Filmhandlung und Hintergrund

Packendes und stark emotionales Melodram um den wegen Mordes verurteilten Boxer Hurricane.

Boxer Rubin Carter, wegen seines explosiven Kampfstils „Hurricane“ genannt, schafft nach einer Jugend im Heim den Weltmeistertitel. Der selbe Cop, der ihn ins Heim brachte, hängt ihm einen Mehrfachmord an, woraufhin Hurricane lebenslänglich ins Gefängnis geschickt wird. Er wird verbittert, und erst die als Brieffreundschaft beginnende Vater-Sohn-ähnliche Beziehung zu einem Schüler läßt ihn wieder aufblühen.

Nachdem Rubin „Hurricane“ Carter seine Jugend in der Besserungsanstalt verbracht hat, gelingt ihm eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Ja, er bringt es sogar bis zum Weltmeister. Doch dann hängt ihm derselbe Cop, der ihn einst ins Heim schickte, einen Mehrfachmord an. Erneut wandert Hurricane hinter Gitter, diesmal lebenslänglich. Nach Jahren der Verbitterung ist es schließlich die Brieffreundschaft zu einem afro-amerikanischen Schuljungen, die Carter wieder an den Sinn des Lebens glauben lässt.

Nachdem Rubin „Hurricane“ Carter seine Jugend in der Besserungsanstalt verbracht hat, gelingt ihm eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Doch dann hängt ihm derselbe Cop, der ihn einst ins Heim schickte, einen Mehrfachmord an. Carter bekommt lebenslänglich. Nach Jahren der Verbitterung ist es schließlich die Brieffreundschaft zu einem Schuljungen, die ihn wieder an den Sinn des Lebens glauben lässt. Packendes Biopic und flammendes Plädoyer wider den Rassismus.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Regisseur Norman Jewison drehte bereits 1968 mit "In der Hitze der Nacht" einen Film gegen den Rassismus. "Hurricane" fährt auf derselben Schiene, ist jedoch eher ein episches Werk. 2 ½ Stunden leidet der Zuschauer mit dem Boxer Rubin Carter mit und merkt leider auch schnell, dass man hier wohl kaum den wirklichen Carter vor Augen hat.

      Zu sehr wird er in Jewisons Film vergöttert und auf einen Thron gehoben, der nicht wirklich passt. Denn Rubin Carter ist ein Mensch und so hat er auch Schwächen. Jewison zeichnet Carter als einen Mann mit einem unglaublich starken Kampfeswillen, herzensgut und von der Gesellschaft ständig nur drangsaliert. Ein Einzelgänger, der seinen Weg auch alleine gehen will. Doch ist diese Zeichnung realistisch?

      Carter ist oft kurz vor dem Aufgeben, doch niemals soweit, dass man als Zuschauer annimmt, dass er wirklich aufgibt. Zu einseitig ist Jewisons Rubin Carter - genauso wie die übrigen Figuren auch. Die Bösen sind rassistisch, kriminell, verlogen und gemein. Die Guten hingegen triefen so stark vor Güte und Idealismus, dass man sie am liebsten auf die Wäscheleine hängen will. Vergessen wird dabei die politische Seite.

      Im Vergleich zu ähnlichen Produktionen wie zum Beispiel "Im Namen des Vaters" verliert "Hurricane" deutlich, was gerade im Fall Rubin Carter schade ist. Denn gerade seine Geschichte müsste berühren. Tut sie aber nur stellenweise und wenn dann nur durch Emotionen auf Kitsch-Basis. Nichts an "Hurricane" kann den Zuschauer wirklich wütend machen. Und so bleibt nur ein unterhaltsames, aber zu naives Drama mit ein paar Längen, dass nur dank der furiosen Darstellung von Denzel Washington länger im Kopf bleibt.

      Dieser unterstützt das Drehbuch zwar vollkommen, denn auch sein Rubin Carter agiert so, dass man als Zuschauer einfach nur ehrfürchtig sein muss, jedoch spielt er auch mit einer Kraft und Eleganz die man nur selten im Kino zu sehen bekommt.

