Ich bin Nummer Vier

  1. Ø 4.6
   2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Ich bin Nummer Vier: Effektreiches Actionabenteuer um junge Aliens mit Superkräften, die vor außerirdischen Invasoren auf die Erde flüchten.

Neun junge Aliens, äußerlich von Menschen nicht zu unterscheiden, sind vor außerirdischen Invasoren, die ihre ganze Spezies vernichtet haben, auf die Erde geflüchtet. Drei von ihnen fallen den Killern zum Opfer, doch der Nächste auf der Todesliste wird stärkeren Widerstand leisten. Nummer 4, alias John Smith, entdeckt auf der Highschool gerade die Liebe, aber auch seine Superkräfte. Als die außerirdischen Jäger ihn stellen, wächst John über sich hinaus und bekommt unerwartete Hilfe – aus der alten Heimat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zugegeben, ein bisschen abstrus klingt de Story von „Ich bin Nummer Vier“ schon. Aber hey, es handelt sich um einen Disney-Film, und außerdem trägt das, was Regisseur D.J. Caruso da inszeniert hat, eindeutig die Handschrift von Produzent Michael Bay. Wie zuletzt in „Transformers“ droht der Erde Gefahr von einer bösartigen, außerirdischen Macht, und wieder sind ein paar Teenager unsere letzte Hoffnung. Außergewöhnliche Teenager wohlgemerkt, die telekinetische Kräfte besitzen, der Teleportation mächtig sind oder leuchtende Energiewellen aus ihren Händen verschießen – und dabei auch noch wahnsinnig gut aussehen.

    Wenn man John in Aktion sieht, muss man unweigerlich an die Serie „Smallville“ und den jungen Superman denken: ein jugendlicher Held, ein Außerirdischer, ein Außenseiter, den eine geheimnisvolle Aura umgibt und der nur wenige, dafür aber richtig gute Freunde hat. Er ist halt ein sympathisches Kerlchen, attraktiv, athletisch und moralisch absolut integer. Das beweist John schon an seinem ersten Tag an der Highschool von Paradise, wo er dem schmächtigen, blassen Nerd Sam (Callan McAuliffe) gegen Mark (Jake Abel), den Quarterback des Football-Teams, und seinen Jungs zur Seite steht.

    Ja, „Ich bin Nummer Vier“ bedient die gängigen Klischees, und zwar so ziemlich alle: die der amerikanischen Highschool und ihrer konkurrierenden Gruppen – „The Faculty“ mit Elijah Wood lässt grüßen, nur dass die Aliens an der Schule diesmal die Guten sind; die der amerikanischen Kleinstadt, in der neue Mitbürger erstmal des Terrorismus verdächtigt werden; und auch die Klischees des Science-Fiction-Films mit seinen stereotypen Feindbildern. In „Ich bin Nummer Vier“ sind die Mogadorianer das personifizierte Böse, hünenhaft, schwarz gekleidet, tätowiert, mit hässlichen Kiemen neben der Nase und zugespitzten Zähnen. Gnadenlos sind sie in ihrem Streben nach dem totalen Genozid, ohne Zögern gehen sie auf ihrer Jagd nach den Lorianern über Leichen.

    Bei soviel Hass und Boshaftigkeit muss es natürlich auch etwas Gutes als Gegenpol geben. Voilà, da hätten wir etwa die Freundschaft, die sich zwischen John und Sam entwickelt, und dann ist da noch Sarah (Dianna Agron). Die kreative, einfühlsame Blondine ist wie John ein Außenseiter in Paradise, allerdings hat Sarah sich ganz bewusst dafür entschieden. Früher war sie – na, wer errät es? – genau, ein Cheerleader, liiert mit keinem geringeren als dem Quarterback, doch in einem Anflug von Reife setzte sie ihre Popularität für das Photographieren aufs Spiel – wer ständig alles in Bildern festhält, kann an amerikanischen Schulen wohl nicht zu den coolen Kids gehören. Jetzt betreibt sie die Website „Strangers in Paradise“, auf der sie ihre Fotos veröffentlicht. John, der Neue, weckt von Anfang an ihr Interesse. Zwar zieht er als unfreiwilliges Motiv von Sarah deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich, als ihm lieb ist, aber dennoch bahnt sich zwischen den beiden eine Romanze an. Wie sollte es anders sein. Dazu muss man wissen, dass Lorianer sich nur einmal verlieben und der Angebeteten dann ihr gesamtes, gäbe es die Mogadorianer nicht vermutlich auch sehr langes Leben treu bleiben. Irgendwo da draußen gibt es sie also noch, die wahre Liebe.

