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Heimweg

Kinostart: 24.08.2000

Filmhandlung und Hintergrund

Sehr anrührendes und simples Melodram über eine langsam erblühende Liebe zwischen Bauernmädchen und Schullehrer im China der fünfziger Jahre.

Nach Jahren kehrt ein junger Mann in die Provinz zurück, um seinen Vater, zu Grabe zu tragen. Seine Mutter besteht darauf, dass der Leichnam in einem Fußmarsch in sein Heimatdorf gebracht wird. Der Grund dafür reicht in die fünfziger Jahre zurück, als sie sich als unschuldiges Bauernmädchen und er als neuer Dorfschullehrer kennenlernten und Jahre lang um ihre Liebe kämpfen mussten.

Nach vielen Jahren reist Luo Yusheng wieder einmal in sein chinesisches Heimatdorf. Doch das Wiedersehen ist bedrückend, da seine Mutter gerade das Leichentuch für den verstorbenen Vater webt. Während er sie bei der mühsamen Arbeit beobachtet, erinnert sich Yusheng an die 40 Jahre zurückliegende, bewegende Romanze seiner Eltern - dem schönen Bauernmädchen und dem jungen Dorfschullehrer. Eine Liebe, die zu Zeiten traditioneller Ehestiftung heiß diskutiert und von den Hindernissen der Kulturrevolution auf eine harte Probe gestellt wurde.

Luo Yusheng kehrt in sein Heimatdorf zurück, um seinen Vater zu Grabe zu tragen. Er erinnert sich an die bewegende Romanze seiner Eltern zur Zeit der Kulturrevolution.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Heimweg: Sehr anrührendes und simples Melodram über eine langsam erblühende Liebe zwischen Bauernmädchen und Schullehrer im China der fünfziger Jahre.

    Der Film im Wettbewerb der Berlinale mit der einfachsten Geschichte und den seit Gedenken schönsten Cinamascope-Bildern von Landschaften im Wechsel der Jahreszeiten. Wer Zhang Yimous Schnee, der auf Birken fällt, und die anderen gewaltigen Aufnahmen chinesischer Landschaften gesehen hat, weiß, welche Bildkraft ohnegleichen dieser Künstler schafft, der einmal die Jury-Präsidentin Gong Li verheiratet war und mit ihr in der Hauptrolle die aufregendsten politischen Filme („Rotes Kornfeld“, „Rote Laterne“, „Judou“, „Die Geschichte der Qui Ju“, „Shanghai Serenade“) drehte, bevor sie sich trennten und er von der Zensur der Volksrepublik gemaßregelt wurde.

    Glücklicherweise haben sich auch angebliche Kenner der Szene geirrt: Gong Li hat für den Silbernen Bären für ihren Ex gesorgt: ohne Vorbehalt bei der Verkündung. Es sieht nur auf den ersten Blick so aus, als habe Zhang Yimou mit diesem großen Gefühlsfilm, einem Melodram reinsten Wassers und ehrlicher Emotionen, seinen Frieden mit China gemacht. In einer Rückblende, die den Hauptteil des Films ausmacht, wird die Liebe einer einfachen Bauerstochter zum neuen Dorfschullehrer zu einem Hymnus auf Tradition und Erinnerung. Die Liebe in Zeiten der Kulturrevolution, die den beiden einiges abverlangt, bevor sie ein Paar werden, wird malerisch, musikalisch und monumental als Urkraft beschworen.

    Gesellschaftskritik liegt zwischen den Bildern. So in den Sequenzen, in denen die Frau nicht beim Bau des Schulhauses helfen dürfen, sondern nur das Essen für die Männer bereitstellen müssen. Oder in der Strafaktion für den Lehrer, der zwei Jahre von seiner Geliebten ferngehalten wird. Zhang Ziyi ist ein bildschönes Mädchen vom Lande, Zheng Hao der scheue aber, wie sich in der Rahmenhandlung herausstellen wird, von allen geliebte Intellektuelle aus der Stadt. Bei entsprechender Verleihsorgfalt sollte der Film ein Publikum ansprechen, das im Melodram einmal etwas anderes als etwa Flaschenpost finden wird. ger.

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