Honey Baby

  1. Ø 0
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Honey Baby: Liebesgeschichte von Mika Kaurismäki: ein an den Orpheus-und-Eurydike-Mythos angelegtes Roadmovie.

Musiker Tom aus Amerika (Henry Thomas aus „E.T.„) hat irgendwie den kreativen Antrieb verloren und von Europa, wo er gestrandet ist, längst die Nase voll. Bevor er jedoch nach Hause fahren kann, muss er noch einer Verpflichtung nachkommen und durch die baltischen Staaten touren. Dort macht er die Bekanntschaft der hübschen Russin Natasha (Irina Björklund), die sich ihrerseits auf der Flucht vor dem ungeliebten deutschen Ehemann (Helmut Berger) befindet.

Eine „Magical Mystery Tour angelehnt an den griechischen Mythos von Orpheus und Eurydike“ nennt der finnische Regisseur Mika Kaurismäki seine in Deutschland produzierte Verliererdramödie. Kai Wiesinger und Bela B. Felsenheimer sind auch mit von der Partie.

Der erfolglose amerikanische Sänger Tom begegnet in Kaliningrad der Russin Natascha, die soeben ihrem Bräutigam davongelaufen ist. Zusammen machen sich Tom und Natascha auf den Weg nach St. Petersburg, wo Natascha auf ihre Vergangenheit trifft. Die behutsam sich anbahnende Liebe zwischen den Beiden wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Erneut greift Mika Kaurismäki auf sein bevorzugtes Genre zurück, das Road-Movie. Im Nirgendwo des Baltikums lässt er zwei Liebende mit ihren Gefühlen stranden, die Illusion kurzfristig über die Realität triumphieren.

    Wenn es um lakonischen Humor geht, sind Mika Kaurismäki und sein Bruder Aki absolute Meister. In dieser „magical mystery tour“ von Deutschland über das Baltikum bis ins ferne Murmansk zieht ein abgewrackter, amerikanischer Sänger durch heruntergekommene Clubs, spielt auf Geburtstagen und Hochzeitsfeiern auf, schlägt sich mit Betrügern herum und trifft auf die hübsche Natascha, die kurz vor der Hochzeit einem reichen deutschen Geschäftsmann davongelaufen ist. Pass und materieller Reichtum sind eben doch nicht alles. Die beiden verwundeten Seelen begeben sich auf einen bizarren Road-Trip, kommen sich langsam näher, Hoffnung keimt auf. Aber die Bösen, hier die Handlanger des düpierten Bräutigams, schlafen nicht, ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

    An denm Mythos von Orpheus und Eurydike angelehnt, lässt der Finne seine Helden auf der Reise ins Nirgendwo vom Glück träumen und von einer gemeinsamen Zukunft. Sie stehen am Wendepunkt ihres Lebens, sind der harten Wirklichkeit ausgesetzt und wollen die Endzeitstimmung überwinden. Überall ist es besser, wo wir nicht sind. „Honey Baby“ ist eine internationale Produktion, aber kein Europudding. Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist die Musik, sie hat sowohl eine narrative als auch emotionale Funktion, unterstreicht den Übergang von der Realität in eine Traumwelt. Es ist nicht zufällig, dass Mika Kaurismäki wieder auf die Form eines Road-Movies zurückgreift, er selbst gibt sich zwar ruhig, ist aber gerne unterwegs, ihn reizt die Fremde, wo er sich zu Hause fühlt. Kein Wunder, dass seine Protagonisten auch in einem Wanderzirkus ein Stück Heimat finden. Das Leben als Durchgangsstation ohne Sicherheitsgarantie. Die herzergreifende Tragikomödie über verlorene Außenseiter in einer Welt im Umbruch verzichtet auf ein konventionelles Happy End, der finale Schmerz wirkt aber nicht lähmend, sondern befreiend. Trotz aller Traurigkeit. mk.

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