    Dass „Ich bin Nummer Vier“ nicht in Kitsch und Klischees erstickt, liegt am soliden Plot, der keine Längen zulässt und laufend spannende Situationen aneinanderreiht. Johns Auseinandersetzung mit seinen Fähigkeiten, wie er lernt, die Rolle anzunehmen, die ihm das Schicksal zugedacht hat, und langsam erkennt, dass er nicht wirklich eine andere Wahl hat, machen den Film zu einer weitgehend gelungen Coming-of-Age-Geschichte im Science-Fiction- beziehungsweise Superheldenszenario.

    Außerdem zeigen die jungen Darsteller durchaus gute schauspielerischen Leistungen, John, Sam und Sarah sind nicht unsympathisch und man ist geneigt, ihnen eine Chance zu geben, während sich ihre Geschichte entwickelt. Vor allem aber macht Kevin Durand als Anführer der Mogadorianer das beste aus seiner Rolle – ein großer, böser Außerirdischer –, indem er der Figur mit einer merkwürdigen Art zu sprechen und einem Hang zum Sadismus etwas zutiefst Beunruhigendes verleiht. Da vergisst man manchmal sogar, dass man es mit einem Disney-Film zu tun hat, in dem am Ende schon alles gut gehen wird.

    Fazit: Latent kitschige Teenager-Romanze trifft auf solide Sci-Fi-Action: „Twilight“- und „Transformers“-Fans werden ihren Spaß an „Ich bin Nummer Vier“ haben.
  • Mit neuen Kombattanten geht der Krieg der Welten in einem teenzentrierten und effektreichen Sci-Fi-Abenteuer auf der Erde weiter.

    Nach „Eagle Eye – Außer Kontrolle“ legt D.J. Caruso einen Remix von Film- und TV-Hits der letzten Jahre auf – von „Roswell“ über „Twilight“ bis hin zu „Transformers“. Die Eröffnung, eine Hommage an „Avatar“, führt in einer rauschhaften Kamerafahrt über das Blätterdach des Regenwaldes zu einer Hütte, in der zwei junge, im Erscheinungsbild von Menschen nicht zu unterscheidende Aliens vom Fluch ihrer Vergangenheit eingeholt werden. Neun von ihnen, die Letzten ihrer Art, sind von ihrem Heimatplaneten auf die Erde geflüchtet, drei fallen ihren Erzfeinden vom Planeten Mogdoria zum Opfer, bevor sich der Film seinem Helden zuwendet: Nummer 4.

    Mit wechselnden Tarnidentitäten wandert John (Alex Pettyfer) mit seinem persönlichen Wächter von Stadt zu Stadt. Wie die Teen-Vampire aus Forks versucht er nicht aufzufallen, wird aber auf der Highschool sofort von der hübschen Sarah (Diana Agron, Cheerleaderin aus dem TV-Hit „Glee“) und dem lokalen Teen-Tyrannen ins Visier genommen. Damit ist mit erster Liebe auch handgreiflicher Konflikt angesagt, weil der Schulschläger Sarah als Eigentum und UFO-Nerd Sam, Johns neuen Freund, als Punchingball betrachtet und somit diszipliniert werden muss. Parallel zu den Anpassungsproblemen des Aliens entwickelt das Drehbuch, das die Handschrift der „Smallville“-Autoren Alfred Gough und Miles Millar verrät, die Suche mogdorianischer Krieger nach Nummer 4 – humanoide Glatzenkiller im Lederoutfit, die im Wirkungsfaktor zwischen komisch und bedrohlich alternieren und damit das Erbe von Kurgan aus „Highlander“ anzutreten scheinen.

    Originalität zählt nicht zu den Stärken von Carusos Actionabenteuer, das für die Zielgruppe wiedererkennbare Figuren und Handlungsmuster etabliert, inklusive außerirdischer Jugend, die an der Schwelle zum Erwachsensein ihre Superkräfte entdeckt. Von Drehbüchern und auftretenden inhaltlichen Irritationen hat sich Produzent Michael Bay, Mastermind der „Transformers“-Trilogie“, jedoch noch nie den Spaß verderben lassen. Somit wird auch hier der Plot mit genügend Action- und Effektgewitter aufgeladen, um den Funfaktor hoch zu halten, kulminierend in einem Alien-Showdown, in dem Teresa Palmer als intergalaktisches Supergirl Nummer 6 einen denkwürdigen Auftritt hinlegt. Vieles spricht somit dafür, dass sich diese Franchiseouvertüre, Pettyfers zweite nach „Stormbreaker“, kommerziell nicht mit Nummer 4 begnügen muss und dann wohl auch fortgesetzt werden wird. Die Saat dafür ist im Buchhandel bereits gesät, denn im August wird „The Power of Six“, der zweite Band der Alienreihe, in den USA veröffentlicht. kob.

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