I Was a Swiss Banker

Kinostart: 11.09.2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Unorthodoxe Mischung aus verschiedenen filmischen Stilen über den Selbstindungstrip eines ehemaligen Bankers.

Aalglatt und mit nettem Lächeln schmuggelt Jung-Banker Roger (Beat Marti) regelmäßig das Schwarzgeld seiner Kunden über die Grenzen. Als er in eine Zollkontrolle gerät, verliert er die Nerven und erfasst mit seinem Wagen einen Beamten. In höchster Not flüchtet er zum Bodensee, springt mit seinem Geldkoffer in die Fluten - und landet in einem märchenhaften Unterwasserreich. Dort schlägt ihm Hexe Heli (Anne-Grethe Bjarup Riis) eine scheinbar leichte Wette vor.

Ein Yuppie lässt sich auf ein brisantes Geschäft mit einer Zauberin ein - das führt zu einer Odyssee durch die landschaftlich sommerliche Schweiz auf der Suche nach seiner wahren Liebe. Thomas Imbach („Lenz„) gelingt eine heiter-fantasievolle Selbstsuche mit abstrakten Märchenanteilen.

Roger ist nicht nur ein aalglatter Yuppie, sondern auch ein eidgenössischer Bänker. doch als ihn die Zollbeamten an der deutschen Grenze bei seinem routinemäßigen Schwarzgeldschmuggel für reiche Kunden kontrollieren wollen, gerät er in Panik, flieht und fährt dabei einen Polizisten an. Als er in den nächtlichen Bodensee springt, erscheint ihm die Hexe Heli, die ihm eine Wette vorschlägt: Er hat drei Chancen, seine wahre Liebe zu finden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Sommerfilm „I Was a Swiss Banker“ des Schweizers Thomas Imbach ist ein experimentelles, romantisches Märchen rund um die eidgenössischen Seen. Der Film beginnt ziemlich dramatisch mit der Krimihandlung an der Grenze, und als Roger in die Fluten des Bodensees taucht, wartet man gespannt, wohin ihn die Flucht durch die zwar grandiose, aber räumlich stark begrenzte Landschaft der Schweiz führen wird. Sie führt ihn in eine Parallelwelt, eine geistige Selbstfindung mit allerlei weiblichen Traumfiguren.

      Experimentellen Filmen, man denke nur an das deutsche Pendant von Cyril Tuschi aus dem Jahr 2004, „SommerHundeSöhne“, gelingen oft Szenen von halluzinatorisch-luzider Intensität. Hier sind es wunderbar komponierte, spielerische Einlagen wie die Begegnungen Rogers unter Wasser mit der Meerjungfrau, oder der in elegantem Schwarz-Weiß gekleideten blonden Frau, die sich des Gestrandeten am Ufer annimmt. Sie ist ein sinnliches Weib, das ihn begehrt, doch auf dem Kopf hat sie einige Elsterfedern, die sich manchmal zu Teufelshörnern aufstellen.

      Roger ist gewarnt: Sollte er es nicht schaffen, sich in eine der Gespielinnen zu verlieben, die ihm die Elsterhexe schenkt, dann gehört er ihr. Er lebt zunächst bei einer Schäferin, dann hat er ein Techtelmechtel mit einer Frau, die sich als Verräterin entpuppt, besucht die Oma und flirtet mit einer Hilfskraft, macht einer Kellnerin den Hof, und immer wieder wirft die Hexe ihr Netz über ihn. Sie jagt Roger sogar mit einem Hubschrauber, und er versucht ihr als Paraglider zu entkommen.

      Beat Marti stellt Roger dar, ohne ihn richtig spielen zu müssen. Er zeigt ein bubenhaftes, verschmitztes Lächeln auf seinen Trips. Ansonsten gibt es eine auf Dauer fragwürdige Arbeitsteilung zwischen der Voice-Over-Stimme in Schwyzerdütsch, die seine Gefühle erklärt, und seinen Handlungen. Er liegt im Stroh, er steht auf und geht. Dazwischen der Hinweis im Off: Es wurde irgendwie zu viel.

