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Il Palio - Das Rennen von Siena

   Kinostart: 15.06.2006

Filmhandlung und Hintergrund

Eindringlicher Dokumentarfilm über ein Stadtviertel von Siena und das jährliche Pferderennen unter dem Glockenturm.

Alljährlich findet in der norditalienischen Stadt Siena das traditionelle Pferderennen statt. Dort starten stellvertretend jeweils für ihr heimatliches Stadtviertel neun Reiter zu einem halsbrecherischen Galopp über notdürftig mit Sand gedecktes Kopfsteinpflaster. Das Rennen selbst dauert nur wenig mehr als eine Minute. Die Vorbereitungen dafür jedoch nehmen viele Monate und allerhand ehrenamtlichen Einsatz in Kauf. Schließlich steht das höchste aller Güter auf dem Spiel: Prestige.

Regisseur John Appel mischte sich unter die Bürger Sienas und fängt die ganze Faszination eines archaisch anmutenden Rituals ein.

Alljährlich findet auf dem Marktplatz von Siena ein berühmtes Pferderennen statt, das nur 75 bis 80 Sekunden dauert: Neun Jockeys auf Pferden ohne Sättel preschen als Vertreter der neun Stadtviertel drei Runden unter dem Glockenturm Torre della Mangia und versetzen die Menge in Aufruhr. Dann ist alles vorbei, sind Träume und Wetten geplatzt, Sieger stolz und Verlierer mit den Gedanken im nächsten Jahr.

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Darsteller und Crew

  • Egidio Mecacci
    Egidio Mecacci
  • Paolo Rossi
    Paolo Rossi
  • Alma Savini
    Alma Savini
  • Roberto Papei
    Roberto Papei
  • Camilla Marzucchi
    Camilla Marzucchi
  • Alessandro Calderan
    Alessandro Calderan
  • John Appel
    John Appel
  • Carmen Cobos
    Carmen Cobos
  • Judith Vreriks
    Judith Vreriks
  • Erik van Empel
    Erik van Empel
  • Mario Steenbergen
    Mario Steenbergen
  • Wouter van Bemmel
    Wouter van Bemmel

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Il Palio - Das Rennen von Siena: Eindringlicher Dokumentarfilm über ein Stadtviertel von Siena und das jährliche Pferderennen unter dem Glockenturm.

    Eindringlicher Dokumentarfilm über ein Stadtviertel von Siena und das jährliche Pferderennen unter dem Glockenturm.

    Alljährlich findet auf dem Marktplatz von Siena ein berühmtes Pferderennen statt, das nur 75 bis 80 Sekunden dauert: Neun Jockeys auf Pferden ohne Sättel preschen als Vertreter der neun Stadtviertel drei Runden unter dem Glockenturm Torre della Mangia und versetzen die Menge in Aufruhr. Dann ist alles vorbei, sind Träume und Wetten geplatzt, Sieger stolz und Verlierer mit den Gedanken im nächsten Jahr. Regisseur John Appel hat 2003 sechs Wochen vor dem Rennen, das als „Schlacht der Stadtviertel“ gilt, die Bewohner des Viertels Civetta, das zuletzt 1979 das Rennen gewann, bei ihren Vorbereitungen beobachtet und bis kurz nach dem Rennen begleitet.

    Der Distrikt Civetta ist wie eine Familie, alles wird von alten und jungen Freiwilligen organisiert und aufgebaut, „ein kleiner Staat“ mit guter Nachbarschaft. In der Nacht vor dem Rennen versammelt man sich auf dem Marktplatz zu einem großen Festessen, vier Tage vorher wird das von dem Capitano genannten Rennleiter, der geheime Absprachen trifft, ausgesuchte Pferd gebracht. Appel lässt vom 92jährigen Egidio, Seele des Viertels, bis zu Paolo, der das Pferd pflegen darf, Männer und Frauen aus Civetta zu Wort kommen. Hier bekommt man schon bei der Taufe das Wappen von Civetta umgebunden, hier schneidern Frauen an Flaggen, Wimpeln, Wappen, Bannern und Kostümen, hier gehört die Kappelle nur den Einheimischen, werden Touristen nur geduldet.

    Im Wechsel von kurzen Aussagen und Montagesequenzen entsteht ein dichtes eindrucksvolles Bild von Viertel und Rennen, sind schöne Landschaftspanoramen eingeschnitten, kommt Spannung auf. (2003 verliert Civetta übrigens erneut).

    Der ein wenig zu lange Film, zu dem die holländische Regisseurin Heddy Honigmann („O Amor Natural“) großzügig Aufnahmen beisteuerte, macht die Ereignisse sinnlich gut erfahrbar und könnte Lust machen, mal von Florenz oder Venedig aus einen Abstecher nach Siena zu wagen. ger.

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