscheinenden 80 Tagen vollbringen zu können. Ein frenetischer Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem sie auf drei Kontinenten jede Menge turbulente Abenteuer erleben.

    In Paris treffen sie auf die niedliche Monique (natürlich-charmant: Cecile De France aus “Haute Tension”), die sich ihnen kurzerhand anschließt und in Fogg nach anfänglicher Antipathie romantische Gefühle weckt. In der Türkei legen sie Zwischenstopp bei Prinz Hapi ein, der unerschrocken selbstparodistisch von Arnold Schwarzenegger gemimt wird, bevor die Reise über China und die USA weiter geht. Überhaupt wird wie in der Niven-Version (die praktisch den Cameo-Auftritt als solchen erfand!) mit zahlreichen Gastauftritten u. a. von John Cleese, Rob Schneider, Macy Gray, Owen und Luke Wilson und Kathy Bates aufgewartet. Die Originalstory wurde entsprechend geändert, um Herrn Chan ab und zu (man wird schließlich älter) in eine Martial-Arts-Attacke zu verwickeln. Dabei wird vergleichsweise routinemäßig (abgesehen von einem herrlich “malerischen” Fight in einer Kunstgalerie) zur Sache gegangen. Chans Buddy-Chemistry mit Coogan, der seinen Part mit amüsanter britischer Konsterniertheit versieht und immer wieder an Hugh Grant erinnert, ist zwar nicht ganz so gut wie mit seinem “Rush Hour”-Partner Chris Tucker oder “Shang-High Noon”-Kollegen Owen Wilson, dennoch sorgen einige harmlose Lacher für die Kids für komödiantischen Aufwind. Die farbenfroh gefilmten erdumspannenden Locations, witzig-kuriosen technischen Attrappen, die an das Pate stehende Burlesk-Kino von Ken Annakin (“Tschitti Tschitti Bang Bang”) und ein paar historisch angehauchte Insiderwitze wird Unterhaltung mit altmodischem Einschlag für die ganze Familie geboten. ara.

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