      Fazit: Einseitige Darstellung mit kitschigen Emotionen, aber einem grandiosen Denzel Washington.
    2. Hurricane: Packendes und stark emotionales Melodram um den wegen Mordes verurteilten Boxer Hurricane.

      Während Robert De Niro etliche Pfunde zulegte, um in „Wie ein wilder Stier“ einen Boxer zu spielen, speckte Denzel Washington für seine oscarreife Rolle des Boxchampions Rubin „Hurricane“ Carter fast 60 Pfund ab. Das von Norman Jewison („Mondsüchtig“) ergreifend inszenierte Biopic erzählt mit einigen Freiheiten die Geschichte des schwarzen Boxweltmeisters Carter, der 1966 unschuldig für den Mord an drei Weißen verurteilt wurde und erst 19 Jahre dank des unermüdlichen Engagements von drei kanadischen Studenten freigesprochen wurde.

      Das Drehbuch basiert auf Carters Autobiografie „The Sixteenth Round“ und „Lazarus and the Hurricane“ von Sam Chaiton und Terry Swinton, worin die kanadischen Aktivisten ihre Version der Ereignisse schilderten. Der Film hält sich zwar nicht sklavisch an alle Tatsachen, doch ging es vor allem darum, himmelschreienden Rassismus noch mehr hervorzuheben. Die erste Runde der emotionalen Tour De Force läutet Jewison mit schwarzweiß-Aufnahmen von Carters brachialen Titelkampf ein. Im Gegenschnitt wird der Mord von Weißen in einer Bar gezeigt. Darauf sieht man, wie Carter und ein Bekannter auf dem Weg nach Hause aufgehalten werden und ihnen in Folge die Morde vom korrupten und rassistischen Detective Della Pesca (Dan Hedaya als verabscheuungswürdiger Gesetzesverdreher) angehängt werden. Im Flashback wird offenbar, daß Pesca Carter bereits als Elfjährigen auf dem Kiecker hatte und für seine Unterbringung im Heim bis zum 21. Lebensjahr verantwortich war. Erneut wird der Champion hinter Gitter geschickt, diesmal lebenslänglich. Um den Horror des Gefangenseins zu demonstrieren, verzichtet Jewison auf die typischen Klischees von sadistischen Gefängniswärtern sowie Schlägereien und Vergewaltigung unter den Insassen. Stattdessen geht er auf den psychologischen und seelischen Schmerz ein, die Washington mit seiner intensiven, nuancierten Darstellung beeindruckend vermittelt. Die einzige Möglichkeit für ihn zu überleben, ist es, sich von grenzenlosem Hass getrieben keine Gefühlsbindungen zu erlauben. Das ändert sich erst, als der afro-amerikanische Schuljunge Lesra (Vicellous Reon Shannon) nach dem Lesen seiner Autobiografie eine Korrespondenz mit ihm beginnt und sich eine Art Vater/Sohn-Beziehung entwickelt. Lesras Mentoren, politisch engagierte Studenten (Deborah Kara Unger, Liev Schreiber, John Hannah) verschreiben sich dem Kampf um Hurricanes Freilassung.

      Mit authentischen schwarzweiß Archivaufnahmen wird das zeitgenössische Klima des Rassismus (Schwarze werden grundlos von der Polizei zusammengeknüppelt) und des Protests (Demonstrationen für Carters Freilassung, ein Clip von Bob Dylan, dessen berühmte Ballade „Hurricane“ sich durch den gesamten Film zieht) der 60er und 70er Jahre präsentiert. Die Botschaft des inspirierenden Dramas wird mit Carters Aussage, ‚Hass hat mich hierher (ins Gefängnis) gebracht, Liebe wird mich freisetzen‘ prägnant auf den Punkt gebracht. Als größter Sieger könnte sich am Ende Washington erweisen, der eine Oscarnomierung allemal verdient hat. ara.

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