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High Art

Kinostart: 29.04.1999

High Art: Vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Frau, die sich von der Welt einer drogensüchtigen Lesbierin angezogen fühlt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Frau, die sich von der Welt einer drogensüchtigen Lesbierin angezogen fühlt.

Die ehrgeizige Syd ist Redakteurin in einem prominenten Foto-Magazin. Durch Zufall lernt sie ihre Nachbarn von oben kennen und betritt eine neue Welt: Lucy, eine ehemals erfolgreiche, drogensüchtige Fotografin, ist das Herz einer Szene-WG. Sie lebt mit ihrer Geliebten Greta und Arnie zusammen. Syd fühlt sich von Lucy angezogen, taucht in ihre Welt ein und versucht Lucy zu überzeugen, für ihr Magazin zu fotografieren.

Die Redakteurin Syd arbeitet bei einem Foto-Magazin und lernt ihre Nachbarin kennen, die in einer Szene-WG lebt. Syd taucht in deren Welt ein … Selbstfindung und Kunst, Sucht und Scheinwelten sind die Themen dieses anspruchsvollen Dramas, das vielfach ausgezeichnet wurde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • High Art: Vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Frau, die sich von der Welt einer drogensüchtigen Lesbierin angezogen fühlt.

    Als eine Art Schnappschuss aus der modernen Demi-Monde New Yorks versteht Lisa Cholodenko ihren Debütfilm. In der Welt der Kunstfotografie treffen sich Lebenshungrige und Lebensmüde, Parties und Drogen geben den ultimativen Kick, auch wenn die Suche nach Liebe meistens unerfüllt bleibt.

    Endstation Sackgasse heißt es für die Protagonisten, die sich ausklinken aus den Nine-to-five-Jobs. In der Wohnung von Lucy Berliner, die an eine psychedelische Höhle erinnert, hängt ein buntes Volk herum - Fotografen, Modelle, Schauspieler, Szenetypen. Lucy einst selbst berühmte Fotografin, warf ihre Karriere vor Jahren hin, hängt am Heroin und lebt mit einer früheren Fassbinder-Heroin zusammen. Als die naive und junge Nachbarin Syd auftaucht, kommt die Wende. Die ehrgeizige Redakteurin eines Fotomagazins überredet Lucy, eine Titelstory zu entwerfen. Wer glaubt, die Story würde jetzt à la Hollywood in ein Happy End münden, wird enttäuscht. Lisa Cholodenko, von ihrem Mentor Milos Forman beim Drehbuchschreiben unterstützt und ermutigt, erzählt die Geschichte einer Leidenschaft mit düsterem Ausgang. Die von Lucy faszinierte Syd verliebt sich in die unberechenbare Frau, läßt ihren pflegeleichten Freund sitzen und genießt die Erfahrungen lesbischer Lust. Doch Lucy ist schon zu weit von der Realität entfernt, neuer Ruhm und neue Liebe haben nicht die Kraft, den Junkie aus der Scheinwelt zu befreien.

    „High Art“ läßt Assoziationen an die Popkultur zu Warhols Zeiten aufkommen, zeigt die Affinität zu der persönlichen Fotografie von Künstlern wie Jack Pierson, Nan Goldin oder Larry Clark, die das eigene Leben und das ihrer Freunde zur Kunst machten, bevor diese Form der Fotografie zum Werbe-Design verkam. Die First-Time-Regisseurin möchte nicht, daß man ihr Werk in die Schublade „Lesbenfilm“ steckt, für sie ist „High Art“ ein Drama über existentielle Dinge, in das sie ihre alltäglichen Beobachtungen einfließen lies. Mit dem zentralen Charakter Lucy schuf sie einen Archetypen, der mit dem Druck zum kommerziellen Erfolg nicht fertig wurde und wie so viele sensible Künstlerseelen sich aus der Gesellschaft entfernte, „im Dunkel einer anderen Welt“ verschwand. Sehr gut gelungen ist die Zeichnung der gegensätzlichen Frauen und die Verbindung von persönlicher Fotografie und Drogen-Subkultur, Ally Sheedy brilliert als gebrochene Künstler-Ikone Lucy, erhielt für ihre fulminante Leistung den amerikanischen Filmkritiker-Preis. „High Art“ wünscht man gute Resonanz in Arthouse-Kinos, die Ausstellung von JoJo Whildens Bilder, die im Film als Lucys Arbeiten erscheinen, zum Start in Berlin sollte den Kreis der Interessierten erweitern. mk.

News und Stories

  • Lisa Cholodenkos mistiger Tag

    Lisa Cholodenko war in ihrem bisherigen Regisseurinnenleben auf kleine Independent-Produktionen wie High Art oder Laurel Canyon abonniert. Und auch der letztjährige Überraschungserfolg The Kids Are All Right war eigentlich nichts anderes als eine etwas größere Kleinproduktion. Doch der Streifen, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, öffnete der Filmemacherin auch die Türen der großen Hollywood-Studios...

    Kino.de Redaktion  

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