Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie mit Tilo Prückner in der Titelrolle als unversöhnlicher Rentner, der Frau, Tochter und Enkel das Leben schwer macht.

Landwirt Holger hat seinen Hof an den Jungbauern Niko verkauft, kann sich jedoch nicht mit dem Rentnerdasein anfreunden. Für zusätzliche Aufregung sorgt Tochter Olga, die nach einer gescheiterten Karriere als Schauspielerin Unterschlupf im Heimatdorf sucht.

Alle Bilder und Videos zu Holger sacht nix

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User ø 0,0
(0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimme)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Holger sacht nix: TV-Komödie mit Tilo Prückner in der Titelrolle als unversöhnlicher Rentner, der Frau, Tochter und Enkel das Leben schwer macht.

    Die Hauptfigur in Thomas Durchschlags „Holger sacht nix“ macht dem Filmtitel alle Ehre. Tilo Prückner brilliert als wortkarger, schroffer Ex-Landwirt, hinter dessen rauer Schale sich der berühmte weiche Kern verbirgt.

    Jener Holger hat seinen Hof an den Jungbauern Niko verkauft, kann sich jedoch mit dem Rentner-Dasein in einer Reihenhaus-Siedlung überhaupt nicht anfreunden. Mitten hinein in diese ohnehin schon unerfreuliche Situation platzt Tochter Olga mitsamt Sohn Theo, die sich ihren Traum von einer Karriere als Schauspielerin in der Großstadt vorläufig abschminken muss und mit finanziellen Problemen ins Heimatdorf zurückkehrt.

    Was Holger zu all dem zu wenig sagt, sprudelt umso mehr aus seiner Ehefrau Lilo heraus, für die in Carmen-Maja Antoni eine kongeniale Besetzung gefunden wurde. Allein dieses ungleiche Paar reicht aus, um 90 unterhaltsame Fernsehminuten zu gestalten. Doch auch einige der übrigen Protagonisten können Akzente setzen, allen voran Julia-Maria Köhler, die die eigentlich tragische Figur der Olga zur Sympathieträgerin werden lässt. Auch Edgar M. Böhlke liefert als skurriler, aber stets hilfsbereiter „General“, der sich als Beziehungsberater entpuppt, eine herausragende Leistung.

    Regisseur Durchschlag erzählt Holgers Geschichte, zu der Katja Kittendorf das Drehbuch lieferte, mit leisem, lakonischem Humor, der gut funktioniert und in seinen besten Momenten unter anderem an das Frühwerk Aki Kaurismäkis erinnert. Statt Finnland bildet hier das Rheinland die Kulisse, Kameramann Olaf Hirschberg fängt die ländliche Umgebung in ruhigen, sehr ansprechenden Bildern ein.

    Dass die „Bösewichte“, etwa die beiden Bäckerei-Betreiberinnen und der Bürgermeister, mitunter etwas arg eindimensional angelegt sind, fällt angesichts der insgesamt stimmigen Geschichte kaum ins Gewicht. Das Happy-End, auf das „Holger sacht nix“ zusteuert, ist vorhersehbar, überzeugt aber mit seiner atmosphärischen und durchaus rührenden Inszenierung. jl.

Kommentare