Himmel und Huhn

  1. Ø 2.7
   2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Himmel und Huhn: Disneys erste CGI-Produktion ohne Pixar-Unterstützung um ein kleines Hühnchen mit Weltretter-Ambitionen.

Seit es vor einem knappen Jahr mit der Prophezeiung, der Himmel stürze auf die Erde herab, den gesamten Weiler in nachhaltige Wallung versetzte, wird das leicht erregbare kleine Hühnchen Chicken Little nicht mal mehr von seinen wenigen Freunden ernst genommen. Gerade will es Chicken Little als Keulenschwinger im Baseball-Team allen zeigen, als tatsächlich etwas vom Himmel fällt und den Einsatz eines wahren Helden erfordert.

Synchron-Asse wie Markus Maria Profitlich, Boris Becker oder Münchens Oberbürgermeister Christian Ude liehen dem neuen, komplett animierten Actionkomödienspäßchen aus dem Hause Disney ihre Stimmen.

Das aufgeschreckte Hühnchen Chicken Little verursacht in seinem verschlafenen Heimatstädtchen eine Massenpanik, als er verkündet, der Himmel würde auf sie stürzen. Da ihm allerdings lediglich eine Eichel auf die Rübe gefallen ist, wird Chicken Little fortan überall als Lügenbold verlacht. Dabei wünscht er sich nichts mehr, als anerkannt zu werden und seinen Vater stolz zu machen. Dies versucht er beim Baseball-Team seiner Schule.

In seinem verschlafenen Heimatstädtchen gilt Hühnchen Chicken Little als Außenseiter. Seitdem er eine Massenpanik ausgelöst hat, als er verkündete, der Himmel würde auf die Erde stürzen, wird der kleine Feigling überall als Lügenbold verlacht. Selbst sein Vater Bruno, eine örtliche Baseball-Legende, hält seinen Sohn für ein Weichei. Chicken Little lässt jedoch nichts unversucht, um endlich respektiert zu werden. Da plötzlich fällt wirklich etwas vom Himmel. Jetzt liegt es an dem kleinen Küken, die Stadt vor einer Katastrophe zu bewahren.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Tragik der mahnenden Kassandra, deren Warnrufe nicht gehört werden, ereilt hier ein kleines aufgedrehtes Hühnchen, dessen Größe von seinem IQ bei weitem überholt wird. Seine Aufgabe ist nicht nur, die Anerkennung seines Vaters zu erkämpfen, sondern auch, aus der Schublade zu entkommen, in die er von der Gesellschaft gesteckt wurde. Begleitet wird Chicken Little von Tierkarrikaturen vielfältiger Art, denen es zwar teilweise nicht gelingt, sich alther¬gebrachten Klischees zu wiedersetzen, die sich aber doch durch unterhaltsame und liebenswerte Charaktere auszeichnen.

    „Chicken Little“ ist ein Film, der aus Versatzstücken anderer Filme zusammengesetzt zu sein scheint. Eine Vater-Sohn-Geschichte, wie in „Findet Nemo“, eine Verfolgungsjagd wie in „The Incredibles“, direkte Filmzitate von „King Kong“ über „Indiana Jones“ bis hin zu einer kindgerechten Fassung der „Krieg der Welten“ und das alles garniert mit ganz besonders berechneter Musik von den Spice Girls über R.E.M. zu Queen.

    Da fragt man sich, ob die Macher von „Chicken Little“ darüber hinaus auch eigene Ideen umgesetzt haben? Haben sie. Und zwar in ganz ungewöhnlicher Weise. Disney liefert in diesem Film nämlich den Beweis, dass sich traditionelle zweidimensionale Animation und moderne 3D-Technik nicht ausschließen müssen. 2D-Optik wird gezielt eingesetzt. Sie ist nicht nur Reminiszenz an vergangene Zeiten des Hauses Disney, sondern kreiert auch einen völlig neuen Stil der CGI-Animation.

    Auch die „typischen“ Musicalnummern erfahren hier eine interessante Überarbeitung. Um nicht ganz auf dieses gewohnte Stilmerkmal verzichten zu müssen, hat man kurzerhand eine Karaokeshow in den Film integriert und einen der Charaktere mit einer Liebe für Schlager ausgestattet, die er von Zeit zu Zeit vor sich hinsingen darf.

    Überraschend ist auch der Genre-Mix der Handlung. Zu Beginn ein Highschool-Film mit Sozialdramatik verwandelt sich „Chicken Little“ urplötzlich in einen waschechten Science-Fiction-Film. Aufregend ist das auf jeden Fall. Auch die wilden Slapstick-Einlagen sind definitiv actionreicher als man es von früheren Disney-Produktionen gewohnt ist.

