Herzdamen

  1. Ø 0
   2006
Herzdamen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Herzdamen: TV-Komödie um drei Wienerinnen in den besten Jahren, die einen männerlosen Neuanfang in Sachsen wagen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Am Anfang ist ein Schlussstrich. Nach 31 Ehejahren, in denen sie dem Gatten diverse Fehltritte verziehen hat, mag die Wienerin Maria Lieblich (Thekla Carola Wied) nicht mehr. Doch die Flucht nach Sachsen ins geerbte Elbschlösschen endet mit einem bösen Erwachen: Der schuftige Gatte (Miguel Herz-Kestranek) hat ihr nicht nur einen Ehevertrag abgenötigt, der ihr den Zugriff aufs gemeinsame Konto verwehrt; er kann auch eine Abtretungserklärung vorweisen, derzufolge sich sogar das sächsische Erbe in seinem Besitz befindet.

    Dabei hatte Maria dank der selbstlosen Hilfe ihrer Freundinnen Carola (Katerina Jacob) und Steffi (Mona Seefried) das völlig heruntergekommene Gebäude liebevoll wieder hergerichtet, um dort ein Pendant zu ihrem Wiener Restaurant zu eröffnen: „Lieblich an der Elbe“. Alles scheint vergebens, doch dann kommt Hilfe von völlig unerwarteter Seite.

    Eine hübsche Geschichte (Buch: Cornelia Willinger), die als innige Frauenfreundschaft beginnt, zwischendurch viel Chaos produziert und schließlich als multiple Romanze endet. Karola Hattop inszeniert die überschaubare, immer wieder aber mit kleinen Überraschungen aufwartende Handlung zwar mit angezogener Handbremse, aber der Film ist dennoch durchaus sehenswert. Dass wie stets in Produktionen des MDR niemand sächsisch spricht, fällt kaum auf, denn die Wienerinnen reden auch nicht österreichisch.

    Trotzdem sind die Begegnungen zwischen den Kulturen ungleich schöner als die schon vielfach gesehenen Eheszenen zwischen den beiden Wirtsleuten. Der Film ist beinahe eine Hommage gerade an die sächsischen Männer (repräsentiert unter anderem durch Hansjürgen Hürrig), die sich von ihrer besten Seite zeigen dürfen. Als erstes knistert es zwischen dem Sparkassendirektor und Steffi, der pensionierten Familienrichterin. Endgültig gewonnen haben die drei Frauen von der Donau, als Carola der an Leukämie erkrankten kleinen Nachbarstochter Knochenmark spendet. Dank vieler emsiger Helfer ist das Schloss im Nu restauriert; aber ausgerechnet jetzt spielt der sitzen gelassene Gatte finster seinen letzten Trumpf aus. Angesichts der mitunter angenehm boshaften Dialoge, einer malerischen Elblandschaft und der bis zum Schluss fast märchenhaft anmutenden Geschichte schaut man milde gestimmt über die eine oder andere Ungereimtheit hinweg. tpg.

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