Hoffnung für Kummerow

  1. Ø 0
   2009
Hoffnung für Kummerow Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Hoffnung für Kummerow: TV-Tragikomödie: Henry Hübchen versucht als Bürgermeister einer kleinen ostdeutschen Gemeinde deren Niedergang aufzuhalten.

Das Städtchen Kummerow leidet unter hoher Arbeitslosigkeit. Deshalb versucht Bürgermeister Oskar Kubiczek, sein Dorf aus dem wirtschaftlichen Dornröschenschlaf zu wecken. Allerdings werden ihm dabei jede Menge Stolpersteine in den Weg gelegt. So fällt ihm seine eigene Frau in den Rücken und bewirbt sich nach Hamburg, und mögliche Investoren tauchen erst gar nicht auf. Doch Oskar lässt sich nicht unterkriegen und organisiert eine Ruderregatta gegen den Nachbarort, um seinen Schäfchen ein wenig Selbstbewusstsein einzuimpfen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Sympathische Sozialkomödie mit vielen schrulligen Charakteren aus dem norddeutschen Hinterland.

    Den Spagat, locker-leichtes Entertainment mit sozial relevanten Themen zu verknüpfen, ist gerade im auf Quote schielenden TV-Bereich oftmals ein schwieriges Unterfangen. Umso schöner, dass sich Saxonia Media, die hier erstmals für den NDR produziert, auf dieses nicht alltägliche Projekt eingelassen hat. „Hoffnung für Kummerow“ ist eine Komödie mit sanften dramatischen Untertönen, die zunächst einmal in ansprechenden Landschaftsbildern („Großstadtrevier“-Kameramann Gunnar Fuß) den Spielort etabliert: Ein kleiner idyllischer Ort irgendwo in Norddeutschland, am ehesten wohl auf der malerischen Mecklenburgischen Seenplatte. Wie viele Gemeinden dieser Art hat man auch hier mit hohen Arbeitslosenzahlen zu kämpfen, während der Nachwuchs nahezu komplett in die Großstädte abwandert. Oskar Kubiczek (Henry Hübchen), der umtriebige Bürgermeister von Kummerow, hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, sein Dorf aus dem wirtschaftlichen Dornröschenschlaf zu wecken, koste es was es wolle.

    Natürlich gibt sich der aus Leipzig stammende Regisseur Jan Ruzicka nicht mit diesem soziopolitischen Handlungsstrang zufrieden. Neben vielen schrulligen Charakteren wie etwa Kubiczeks etwas verwirrte Schwiegermutter (Christine Schorn) oder eine sehr burschikose Automechanikerin (Henny Reents) legt er dem bedauernswerten Bürgermeister mit großen Nehmerqualitäten darüber hinaus ständig Stolpersteine in den Weg. So möchte seine eigene Frau Irmgard (Dagmar Manzel) wieder als Hebamme arbeiten und bewirbt sich heimlich nach Hamburg, mögliche Konsultanten, die für Inverstoren das Terrain sondieren sollen, tauchen erst gar nicht auf oder werden mit anderen Gästen verwechselt, und schließlich stellt sich ein junger Mann als das Ergebnis eines Jahrzehnte zurückliegenden One-Night-Stands von Oscar vor.

    Auch wenn die Autoren zu viel der Irrungen und Wirrungen in ihre Story reingepackt haben, folgt man den sympathisch gezeichneten Figuren doch sehr gerne bei ihrem (Über)lebenskampf, der aber nie ins Tragische abdriftet und stets einen humorvollen Anstrich beibehält. Negativer Höhepunkt ist allerdings der Auftritt einer Radlerin aus Bayern, die weder den Dialekt beherrscht noch darstellerische Qualitäten besitzt, was vor allem im Vergleich zu den gestandenen Schauspielern Hübchen, Manzel und Uwe Kockisch, der Oskars besten Freund spielt, besonders negativ zu Buche schlägt. Dafür versöhnt uns der Regisseur mit einer fein inszenierten Regatta zum Finale, die zudem für ein optimistisches Ende sorgt. lasso.

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