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Fakten und Hintergründe zum Film "Hexe Lilli: Die Reise nach Mandolan"

Fakten und Hintergründe zum Film "Hexe Lilli: Die Reise nach Mandolan"

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Produktion: Wieder vereint…

Seit dem 18. August 2009 laufen die Dreharbeiten zu HEXE LILLI – DIE REISE NACH MANDOLAN, der Fortsetzung von HEXE LILLI – DER DRACHE UND DAS MAGISCHE BUCH, der im Frühjahr diesen Jahres mit großem Erfolg in den Kinos war und bis dato allein in Deutschland 1,2 Millionen Besucher begeisterte. Für Corinna Mehner von blue eyes Fiction, die bereits das erste HEXE LILLI-Abenteuer gemeinsam mit Michael Coldewey von Trixter produzierte, kam der Erfolg des Films nicht überraschend: „Wir hatten das Glück, dass wir einen sehr guten Weltvertrieb in der Tasche hatten. Dadurch wussten wir, dass wir auf europäischer Ebene sehr viel größere Starts haben werden als andere Kinderfilme aus Deutschland. In Spanien haben wir beispielsweise gerade die 400.000-Besucher-Marke überschritten, das ist eine Superzahl.“

Beim zweiten Teil sind neben den beiden Produzenten auch alle wichtigen Darsteller wieder mit an Bord. Da ist zum einen Alina Freund, die als Lilli beim Publikum total gut angekommen ist, und zum anderen der dicke, grüne Drache Hektor, dem Deutschlands Top-Comedian Michael Mittermeier seine unverwechselbare Stimme leiht. Michael Coldewey ist auch voll des Lobes über Michael Mittermeier: „Mich hat es total begeistert, wie er sich für den Film eingesetzt hat. Auch in der Promotionarbeit. Michael hat wirklich tolle Dinge geleistet und ist jetzt auch mit Spaß bei der Fortsetzung dabei.“ Dieses Mal wurde Mittermeier sogar noch stärker mit eingebunden, durfte schon während des Drehbuchprozesses an den Dialogen mit feilen. Coldewey: „Was schon immer mittermeiermäßig war, sind natürlich die speziellen Begriffe wie klarofax oder Krötenpups. Und solche Mittermeierworte wird es natürlich auch im zweiten Film geben.“

Neu dabei im HEXE LILLI-Team sind die Geschwister Bettine und Achim von Borries, die zuletzt das Drehbuch zu MULLEWAPP – DAS GROSSE KINOABENTEUER DER FREUNDE verfassten und damit viel Gespür für Familienunterhaltung an den Tag legten. Corinna Mehner: „Ich kenne die beiden ganz gut und wusste, dass sie schon Skripts für Kinderfilme geschrieben haben. Wir wollten ja einen großen märchenhaften Film und den haben wir dann gemeinsam mit KNISTER entwickelt.“ KNISTER ist der Vater, der Erfinder der HEXE LILLI. Wie schon beim ersten Teil unterstützt er das Filmteam sowohl beim Drehbuch als auch bei dessen Umsetzung. Für Coldewey ist KNISTER ein unverzichtbarer Ratgeber: „Man darf nicht vergessen, dass er mit seinen Kinderbüchern einen sehr großen Erfolg hatte. Das war kein Zufall. Denn er hat einen Nerv getroffen, indem er glaubhafte Figuren entwickelt hat. Natürlich kann er als Kinderbuchautor nicht automatisch Drehbücher schreiben, aber was die Figuren anbelangt, ist es schon sehr hilfreich, aus seinem Erfahrungsschatz zu schöpfen. Darüber hinaus bekommt KNISTER sehr viele Briefe mit Kommentaren von Kindern über seine Bücher, die ebenfalls sehr aufschlussreich sind.“

DIE REISE NACH MANDOLAN ist eine Originalstory und stammt nicht aus dem riesigen Oeuvre des populären HEXE LILLI-Erfinders. Der orientalische Touch bot sich laut Corinna Mehner für Teil zwei einfach an: „Weil unser erster Film schon so bunt war, wollten wir auch bei der Fortsetzung nicht nachlassen. Und so kamen wir fast zwangsläufig auf Indien, übrigens noch lange bevor wir etwas von SLUMDOG MILLIONÄR gehört hatten.“

