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Heiraten für Fortgeschrittene

Kinostart: 05.09.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Stilsichere Gratwanderung zwischen Komödie und Melodram um eine Mittvierzigerin, die sich in einen jüngeren Mann verliebt.

Schuldirektorin Kate (Andie MacDowell), eine Amerikanerin in der englischen Provinz, ist auf dem besten Weg, eine alte Jungfer zu werden. Jeden Montag trifft sie sich mit ihren Freundinnen vom „Sad Fuckers Club“ zu Gin, Schokolade und Zigaretten. Als eine ihrer Freundinnen der Diät erliegt, macht sie auf der Beerdigung die Bekanntschaft des charmanten, wesentlich jüngeren Organisten Jed (Kenny Doughty). Pech nur, dass dieser Traum von einem Lover ihr Ex-Schüler ist. Die Liaison bleibt nicht ohne Folgen…

Nach einem eigenen Theaterstück inszenierte John McKay diese stilsichere Gratwanderung zwischen Komödie und Melodram, deren typisch britische Pointen und Wendungen sich hinter keiner Beziehungskiste aus Hollywood verstecken müssen.

Schuldirektorin Kate und ihre beruflich ebenso erfolgreichen Freundinnen Molly und Janine hocken im heimatlichen Provinzkaff allmontäglich als „Sad Fuckers Club“ zusammen bei Schokolade, Gin und Zigaretten, und man klagt einander das Leid über die Männerwelt. Doch dann verliebt sich Mittvierzigerin Kate in einen jungen Organisten, der sich als ihr ehemaliger Schüler entpuppt.

Jeden Montag treffen sie sich, die alleinlebenden Mittvierziger Kate, Molly und Janine, die sich selbst ganz unverblümt „Sad Fuckers Club“ nennen. Bei Gin, Zigaretten und Schokolade wird heftig über die Männer bzw. deren Abwesenheit diskutiert. Da trifft Kate auf einer Beerdigung ganz unerwartet ihren Ex-Schüler Jed, der sich nicht nur in geistiger Hinsicht prächtig entwickelt hat. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebesbeziehung, die den beiden Freundinnen so gar nicht gefällt und was schwerwiegende Folgen nach sich zieht…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Heiraten für Fortgeschrittene: Stilsichere Gratwanderung zwischen Komödie und Melodram um eine Mittvierzigerin, die sich in einen jüngeren Mann verliebt.

    Drei Freundinnen und ein Todesfall: John McKay hat für sein Spielfilmdebüt ein eigenes Theaterstück bearbeitet und beeindruckt mit einer stilsicheren Gratwanderung zwischen Komödie und Melodram, wobei er sich letztlich für die Komödie entscheidet, bei der jedoch immer ein Hauch von Melancholie mitschwingt. Drei Single-Frauen über 40, und eine verliebt sich in einen sehr viel jüngeren Mann - kann das gut gehen? Ein Frauenfilm für ein großes, auch männliches Publikum.

    Der Star des Films ist eindeutig Andie MacDowell, und sie fügt sich wunderbar in das so individualistische Ensemble lebendiger britischer Gesichter. In den USA hat sie lange Jahre keine so facettenreiche Rolle zu spielen gehabt wie hier bei McKay, der von ihr eine große emotionale wie auch rationale Variationsbreite fordert - und auch bekommt. MacDowell ist in einer mittelenglischen Provinzstadt die Schuldirektorin Kate, eine amerikanische Einwanderin, die schon fast auf dem besten Wege ist, eine alte Jungfer zu werden. Zusammen mit ihren Freundinnen Molly (Anna Chancellor) und Janine (Imelda Staunton) hockt sie allmontäglich zusammen bei Schokolade, Gin und Zigaretten, und man klagt einander das Leid über die Männerwelt. Allerdings mit sehr viel mehr Witz und Bodenständigkeit als in US-Plots oder gar im deutschen Film. „Sad Fuckers Club“ hat sich diese Dreiergruppe nicht ohne Selbstironie genannt. Beruflich sind die drei Ladies erfolgreich, Molly ist Ärztin und hat schon drei gescheiterte Ehen hinter sich, Janine ist Kriminalkommissarin mit einem pubertierenden Sohn aus einer mittlerweile geschiedenen Ehe. Fast würde alles immer so weiter gehen in dem kleinen Provinzkaff, gäbe es da nicht plötzlich einen jungen Organisten, der Kate bei der Beerdigung einer Kollegin dermaßen fasziniert, dass sie sich ebenso mit ihm auf dem Friedhof zwischen den Grabsteinen liebend wiederfindet. Und es stellt sich heraus, dass der junge Musiker Jed (Kenny Doughty) Kates ehemaliger Schüler ist. Hier kristallisiert sich auch das eigentliche Thema des Films heraus, wie John McKay es selbst formuliert, „die Frage, die wir uns verhalten, wenn unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse den herrschenden Konventionen zuwider laufen“. Zwischen Kate und Jed entwickelt sich eine große Liebe, für die es seelisch und realistisch einen Platz zu finden gilt in dem gesellschaftlichen Terrain lange geübter Vorurteile und Gepflogenheiten. Die beiden Freundinnen wollen das Beste für Kate und erreichen das genaue Gegenteil, lösen eine tödliche Katastrophe aus, weil sie viel zu weit gegangen sind. Und als es am Ende fast doch noch eine Hochzeit gibt, rückt die Polizei ein. So findet McKay, immer wenn es zu realistisch eindeutig werden sollte, den pfiffigen Dreh zur komödiantisch leichten Wende und damit zur vergnüglichen Unterhaltung. fh.

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