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Ich habe dich nicht um eine Liebesgeschichte gebeten

Kinostart: 15.08.2002

Filmhandlung und Hintergrund

Liebesgeschichte um drei junge Leute in Paris.

Fred (Lou Doillon, ein Mädchen!) lernt den charmanten Drogendealer Alex (Guillaume Saurrel) kennen, als er gerade dabei ist, ihrem Freund eine Abreibung zu verpassen. Abgestoßen und angezogen zugleich von seinem selbstsicheren, aggressiven Auftreten flirtet sie mit Alex und macht ihn auch mit der schönen Sylvia (Caroline Ducey) bekannt. Zu dritt verbringt man eine Nacht im Hotel, wo nicht alles so läuft, wie Alex es sich vorgestellt hatte.

Nach klassischem Cinéma Vérité-Muster läßt Jacques Doillon („Ponette„) in seiner ungewöhnlichen, wild-zärtlichen Urban Love Story überzeugenden Profis wie Laiendarstellern freien Lauf.

Gelegenheitsdrogendealer Alex begegnet auf seinen Streifzügen durch Paris über einen Kunden der charmanten, selbstsicheren Fred und später der einfühlsamen, schüchternen Sylvia. Er flirtet mit den beiden Mädchen, beide fühlen sich von dem Jungen angezogen. Aus den Spielereien könnte Ernst werden…

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Darsteller und Crew

  • Lou Doillon
    Lou Doillon
  • Caroline Ducey
    Caroline Ducey
  • Guillaume Saurrel
    Guillaume Saurrel
  • Camille Clavel
    Camille Clavel
  • Xavier Villeneuve
    Xavier Villeneuve
  • Hafed Benotman
    Hafed Benotman
  • Joshua Phillips
    Joshua Phillips
  • Antoine Chain
    Antoine Chain
  • Jacques Doillon
    Jacques Doillon
  • Richard Djoudi
    Richard Djoudi
  • Muriel Robine
    Muriel Robine
  • Caroline Champetier
    Caroline Champetier
  • Catherine Quesemand
    Catherine Quesemand

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ich habe dich nicht um eine Liebesgeschichte gebeten: Liebesgeschichte um drei junge Leute in Paris.

    Ein Hotelzimmer, zwei junge Frauen, ein junger Mann. Wer an einen flotten Dreier denkt, verkennt die französische Seele. Der körperlichen Liebe steht die Liebe zur Sprache im Weg. Es wird so lange am Stück geredet und sich gegenseitig analysiert, bis die Jugendlichen das Ziel ihrer Wünsche aus den Augen verlieren.

    Je älter Jacques Doillon wird, um so jünger sind seine Protagonisten vor der Kamera. Diesmal spielt seine Tochter Lou Doillon (Mutter: Jane Birkin) die Hauptrolle in einem Trio, das sich die Nacht um die Ohren schlägt. Alex ist ein kleiner Drogendealer, der einen seiner studentischen Kunden zusammenschlägt, weil der ihm Geld schuldet. Dessen Freundin Fred trifft ihn später heimlich und überredet ihn zu einem dubiosen Spiel: Er soll in einer Disco die einsame Sylvia ansprechen und überzeugen, mit in ein Hotelzimmer zu gehen. Die Drei finden sich in einer Luxussuite wieder, freuen sich über Dusch- und Shampootuben im Bad und Champagner in der Mini-Bar, wissen aber wenig miteinander anzufangen. Zwar ist Alex von Freds Ausstrahlung fasziniert, traut sich aber nicht so richtig an sie heran, und auch bei dem anderen Mädchen versagt sein Charme. Ein flüchtiger Kuss, mehr nicht. So parlieren sie über die Möglichkeiten der Liebe eine ganze Nacht lang, ohne ihre wahren Gefühle zu zeigen. Wenn der Morgen graut, hat jeder nur ein klitzekleines Stückchen von sich preisgegeben, aber nicht genug. Jacques Doillon setzt in langsamen Erzählrhythmus die sperrige Geschichte wie ein Puzzle zusammen, in dem flüchtige Gesten mehr aussagen als Wortgeklingel. Was zuerst wie ein oberflächliches, manchmal gar nerviges Palaver wirkt, entpuppt sich sukzessive als präzise Beobachtung einer Generation von verlorenen Einzelgängern, die nicht erwachsen werden will, trotz aller Freiheiten nicht mit Emotionen umgehen kann, aus Angst vor Enttäuschung auf das Abenteuer Leben ganz verzichtet. Die Sehnsucht nach Nähe und Zuneigung nimmt ihnen die Luft weg, aber lieber ersticken sie am unerfüllten Verlangen, als eine Schwäche zu offenbaren, die der andere vielleicht ausnützen könnte. Nur manchmal, vor allem bei der sanften und verwundbaren Caroline Ducet (Sylvia), ist eine unendliche Hilflosigkeit zu spüren, eine tiefe Traurigkeit über das Unvermögen, Leidenschaft zuzulassen und zu genießen. Der Abschied von der Jugend tut weh. mk.

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