Produktion: Das Team und die Dreharbeiten

Umgesetzt wird das zweite HEXE LILLI-Abenteuer nicht von Stefan Ruzowitzky, sondern von seinem österreichischen Landsmann Harald Sicheritz. Das war von Anfang an geplant, so Mehner: „Wir haben immer gesagt, dass jeder Film für sich stehen soll. Es soll zwar ein Franchise sein, aber jeder Teil sollte seine eigene Handschrift haben, etwas Neues bieten.“ Das sieht Michael Coldewey ganz genau so: „Im Prinzip halten wir uns an das System der James Bond Filme. Auch hier gibt es immer neue Regisseure, andere Hauptdarsteller, andere Konzepte. Die Figur LILLI bleibt immer im gleichen Alter, und auch die Struktur der Geschichte bleibt immer die gleiche, aber neue Regisseure und neue Hauptdarsteller werden jedes Mal etwas Neues und Schönes daraus machen. Harald Sicheritz unterscheidet sich allein schon von seiner Art wie er den Film vorbereitet völlig von Stefan Ruzowitzky. So darf man sich sicherlich auf einen ganz anderen Film freuen.“

Vor allem aber mussten die Produzenten jemanden suchen, der sich allerhand zutraut. Schließlich sprechen wir bei HEXE LILLI – DIE REISE NACH MANDOLAN von einer europäischen Großproduktion mit einem Budget von 9,6 Millionen Euro. Aber der Regisseur sollte noch viel mehr mitbringen wie Corinna Mehner weiß: „Er muss sich mit verschiedenen Produzenten aus verschiedenen Ländern auseinander setzen. Er muss Auslandserfahrung mitbringen. Denn wir drehen in Indien. Außerdem drehen wir mit Kindern und Tieren, haben zwei animierte Figuren. Deshalb war Sicheritz für unser Projekt ideal, denn er ist, neben vielen anderen Kompetenzen, ein Regisseur der sein Handwerk versteht. Außerdem hatte er Spaß daran, einmal etwas vollkommen Neues zu machen, nämlich einen Family Entertainment Film.“

Vor der Kamera gibt es aber auch ein Wiedersehen mit bereits etablierten Figuren, wie etwa Lillis Mutter, die erneut von Anja Kling gespielt wird, oder die Hexe Surulunda, verkörpert von Pilar Bardem. Während Kling sich dieses Mal allerdings mit einer kleineren Rolle in der Rahmenhandlung zufrieden geben muss, beobachtet Bardem alias Surulunda ihre kleine Hexenschülerin immer wieder durch die magische Kristallkugel. Dass ihr Part so wichtig geblieben ist, kommt laut Mehner nicht von ungefähr: „Sie war bei den Kindern eine der beliebtesten Figuren. Der großmütterliche Beistand macht den Film warm. Da fühlt man sich aufgehoben, und das wollen wir natürlich auch beibehalten.“

Neu im Team ist Jürgen Tarrach. Er übernimmt die Rolle des zwielichtigen Großwesirs Guliman. Dazu Michael Coldewey: „Das Spannende an diesem Film ist unter anderem auch, dass wir für bestimmte Rollen fremdländisch aussehende Menschen benötigen, diese aber mit einheimischen Schauspielern besetzen wollten. Jürgen Tarrach sieht zwar nicht unbedingt fremdländisch aus, aber bei entsprechender Maske konnte ich mir den Guliman bei ihm am besten vorstellen.“ Corinna Mehner fährt fort: „Und er wird gigantische Turbane tragen. Und extrem farbenprächtige und toll geschmückte Kostüme, die unsere Designerin alle vor Ort in Indien hat anfertigen lassen.“

Die Dreharbeiten von HEXE LILLI – DIE REISE NACH MANDOLAN dauern bis zum 23. Oktober 2009. Aber dann geht die Arbeit erst richtig los. Allein die Postproduktion wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Denn, so Michael Coldewey, die tricktechnischen Herausforderungen sind im Vergleich zum ersten Teil noch größer geworden: „TRIXTER hat zwischen den beiden LILLI-Filmen auch andere Projekte realisiert und sich weiter entwickelt. Diese Erfahrungen finden natürlich jetzt Anwendung. Außerdem haben wir einen zweiten animierten Charakter. Damit gibt es neuen Spaß bei der Interaktion zwischen diesen beiden Figuren.“ Dieser zweite Charakter ist Suki, ein weiblicher Flaschengeist, in den sich Hektor verliebt. Laut Coldewey kann man sich das in etwa so vorstellen: „Wir müssen jemanden schaffen, der sich auf Augenhöhe mit Hektor befindet, das muss sich im Design bereits wiederspiegeln. Als Zuschauer muss man lauthals lachen, wenn man sieht, wie Hektor sich in Suki verliebt. Außerdem wollen wir dem Konzept treu bleiben: Hektor sieht zwar nicht aus wie Mittermeier, aber man erkennt ihn durch seine Sprache, seine Gestik und seine ‚Frechheit’. Und das Gleiche werden wir auch mit der Figur der Suki machen.“

