Filmhandlung und Hintergrund

Fritz Karl und Elmar Wepper als Vater und Sohn in einem sehenswerten romantischen Heimatdrama.

Vater und Sohn Singhammer leben seit langem im Streit. Karl hat den väterlichen Hopfenhof früh verlassen und arbeitet lieber für einen globalen Bierbrauer, anstatt sich daheim schikanieren zu lassen. Als der Patriarch kurz vor der Hopfenernte einen Schwächeanfall hat, kehrt Karl zurück. Er erfasst rasch, was auf dem Hof im Argen liegt, aber ehe er seine Reformansätze realisieren kann, kehrt der ruhelose Vater heim. Gleichzeitig verliebt sich Karl in eine Stripperin aus München.

Bilderstrecke starten(19 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Hopfensommer

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

2,5
2 Bewertungen
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(1)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(1)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Hopfensommer: Fritz Karl und Elmar Wepper als Vater und Sohn in einem sehenswerten romantischen Heimatdrama.

    Auch wenn die ARD diesem Film das Prädikat „Moderner Heimatfilm“ verleiht, letztlich geht es auch hier nur um ein Thema: Bauer sucht Frau.

    Allerdings dauert es eine Weile, bis das Drehbuch von Produzent Hermann Kirchmann zur Sache kommt, und auch darin liegt ein Reiz dieses Dramas. Vor allem aber hat es mit Elmar Wepper und Fritz Karl zwei sehenswerte Hauptdarsteller zu bieten: Vater und Sohn Singhammer leben seit langem im Streit. Sohn Karl hat den väterlichen Hopfenhof in der bayerischen Hallertau früh verlassen und arbeitet lieber für einen globalen Bierbrauer, anstatt sich daheim von Vater Josef schikanieren zu lassen. Als der Patriarch kurz vor der Hopfenernte einen Schwächeanfall hat und ins Krankenhaus muss, alarmiert seine Frau (Gaby Dohm) den Sohn. Der erfasst rasch, was auf dem Hof im Argen liegt, aber ehe er seine Reformansätze realisieren kann, kehrt der ruhelose Josef heim; und für zwei Anführer ist der Betrieb nicht groß genug.

    Die Details des Hopfenanbaus und die Diskussionen über die Modernisierung des Hofs sind durchaus interessant, aber ungleich dramatischer ist eine Erzählebene, die Kirchmanns Drehbuch zunächst bloß andeutet: Josef Singhammer macht seinen Sohn für den Tod der Schwester verantwortlich; das Mädchen ist als Kind im Dorfteich ertrunken. Seither hatten die Frauen nie eine echte Chance bei Karl. Als er Jahrzehnte später die kleine Marie aus dem Wasser fischt, lernt er auf diese Weise ihre Mutter Sophie (Christina Hecke) kennen, eine Frau aus der Gegend, die allerdings in München lebt und als Stripperin arbeitet.

    Zu den gelegentlichen Schwächen des Films (Regie: Christian Wagner) gehört auch die zweite Begegnung zwischen den beiden, denn obwohl Karl ungewöhnlich zurückhaltend auf Sophies Lebensunterhalt reagiert, lässt sie ihn buchstäblich und unangemessen brüsk sitzen. Kirchmanns Erzählweise mutet einige Male ohnehin nicht bloß episodisch, sondern auch etwas sprunghaft an. Das fällt allerdings nicht weiter störend ins Gewicht: Die Handlung mag überschaubar sein, aber trotzdem passiert dauernd was. Mal kommt es zur Annäherung zwischen Karl und der geschiedenen Nachbarin (Eva Schudt), für die er aber nur brüderliche Gefühle hegt, mal erleidet Vater Josef eine Herzattacke, dann droht ein Unwetter die Ernte zu vernichten; und natürlich gibt es ein Wiedersehen zwischen Karl und Sophie, der ihr Beruf deutlich mehr Kopfzerbrechen bereitet als ihm. Interessant auch, dass Karl ständig die Zeit findet, sich mit den beiden Frauen zu treffen, obwohl mehrfach betont wird, wie viel Arbeit auf dem Hof wartet. Aber das belegt nur, worum es in dieser Geschichte wirklich geht. tpg.

Kommentare