Heist - Der letzte Coup

   Kinostart: 31.01.2002

Filmhandlung und Hintergrund

Gekonnte und unterhaltsame Mischung aus "Haus der Spiele" und "Rififi", in dem die Hollywood-Haudegen Gene Hackman, Danny DeVito und Delroy Lindo mit Freude bei der Sache sind.

Als der alternde, hochprofessionelle Meisterdieb Joe Moore bei einem minutiös geplanten Juwelenraub von einer Überwachungskamera gefilmt wird, will er seine Karriere beenden und mit seiner jungen Frau den Ruhestand genießen. Doch sein Hehler Bergman zwingt ihn zu einem letzten Coup, eine Ladung Gold soll aus einem Flugzeug geklaut werden.

Joe Moore ist der Gentleman unter den Ganoven. Sein blütenreines Vorstrafenregister gerät jedoch in Gefahr, als er bei einem Einbruch von der Überwachungskamera gefilmt wird. Hehler Bergman wittert seine große Chance und zwingt den Intellektuellen-Gangster dazu, noch einen großen Coup für ihn durchzuziehen. Erst nachdem Moore eine Ladung Gold aus einem Flugzeug geklaut hat, soll er sich in den verdienten Ruhestand begeben dürfen. Kein Problem für den angegrauten Kriminellen. Doch seine junge Ehefrau hat andere Pläne…

Hehler Bergman zwingt den Intellektuellen-Gangster Joe Moore dazu, noch einen großen Coup für ihn durchzuziehen. Kein Problem für den angegrauten Kriminellen, doch seine junge Ehefrau hat andere Pläne… David Mamet inszenierte für Krimifreunde mit Stilempfinden eine wunderbare Mischung aus Film noir und spannendem Gaunerstück.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Heist - Der letzte Coup: Gekonnte und unterhaltsame Mischung aus "Haus der Spiele" und "Rififi", in dem die Hollywood-Haudegen Gene Hackman, Danny DeVito und Delroy Lindo mit Freude bei der Sache sind.

    Oldies but goldies. Ob nun aufs Genre und seine Handhabung oder auf Darsteller und Macher gemünzt, David Mamets jüngster Spielfilm ist ein im besten Wortsinn altmodischer Krimi, in dem die Hollywood-Haudegen Gene Hackman, Danny DeVito und Delroy Lindo als Ganoven sichtlich mit Freude bei der Sache sind. Und da auch harte Jungs manchmal ausspannen müssen, sorgt bei dieser gekonnten Mischung aus „Haus der Spiele“ und „Rififi“ Mamets Ehefrau Rebecca Pidgeon als Gangsterbraut für die nötige Portion Sex-Appeal.

    Schon das Warner Bros.-Logo zu Filmbeginn verrät’s: Im altmodischen Schwarz-weiß erstrahlt das Studioemblem und kündigt an, was folgen wird, nämlich ein klassisches caper movie. Kehrt Warner hier zu seinen Wurzeln zurück, zu den Gangsterfilmen der dreißiger und vierziger Jahren, die den Ruhm dieses Studios begründeten? Thematisch und inhaltlich sicherlich, stilistisch und handwerklich ist „Heist“ freilich ganz dem 21. Jahrhundert verpflichtet. Selbst Autor und Regisseur David Mamet („Die unsichtbare Falle“, „Winslow Boy“), sonst eher für gemächliches Tempo, ausgiebige Dialoge und intellektuelle Action bekannt, beweist hier, dass er ganz zeitgemäß durchaus auch etwas von Spannungsaufbau, Schießereien, Verfolgungsjagden und Liebesszenen versteht.

    Was natürlich nicht heißt, dass der renommierte Bühnenautor und Pulitzer-Preisträger („American Buffalo“, „Glengarry Glen Ross „) auf „Rambo“-Niveau absinkt. Sein Held, Joe Moore, ist vielmehr ein cooler Intellektueller, der nun einmal seinen Lebensunterhalt als Dieb bestreitet und sich nach eigenen Aussagen nicht einmal räuspert, ohne dafür einen Alternativplan zu haben. Besonders stolz ist Moore darauf, noch nie aktenkundig geworden zu sein. Bis er eines Tages bei einem minutiös geplanten Juwelenraub von einer Überwachungskamera gefilmt wird. So hat sein Hehler Bergman ein Druckmittel gegen ihn in der Hand. Er zwingt ihn, noch einmal auf Diebestour zu gehen, diesmal, um eine Ladung Gold aus einem Flugzeug zu stehlen. Erst dann winkt der Ruhestand auf dem selbstgebauten Segelboot - junge Ehefrau selbstredend inklusive. Aber kann, will die Herzdame noch solange warten, bzw. hat sie überhaupt Lust auf ein Leben ohne Nervenkitzel…

    „Heist“ ist in puncto Gewalt und Ironie ein film noir, in Sachen (Ganoven-)Ehre respektive dem Mangel an selbiger ein Gangsterfilm und bezüglich der (stilisierten) Sprache purer Mamet. Gewandt gehen die Gangster-Oldies - Gene Hackman, Delroy Lindo und der wunderbare Ricky Jay als „Organisierer“ Pinky Pincus leben förmlich ihre Rollen - mit Worten um und genauso sicher bewegen sie sich bei ihren Raubzügen voran. Ganz anders da die wirklich „Bösen“, der ewige Zappler und Schreihals Danny DeVito als schlitzohriger Hehler, der für einen Minimalgewinn seine Mutter verkaufen wurde, oder sein willfähriger Helfer Jimmy (aalglatt: Sam Rockwell), der, um ans Ziel seiner Wünsche zu kommen, sogar den Körper als Waffe einsetzt - sehr zur Freude von Moores Gattin (verführerisch und undurchsichtig: Rebecca Pidgeon). So wird nur vordergründig mit Fäusten und Waffen gekämpft, während sich der alles entscheidende Kampf in den Gehirnen der Protagonisten abspielt.

    Auf der Leinwand zollt Mamet derweil „Rififi“ und „Topkapi“ Tribut. Die gekonnt flüssig inszenierten, spannenden Überfälle auf den Juwelenladen und das Flugzeug brauchen sich vor den großen Vorbildern nicht verstecken und auch an Tempo, Timing, Schnitt und Kameraarbeit gibt es nichts auszusetzen. Es scheint fast so, als wollte der an den Kinokassen nicht gerade verwöhnte Filmemacher hier eine Action-Variante seines hintersinnigen Thrillers „Haus der Spiele“ abliefern. Nur beim Finale überdreht er die Schraube etwas, lässt die Story einen Haken zuviel schlagen, was in diesem Fall dem sonst recht glaubwürdigen Plot abträglich ist. Dennoch dürfte dieses grundsolide, unterhaltsame Werk, entsprechend vermarktet und in den richtigen Kinos platziert, beim (älteren) Publikum auf Interesse stoßen. geh.

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    Kino.de Redaktion  

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