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Hurenkinder

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama: Eine ehrgeizige Journalistin riskiert für eine aussichtslose Liebe ihre Karriere (nach dem Roman "Hurenkind" von Christine Grän).

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Kritikerrezensionen

  • Hurenkinder: TV-Drama: Eine ehrgeizige Journalistin riskiert für eine aussichtslose Liebe ihre Karriere (nach dem Roman "Hurenkind" von Christine Grän).

    Das prominent besetzte Drama ist zwar ästhetisch reizvoll, als Lehrstück über das Böse im Menschen aber viel zu unterkühlt.

    „Hurenkind“ heißt die Romanvorlage (Christine Grän) zu diesem Film; man kann nur spekulieren, warum daraus ein Plural geworden ist. Titelfigur Marie (Nina Kunzendorf) ist Tochter einer Prostituierten. Ausgerechnet ihre Mutter (Karin Baal) ist die einzig rundum positive Figur in diesem Drama. Marie hingegen benutzt die Menschen nach Belieben. Ihr ausgeprägter Sinn für Karriere sowie eine Bettbeziehung zum Chefredakteur (Michael Brandner) hat sie bereits auf den Stuhl der Ressortleiterin eines Lifestyle-Magazins befördert. Dann aber macht sie den Fehler ihres Lebens: Sie verliebt sich. Das Komplott, dem Marie zum Opfer fällt, ist zwar geschickt eingefädelt, doch leider trägt es sich vor allem im Hintergrund zu; vordergründig war Andreas Kleinert viel zu sehr damit beschäftigt, das allerdings überaus reizvolle Szenenbild zur Geltung zu bringen; auch wenn Ausstatterin Gabriele Wolff die Redaktionsräume wie eine angesagte Bar für Hamburgs Schöne und Reiche aussehen lässt.

    Kleinert schwebte offenkundig ein Lehrstück über die Einsamkeit des Erfolgs vor, weshalb auf Maries Höhenflug ein unglaublich brutaler Absturz folgt: Sie lässt sich auf ein Abenteuer mit dem skrupellosen Wirtschaftsboss Lenbach (Hans-Peter Hallwachs) ein, findet aber dessen jüngeren Bruder Leon (Stefan Kurt) viel netter. Lenbach revanchiert sich, indem er ihr gefälschte Belege für eine Enthüllungs-Story zukommen lässt; statt des erhofften Journalistenpreises gibt’s die Kündigung, und zu allem Überfluss stirbt Leon auch noch bei einem Autounfall.

    Die Adaption der Romanvorlage besorgte immerhin die renommierte Hannah Hollinger, doch das Resultat ist eine episodisch erzählte Geschichte, die einen völlig kalt lässt: weil die Hauptfiguren entweder gefühllos agieren oder aber so übertrieben dargestellt werden (Theaterschauspielerin Ursina Lardi als Leons Frau), dass man eher abgestoßen als berührt ist. Selbst Nina Kunzendorfs Marie ist viel zu sehr Kunstfigur.

    Immerhin ist Kleinert konsequent. Reizvoll ist zum Beispiel das ästhetische Konzept: Bei seiner Bildgestaltung arbeitet Johann Feindt auffällig viel mit Licht und Schatten. Das lässt die Aufnahmen zwar kunstfertig, aber eben auch künstlich und daher kühl wirken. Der Rest ist Kolportage. In der Redaktion schläft anscheinend jeder mit jedem, Alkohol und Koks gehören quasi zur Grundnahrung, moralische Hemmungen gibt es nicht; wie sich klein Fritzchen eben die Schickeria vorstellt. Kleinerts aktueller Kinofilm „Freischwimmer“ ist da von ganz anderem Kaliber. tpg.
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