    Lustige visuelle Gags können zwar nicht ganz über fehlende Originalität hinwegretten, doch im großen und Ganzen ist „Chicken Little“ ein recht unterhaltsamer Animationsfilm geworden. Seine Hauptfigur besticht durch fehlenden ‚Niedlichkeits-Faktor’ und während sich die jüngeren an der breitgestreuten Farbpalette erfreuen können, haben die Eltern Gelegenheit, ihre Filmkenntnisse an den zahlreichen Zitaten zu erproben.

    Fazit: Ein vergleichweise actionreicher und durchaus unterhaltsamer Animationsfilm aus dem Hause Disney.
  • Für seine erste CGI-Produktion ohne Pixar-Unterstützung schickte das Disney Studio ein beherztes kleines Hühnchen mit Weltretter-Ambitionen ins Boxoffice-Rennen, das am US-Startwochenende ähnlich königlich wie ein gewisser Löwe absahnen konnte.

    In europäischen Gefilden sind „Asterix und Obelix“ für ihre sprichwörtliche Furcht, der Himmel könnte ihnen auf den Kopf fallen, bekannt. Ihr amerikanisches Pendant ist Chicken Little – das aufgeschreckte Hühnchen, das behauptet, der Weltuntergang wäre nah. Dabei handelt es sich ursprünglich um eine traditionelle Moralfabel, die Kinder vom Flunkern abbringen soll. Das actiongeladene Animationsabenteuer aus der Feder der „Bärenbrüder“-Drehbuchautoren Steve Bencich und Ron Friedman (mit zusätzlichen Credits an das „Monster AG“-Team Robert L. Baird und Dan Gerson) beginnt ebenfalls mit dem klassischen Ausgangspunkt: Chicken Little verursacht in seinem verschlafenen Heimatstädtchen eine kostspielige Massenpanik, als er hysterisch aufgeregt verkündet, der Himmel würde auf die Erde fallen. Da ihm allerdings lediglich eine Eichel (mit ähnlich katastrophalen Slapstick-Dominoeffekt wie in „Ice Age“) auf die Rübe gefallen ist, wird Chicken Little fortan überall als Lügenbold verlacht. Dabei wünscht er sich nichts mehr, als anerkannt zu werden und seinen verwitweten Vater Buck Cluck stolz zu machen. Dies versucht er angestrengt (und zunächst erfolglos) beim Baseball-Team seiner Schule. Als sich das Blatt schließlich zum Positiven wendet, fällt Chicken Little tatsächlich ein Stück Himmel auf den Kopf. Außer seinen drei Freunden, einer Clique von Außenseitern, bestehend aus einem kugelrunden Schweinchen, einem hässlichen Entlein und einem Fisch-aus-dem-Wasser, will ihm natürlich keiner glauben, dass tatsächlich eine lebensgefährliche Invasion von Außerirdischen bevorsteht. Nun hat das kleine Huhn Gelegenheit sich ganz groß zu beweisen.

    Bei seiner temporeichen Inszenierung lässt „Ein Königreich für ein Lama“-Regisseur Mark Dindal kaum eine ruhige Minute aufkommen. In farbenprächtiger Bonbonpalette reiht sich hyperaktiv eine Situation an die nächste und dies mit reichlich überdrehtem Slapstick, lustigen visuellen Gags, obligatorischen Popkulturreferenzen, harmlosem Badezimmerhumor, aber auch herzerwärmenden Gefühlsmomenten versehen. Letztere sind vor allem auf die rührende Vater-Sohn-Dynamik zurückzuführen, die recht deutlich an „Findet Nemo“ angelehnt ist. Die Attacke der Aliens wiederum ist eine kindgerechte Zeichentrickversion von „Krieg der Welten“. Selbst der flachsende Ton und die weit gestreuten Referenzen (von „Indiana Jones“ zu „Zauberer von Oz“) wirkt „Shrek“-orientiert. Ein breites Spektrum wird auch bei der Soundtrack-Auswahl abgedeckt, die situationsgerecht Songs wie von R.E.M, („It’s the end of the world..“) und Queen („We are the champions“) einsetzt. Man hat insgesamt den Eindruck, nicht nur Himmel sondern auch Hölle wurden in Bewegung gesetzt, um einen Hit aus der Eierschale zu zaubern, auch wenn dabei Einbußen hinsichtlich von Originalität in Kauf genommen werden mussten. Die Kids wird dies jedoch kaum tangieren. Die frenetische Federviehkomödie sollte sich weltweit als himmlischer Überflieger erweisen. ara.

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