Heiratsschwindlerin mit Liebeskummer

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   2006
Heiratsschwindlerin mit Liebeskummer Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Heiratsschwindlerin mit Liebeskummer: TV-Komödie: Eine Kioskbesitzerin in finanziellen Nöten betätigt sich als Heiratsschwindlerin...

Weil die Pachtraten für ihren Kiosk schon seit Monaten überfällig sind, gibt die verzweifelte Therese eine betrügerische Heiratsannonce auf: Hoffnungsvolle Briefschreiber, die möglichst weit weg wohnen, bittet sie um Geld für die Reise. Landwirt Peter aber lässt sich nicht beirren und kommt nach Wuppertal. Als ihm klar wird, dass er reingelegt worden ist, betrinkt er sich in Thereses Kiosk. Die beiden verlieben sich, doch Therese bringt es nicht fertig, ihm die Wahrheit zu sagen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, ist mitunter jedes Mittel recht. Deshalb wird die Wuppertalerin Therese, eine durch und durch ehrliche Haut und alleinerziehende Mutter einer verzweifelten 15-Jährigen, in ihrer Verzweiflung zur Schwindlerin.

    Weil die Pachtraten für ihren Kiosk schon seit Monaten überfällig sind und Tochter Nadine unbedingt Geld für die Klassenfahrt braucht, gibt Therese eine Heiratsannonce auf. Hoffnungsvollen Briefschreibern, die möglichst weit weg wohnen, verspricht sie einen Besuch und bittet um Geld für die Reise. Landwirt Peter (Heikko Deutschmann) aber lässt sich nicht beirren und will der Sache auf den Grund gehen. Als ihm klar wird, dass er betrogen worden ist, verirrt er sich in Thereses Kiosk – das Städtchen Bergischen Land ist schließlich übersichtlich – und betrinkt sich. Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden verlieben sich, doch Therese bringt es nicht fertig, ihm die Wahrheit zu sagen, die er dann prompt selbst herausfindet; aus die Maus.

    Keine sonderlich spektakuläre Geschichte also, die allerdings mit einem unübersehbaren Faible für die „kleinen Leute“ erzählt wird. Kein Wunder: Hauptdarstellerin Ann-Kathrin Kramer hat das Drehbuch (mit Unterstützung von Erwin Keusch) selbst geschrieben. Sie wollte „gerne von Menschen erzählen, die nicht im Penthouse wohnen und Cabrio fahren“. Und das tut sie. Thereses Kiosk soll einem Shopping-Center weichen, was nicht nur ihr, sondern auch diversen verkrachten Existenzen einen kräftigen Strich durch die Lebensplanung machen würde: Die Büdchenbesitzerin ist so etwas wie das emotionale Kraftwerk für alle, die mühselig und beladen sind. Doch der Plan des abgefeimten Bankers, der Therese mit seinen Forderungen in den Ruin treibt, geht nicht auf: Stammkunde Alfred (Heinrich Schmieder) kriegt raus, dass der feine Pinkel Dreck am Stecken hat. Als die Bagger schon in Position stehen, kommt es zum live übertragenen Showdown vor der laufenden Kamera eines Fernseh-Teams, was auch einem verbitterten Landwirt im fernen Bayern nicht verborgen bleibt.

    Sieht man mal davon ab, dass Regisseur Mark Schlichter die Handlung äußerst zurückhaltend und mit wenig Tempo umsetzt und der bayerische Bauer ein erstaunliches Hochdeutsch spricht, ist „Heiratsschwindlerin mit Liebeskummer“ eine zwar harmlose, aber durchaus unterhaltsame Romanze, die selbstredend konsequent auf die weibliche Hauptrolle zugeschnitten ist. Kramer wiederum, selbst gebürtige Wuppertalerin, ist als einfache Frau vom Kiosk ungleich glaubwürdiger als viele ihrer Kolleginnen in ähnlichen Rollen. tpg.

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