      Für diejenigen, die die verschiedenen Schweizer Seen nicht kennen, erschließt sich nicht, an welchem Roger gerade badet. Irgendwann aber ist es der Genfer See, erkennbar an dem hohen Springbrunnen und den französischen Ausflugsschiffen. Für diejenigen, die mit den verschiedenen Schweizer Sprachen und Dialekten nicht vertraut sind, erschließt sich ebenso wenig, welche Person eventuell Rätoromanisch spricht. Manchmal sprechen die Frauen auch in den Sprachen ihrer fernen Heimatländer, und Roger muss ins Englische ausweichen. Für seine 75 Minuten ist der Film zu unstrukturiert und zu spannungsarm.

      Fazit: Der Schweizer Roger will kein Banker mehr sein: Er taucht in die eidgenössischen Seen, erwacht auf Almen und flirtet sich durch ein experimentelles Märchen mit wenig Dramaturgie.
    2. I Was a Swiss Banker: Unorthodoxe Mischung aus verschiedenen filmischen Stilen über den Selbstindungstrip eines ehemaligen Bankers.

      Unorthodoxes Kino veranstaltet der Schweizer Thomas Imbach mit einer heiter-surrealen Parabel vom Suchen und Finden der Liebe.

      Nach dem winterlichen Georg-Büchner-Drama „Lenz“ lässt Imbach seinen Protagonisten nunmehr im Sommer nach sich selbst und vor allem der wahren Liebe suchen. Der Titel führt fast in die Irre, beschreibt aber eigentlich recht präzise, dass der aalglatte Yuppie Roger (Beat Marti) ein eidgenössischer Banker war. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, da ihn die Zollbeamten an der deutschen Grenze bei seinem routinemäßigen Schwarzgeldschmuggel für reiche Kunden kontrollieren wollen, er im Anflug von Panik mit seinem Porsche davonspritzt und dabei einen Polizisten erfasst. Auf seiner Flucht parkt er am nächtlichen Bodensee, um mit einer Tasche voller Bargeld in die Fluten zu springen. In dem Moment verwandelt sich der ironische Kommentar zur Steuerhinterziehung in ein bizarres Selbstfindungsdrama mit verwirrend abstrakten, theaterhaften Märchenanteilen - von Hans Christian Anderson bis zu tschechischen Märchenfilmen.

      Diese verkörpert die mannstolle, exaltierte und sehr besitzergreifende Hexe Heli (Anne-Grethe Bjarup Riis), die Roger für sich haben will und ihm deshalb eine Wette vorschlägt, die der junge Adonis spielend zu gewinnen glaubt: Er hat drei Chancen, seine wahre Liebe zu finden. Also springt der Mann sogleich (halb)nackt über schön anzusehende Almen und Wiesen des Alpenlandes und nähert sich mit aller gebotenen Plumpheit dem anderen Geschlecht. Mal hat er Erfolg, flieht dann aber aus Bindungsangst, dann wird er nur wegen seiner Geldtasche verführt, oder blitzt gleich ganz ab. Gedemütigt kehrt er schließlich zum mütterlichen Bauernhof zurück, wo sich ihm eine letzte Chance bietet.

      Seinen Hang zum Experimentellen, oder zumindest Unorthodoxen hat sich Imbach auch weiterhin bewahrt. Dogma-nah auf DV gefilmt, erzählt er eine mitunter improvisiert wirkende, offen strukturierte, aber symbolversessene Mär, die zwischen Traumebene und Realität pendelt. Zwar demontiert er nicht gleich die Maskulinität, aber seine Hauptfigur ist beileibe kein Sympath, der in vielen Szenen obendrein wenig vorteilhaft zur Geltung kommt. Konventionen haben in dem Mix entgegen gesetzter Erzählmittel keinen Platz. Dagegen bietet er mal ernste, mal parodistische und stets so absurde wie moderne Kost für Aufgeschlossene und Experimentierfreudige. tk.

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      Kino.de Redaktion  

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