Produktion: Design und Visuelle Effekte

Auch bei den visuellen Effekten wird sich eine Menge tun. Gerade die Integration von Hektor wird extrem große Sprünge nach vorn machen. Coldewey erklärt: „Im ersten Teil sollte Hektor von Lilli mit Leons Spielzeug verwechselt werden. Deshalb haben wir ihn stark an das Spielzeug angeglichen. Im zweiten Teil ist er sehr viel draußen, an der Sonne, in der Landschaft und wird mit Geckos und Eidechsen verwechselt. Dadurch wird er an die Tiere, die dort leben, angepasst. Wenn Hektor beispielsweise auf dem Elefanten reitet, dann wird er noch einmal ein ordentliches Make-up erhalten. Das heißt: Was die Struktur der Haut betrifft, wird es keinen Unterschied mehr geben zwischen dem Elefanten und Hektor. Oder wenn er auf die gedeckte Tafel springt, dann soll der mit seiner Fleischgabel bewaffnete Mandolaner und damit auch der Zuschauer denken ‚Oh, super, da kommt ja noch eine Leckerei ganz frisch angeflogen.’ So realistisch muss das sein.“

HEXE LILLI – DER DRACHE UND DAS MAGISCHE BUCH war der erste deutsche Film, der ganz offiziell das Disney-Label tragen durfte. Nach dem Erfolg des Originals darf sich nun auch die Fortsetzung damit schmücken. Für Michael Coldewey, der ja von der Animation her kommt, hatte der Name Disney schon immer einen besonderen Klang: „Walt Disney, das ist nicht nur so aufs Plakat geklebt, das erzeugt bei mir durchaus auch ein besonderes Verantwortungsgefühl im Umgang mit diesem Label. Denn hier geht es nicht darum, im Alleingang irgendwelche Figuren einfach munter drauf los zu entwickeln, sondern das ist von Anfang an Teamarbeit. Die Mitarbeiter bei Disney mit denen man es zu tun hat, sind alle sehr familiär und freundschaftlich eingestellt, so dass man sich einfach total gut aufgehoben fühlt. Man spürt nicht, dass da ein riesiger Weltkonzern hinter steckt.“

Corinna Mehner kann dem nur zustimmen: „Es hat uns in Europa jedenfalls sehr viel Aufmerksamkeit gebracht. Dass wir diese großen Starts in anderen Ländern hatten, hat sicher auch damit zu tun, dass man an die Qualität von Disney glaubt. Bei der Finanzierung des zweiten Teils haben wir nun auch gemerkt, dass unser Projekt als europäisches Franchise anerkannt wird. Und dass uns auch Eurimages mit einem schönen hohen Betrag gefördert hat, bedeutet, dass HEXE LILLI als europäischer Kinderfilm tatsächlich funktioniert.“

Das völkerverbindende Element findet sich nicht nur bei Förderern und Finanzierung, auch die Geschichte selbst spiegelt dieses wider, so Mehner: „Dass ein europäisches Kind im Alltag auf ein indisches trifft, besitzt einen sehr großen Reiz. Das spüren wir auch bei unseren Gesprächen – sei es nun mit dem indischen Konsulat, Disney Indien oder Disney Deutschland – das Zusammenbringen der Kulturen auf Kinderebene ist eine wunderbare Idee.“

Dieser Ansatz ist auch Michael Coldewey sehr wichtig: „Völkerverständigung ist ein oft strapaziertes Wort, das eigentlich keiner mehr hören will – aber über die Kinder funktioniert das hier wirklich gut. Das erleben wir jetzt mit HEXE LILLI durch Deutschland und Indien. Und da wir es mit einem Franchise zu tun haben, also mit einer Kinoserie, werden wir dies auch in Zukunft fortsetzen. Das ist das Besondere an unseren Filmen.“

Es versteht sich von selbst, dass auch alle weiteren Positionen hinter der Kamera mit Spitzenkräften besetzt sind. So sorgt Christoph Kanter, der gerade das Szenenbild für Michael Hanekes Cannes-Gewinner DAS WEISSE BAND gemacht hat, für die prächtigen Bauten, während die in Spanien lebende Sabina Daigeler, die unter anderem durch ihre Arbeiten für Pedro Almodóvar bekannt ist, das farbenprächtige Kostümbild kreiert. Wieder mit an Bord ist auch Klaus Badelt (Fluch der Karibik), der die Filmmusik komponiert. Und für die Tanzszenen hat man sich Verstärkung aus Indien geholt. Corinna Mehner: „Wir haben den angesagtesten Bollywood-Choreografen Bombays engagiert. Er ist so etwas wie der indische Dieter Bohlen, moderiert das Äquivalent zu ‚Deutschland sucht den Superstar’. Er wird auch seine Tänzer mitbringen. Das wird super gut und vor allem sehr authentisch.“