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Heirate meine Frau

  
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Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie: Ein Scheidungsanwalt wird dazu erpresst, die wenig anziehende Ex-Frau eines mit seiner Hilfe fast ruinierten Großbäckers zu ehelichen.

Scheidungsanwalt Severin hat alles im Griff. Flottes Auto, schicke Wohnung, toller Job; und die Beziehung zu Flugbegleiterin Valerie lässt jede Menge Raum für Abenteuer. Eines Tages aber ändert sich sein Leben total: Der Ex-Gatte von Mandantin Leonie ist die teuren Unterhaltszahlungen satt. Und weil Severin die Daten der geschiedenen Damen zwecks Verkupplung zu verkaufen pflegt, macht der Mann ihm ein Angebot, dass Severin nicht ablehnen kann: Sie heiraten meine Ex, oder alles fliegt auf!

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Heirate meine Frau: TV-Komödie: Ein Scheidungsanwalt wird dazu erpresst, die wenig anziehende Ex-Frau eines mit seiner Hilfe fast ruinierten Großbäckers zu ehelichen.

    Und wieder schlüpft Heikko Deutschmann nahtlos in die Rolle des oberflächlichen Yuppies, der zu seinem Glück erst gezwungen werden muss. Keine Frage, dass er sein Lebensmotto - „Liebe ist der Triumph der Einbildungskraft über die Intelligenz“ - alsbald in Frage stellen wird. Die Grundidee ist zwar hübsch, hat aber einen Haken: Wie schon kürzlich in der ZDF-Romanze „Blindes Vertrauen“ (auch aus Frankfurt, auch mit Deutschmann) bleiben die Gefühle Behauptung. Völlig zu Recht stellt Kinderbuchkünstlerin Leonie fest, dass Severin Frauen wie sie normalerweise nicht mal ignoriere. Nun ist es bei Autoren zwar durchaus beliebt, Katz‘ und Hund zum Paar zu schmieden, doch in der Regel ist das Objekt der männlichen Begierde dann auch attraktiv, charismatisch und intelligent. Saskia Vester aber spielt ihre Leonie, wie sie Frauen dieses Typs grundsätzlich spielt: mit eingebautem Opferblick, der wechselweise Hilflosigkeit oder Begriffsstutzigkeit signalisiert. Außer Beschützerinstinkten wird da gar nichts geweckt, weshalb von Attraktion keinerlei Rede sein kann.

    Sieht man mal vom Happy End ab, dass man bei all seiner Unvermeidbarkeit dennoch nicht wahrhaben will, ist die Geschichte enttäuschend vorhersehbar; kaum zu glauben, dass das Drehbuch von Thomas Kirdorf (und Martina Brand) stammt, immerhin Autor von preisgekrönten Filmen wie „Der neue Mann“ oder „Eine fast perfekte Liebe“. Aber selbst Regisseur Hajo Gies, dank „Schimanski“ immer noch eine Legende, hat ja mit „Alpenglühen“ (ebenfalls nach Kirdorf) bewiesen, dass er auch anders kann. „Heirate meine Frau“ ist zwar keine Degeto-Produktion, könnte aber ebenso gut den Frauen-Freitag im „Ersten“ schmücken. Gies‘ Inszenierung ist spürbar bemüht, alle Aufgeregtheit zu vermeiden, das Tempo ist hübsch bedächtig und die Musikauswahl ähnlich einfallslos wie die Versatzstücke aus Boulevardkomödien (es gibt sogar den Mann im Schrank); kein Wunder, dass die Darsteller kaum gefordert werden. tpg.
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