Ihr könnt euch niemals sicher sein

  1. Ø 5
   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Ihr könnt euch niemals sicher sein: TV-Drama um einen Schüler, der von seiner Umwelt als potentieller Amokläufer eingestuft und entsprechend behandelt wird.

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Kritikerrezensionen

  • Der WDR setzt fort, was mit „Wut“ und „Guten Morgen, Herr Grothe“ begann: Auch dieser Film ist ein fesselndes, großartig gespieltes Drama über den Generationenkonflikt.

    Oliver, 17, ist mit seinen Eltern von Bielefeld nach Köln gezogen. Er ist ein Einzelgänger, der sich nicht um Konventionen schert. Aber Oliver verweigert sich nicht, er such nach Alternativen. Trotzdem verpasst ihm seine Deutschlehrerin für eine Arbeit null Punkte. Gefragt war eine Interpretation von Goethes „Werther“. Olivers Antwort ist ein HipHop-Text, dessen Qualität selbst beim bewusst verächtlichen Vortrag durch die Lehrerin offenkundig ist. Dass sie als vergleichsweise junge Frau diesen Ansatz so brüsk ablehnt, ist kaum zu glauben; jeder Pädagoge mit einem Funken Verstand würde das Talent des Jungen spüren. Die Zurückweisung der Arbeit hat allein dramaturgische Gründe: Oliver verlässt wutschnaubend die Klasse und verliert dabei einen Zettel mit einem Rap, der unter anderem die Zeile „Ich knall euch alle ab“ enthält. Das Lehrerkollegium ist schockiert und alarmiert die Polizei, Oliver kommt in die Psychiatrie.

    Der WDR hat den Generationenkonflikt bereits mit solch ausgezeichneten Werken wie „Wut“ oder „Guten Morgen, Herr Grothe“ beleuchtet. Dort standen zwar gleichfalls Jugendliche im Zentrum, doch die Perspektive war geprägt vom Unverständnis der Erwachsenen. Regisseurin Nicole Weegmann und das Autorenteam Eva und Volker A. Zahn aber konzentrieren sich auf Oliver, den Ludwig Trepte womöglich noch intensiver verkörpert als den aufsässigen Nico in „Guten Morgen, Herr Grothe“. Der Junge bringt alles mit, was ihn in der Welt der Erwachsenen und aus Sicht des Publikums zum Antagonisten stempeln würde. Trotzdem gelingt es Trepte, Oliver als Sympathieträger zu spielen: Er ist kein Täter, sondern bloß ein junger Mann, der an der Intoleranz einer gleichgültigen Umgebung scheitert. Dass Oliver am Ende sogar noch zum Helden werden darf, ist zwar ein bisschen viel des Guten, fügt sich dank Weegmanns flüssiger Regie aber harmonisch in die Handlung. Mehr als bloß eine Erwähnung wert ist auch die Bildgestaltung durch Judith Kaufmann, die den grobkörnigen Aufnahmen konsequent jede Wärme und alles Wohlbefinden austreibt. tpg.

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