Filmhandlung und Hintergrund

Sehenswerter Pilotfilm zu einer RTL-Serie über BKA-Einsätze im Ausland.

Gerät ein Deutscher im Ausland mit dem Gesetz in Konflikt, kommen die Mitarbeiter der BKA-Behörde IK 1 ins Spiel. Florian Blessing hat zwar eine makellose Erfolgsbilanz, doch seine Methoden sind höchst umstritten. Also verpasst ihm sein Chef eine Partnerin: Nadja Hansen soll den Kollegen ans Messer liefern, kommt ihm aber näher, als ihr lieb ist. Der erste gemeinsame Fall führt das Duo nach Thailand: Ein Rucksacktourist, angeblich Drogenhändler, soll aus Eifersucht einen Einheimischen ermordet haben.

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    Kritikerrezensionen

    • IK1 - Touristen in Gefahr: Sehenswerter Pilotfilm zu einer RTL-Serie über BKA-Einsätze im Ausland.

      Vom Traumurlaub zum Alptraum ist es mitunter nur ein kleiner Schritt; Marco Weiss, Titelheld eines nach ihm benannten Sat.1-Films („Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis“), kann ein Lied davon singen. Gerät ein Deutscher im Ausland mit dem Gesetz in Konflikt, kommen die Mitarbeiter der Internationalen Koordinierung, kurz IK, ins Spiel.

      Zumindest die Profession der Hauptfiguren dieses RTL-Serienpiloten ist also authentisch. Allerdings werden die Beamten der BKA-Behörde bei ihrer Arbeit kaum ähnlich schmissig auftreten wie das gemischte Doppel dieses Films. Aber darin liegt naturgemäß der Reiz der Geschichte; und in der Gegensätzlichkeit der beiden Persönlichkeiten. Florian Blessing ist ein Draufgänger, der grundsätzlich nach eigenen Regeln vorgeht und daher regelmäßig die einheimische Polizei provoziert. Einen Partner braucht er nicht, eine Partnerin schon mal gar nicht; und erst recht keine „Psychoschnecke“. Die Kollegin Nadja Hansen ist aber nicht bloß promovierte Psychologin, sie kann auch ordentlich zupacken, wenn’s sein muss. Außerdem agiert sie gewissermaßen als Doppelagentin: Der gemeinsame Chef (Uwe Bohm) will Blessing loswerden; Hansen soll ihm umgehend die notwendigen Verfehlungen melden.

      An die hundert auch namhafte Schauspieler sind bei Probeaufnahmen getestet worden, bis schließlich das Traumpaar gefunden wurde. Tatsächlich sind Tobias Oertel und Eva Maria Grein von Friedl die Hauptgründe, diesem Film eine Fortsetzung als Serie zu wünschen. Während Oertel schon oft genug gezeigt hat, was er kann, ist Grein von Friedl, bekannt geworden als Titeldarstellerin der ZDF-Telenovela „Tessa – Leben für die Liebe“, die Überraschung des Films. Bislang bevorzugt in Produktionen eingesetzt, in denen die Macht der Gefühle im Vordergrund stand (etwa im „Traumschiff“-Ableger „Kreuzfahrt ins Glück“), ist die Schauspielerin nun auch physisch gefordert; und das keineswegs bloß, weil sie in einer Szene aufregend sexy aussehen muss.

      Hier Oertel als Chauvi alter Schule, dort Grein von Friedl als attraktive selbstbewusste Partnerin: Die Kombination sowohl der Figuren wie auch der Darsteller ist in jedem Fall sehenswert. Der Geschichte dagegen ist anzumerken, dass sie vor allem ein Gegenentwurf zu Reihen wie „Traumschiff“ und „Traumhotel“ sein soll: „IK 1“ soll zwar auch exotisch illustre Schauplätze zeigen, aber desgleichen die Schattenseiten der jeweiligen Länder. Zum Auftakt landet ein junger deutscher Rucksacktourist im thailändischen Gefängnis, weil er angeblich aus Eifersucht einen Einheimischen erstochen haben soll. Der Tote entpuppt sich als Adoptivsohn eines Deutschen, und es geht auch nicht um Rauschgiftschmuggel in großem Stil, wie Blessing und Hansen zunächst vermuten, sondern um Kinderhandel. Allerdings ahnt man früh, wer für die Machenschaften verantwortlich ist.

      Jan Martin Scharf, der mit Arne Nolting auch das Drehbuch geschrieben hat, inszeniert die Geschichte durchaus fesselnd. Das Beste sind dennoch die Dialogduelle zwischen den Hauptfiguren. RTL hat die Fortsetzungen bereits in Auftrag gegeben, doch in Serie gehen die Abenteuer erst, wenn der Pilotfilm genug Publikum findet. tpg.

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