Illusion

  1. Ø 0
   2013
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Filmhandlung und Hintergrund

Illusion: Hocherotisches Ensemble-Drama um acht Menschen, die in einer Bar dem Alltag entfliehen und sich ihren sexuellen Fantasien hingeben.

Acht Menschen verbringen die ganze Nacht lang in einer Bar, wo sie sich, von ihren Partnern angeödet, ihren eigenen sexuellen Fantasien hingeben: Der protestantische Prediger Theo, der durch den neuen Gast Susanne fast vergessene Schuld aufdeckt. Der arbeitslose Fußballfan Uli und seine gelangweilte Gattin, die wie alle anderen Frauen von ihrem unattraktiven Mann frustriert ist. Heimlich träumen sie von erotischen Erfüllungen, die zwischen Fetisch, de Sade und lesbischen Affären schwanken. Facebook-Fan Christian filmt den Abend begeistert mit seiner Kamera.

Acht Menschen entfliehen in einer Bar dem Alltag und geben sich ihren sexuellen Fantasien hin. Unorthodoxes Low-Budget-Werk der Macher von „24/7 – The Passion of Life“, das von allen Beteiligten vollen (Körper-)Einsatz fordert.

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Kritikerrezensionen

  • Experimentalfilm, der in theaterhafter Künstlichkeit über die Banalitäten und sexuellen Phantasien von acht Bargästen sinniert.

    Im unkontrollierten Freiraum, wo keine öffentlichen Fördermittel fließen, aber auch keine Sender-Redakteure normierenden Einfluss ausüben, gedeiht das bizarre Pflänzchen WTP International. Roland Reber und sein seit „24/7 – The Passion of Life“ eingeschworenes Team veröffentlichen in schöner Regelmäßigkeit unorthodoxe Low-Budget-Werke, die sich mit Sehnsucht und Sorge, Wirklichkeit und Illusion auf avantgardistisch-abstrakten Niveau beschäftigen.

    Auch das, wie immer erstmals in Hof vorgestellte, aktuelle Ensemble-Drama gleicht mehr einer experimentellen Anordnung, um dem vordergründig trivialen Wesen des Menschen seine, durchaus gewagten, sexuellen Phantasien gegenüberzustellen. Dafür dient eine achtköpfige Gruppe, die man zunächst privat und anschließend gemeinsam bei einem Barbesuch antrifft, als Folie. Dort verlieren sich die (vorwiegend) beschränkten Männer und von ihnen frustrierten Frauen mit vollem Körpereinsatz in Fetisch und De-Sade-Phantasien samt manch pornographischem Detail. In diesem von keiner Filmschullehre limitierten Kammerspiel, das in aufwendiger Postproduction zahlreiche visuelle Effekte erhalten hat, schlummert der anarchistische Independent-Geist von Helge Schneider, Christoph Schlingensief, Luis Buñuel und Lars von Trier in einer „Eyes Wide Shut“-Kulisse.

    In der Sinnlosigkeit verbirgt sich oft ein tieferer Sinn: Diese aufgrund handwerklicher Eigenheiten durchaus als Herausforderung für den aufgeschlossenen Cineasten zu deutende Selbstbeschreibung wird mit dauernd scheiternden persönlichen Interaktionen untermauert. In denen wird viel geredet, aber Gefühle und Wünsche nicht ausgesprochen. Wo dadaistische Dialoge, religiös-blasphemische Eingebungen und Entfremdung von der eigenen Belanglosigkeit intellektuell Aufgaben stellen, sind es auf ästhetischer Ebene eigenwillige Geräusche, die reduzierte Theaterbühne und musikalische (Meta-)Auftritte. Roland Reber bleibt auch in seinem achten Kinofilm unbedingt anders in seiner stets so körperlichen Introspektion der menschlichen Sinnfrage. tk.

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