"Immer Ärger mit 40": Paul Rudd, Leslie Mann und Judd Apatow im Interview

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In der Komödie „Immer Ärger mit 40“ gibt es ein Wiedersehen mit Leslie Mann und Paul Rudd aus dem Kinohit „Beim ersten Mal“. In einem exklusiven Interview berichten die beiden Hauptdarsteller und Regisseur Judd Apatow über die Fortsetzung.

„Wir sind eine große Familie“

Mit der Komödie Immer Ärger mit 40 gibt es ein Wiedersehen mit Pete und Debbie aus dem Kinohit „Beim ersten Mal“ (2007). CINEFACTS traf die beiden Hauptdarsteller Leslie Mann und Paul Rudd und Regisseur Judd Apatow zur Deutschlandpremiere in Berlin. In einem exklusivem Interview berichten sie über die Dreharbeiten und ob es eine weitere Fortsetzung geben wird.

CINEFACTS: „Immer Ärger mit 40“ hat ja die ganze Apatow Familie mit eingespannt. Wundert es Sie, dass Ihre Figur nicht gleich „Judd“ heißt?

Paul Rudd: (lacht) Naja, ich glaube, wir dachten „Rudd“ wäre schon nah genug dran. Ich bin quasi nur einen Buchstaben davon entfernt, Judd zu sein.

CINEFACTS: War es für Sie komisch, mit der ganzen Familie zu drehen und den Familienvater und Ehemann dann auch noch hinter der Kamera stehen zu haben?

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Paul Rudd: Nein, das war gar nicht seltsam. Was vielleicht seltsam war, ist die Tatsache, dass es wirklich überhaupt nicht seltsam war. Zum einen lag das sicher daran, dass wir die Rollen schon einmal gespielt haben. Und ich habe nun auch schon mehrere Male mit Judd gearbeitet und kenne Leslie seit Jahren. Selbst die Mädchen (Maude und Iris Apatow) kenne ich schon eine Ewigkeit. Ich kannte sie schon als Babies. Dadurch, dass ich die Familie einfach schon so lange kenne, war es vollkommen normal.

Leslie Mann: Er hat ja sogar bei „Jungfrau, männlich (40), sucht“ schon einmal mit Iris gearbeitet. Damals muss sie ein oder zwei Jahre alt gewesen sein. Die Szene wurde am Ende geschnitten. Ich erinnere mich nur, dass er sie mit irgendeinem Roboter zum Weinen brachte. (lacht).

Paul Rudd: Ja, wir haben improvisiert und ich habe ihr verboten, mit diesem Roboter zu spielen, das hat sie irgendwie falsch verstanden und dann hörte sie mit dem Weinen nicht mehr auf (lacht). Bei „Beim ersten Mal“ habe ich hart daran gearbeitet, ihre Sympathien zurückzugewinnen. Ich glaube, jetzt mag sie mich (lacht).

CINEFACTS: Sie sind beide schon über 40. Hatten Sie Angst davor?

Leslie Mann: Oh ja, ich erinnere mich, dass ich immer dachte, dass man mit 40 wirklich alt ist. Jetzt, wo es soweit ist, sehe ich das natürlich anders. Plötzlich scheinen sie überhaupt nicht mehr so alt zu sein.

Paul Rudd: Ja, jetzt haben wir Angst vor dem fünfzigsten Geburtstag (lacht). Wobei mir das jetzt auch nicht mehr so alt erscheint. Ich habe viele Freunde, die 50 sind. Wissen Sie, wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann empfinde ich nichtmal mehr 60 oder 70 als wirklich alt. Ich glaube, für mich liegt die Schwelle so bei 80. Wenn man über 80 ist, dann fange ich langsam an, zu denken, dass man dann anfängt, alt zu werden. Und wenn man dann über 90 ist, dann ist es wirklich soweit. (lacht).

CINEFACTS: Gibt es auch Dinge, die nach dem vierzigsten Geburtstag besser werden?

Paul Rudd: Ich kenne mich selber besser. Ich bin nicht mehr so gestresst. Ich habe jetzt Kinder und das ist ein ganz anderes Lebensgefühl. Ich bin verheiratet, habe eine Familie, ein Haus. Das ist eine Art Lebensfreude, die ich nicht kannte, als ich jünger war.

Leslie Mann: Dem stimme ich zu. Ich bin außerdem selbstbewusster und fühle mich in meiner Haut wohler.

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