Haus aus Sand und Nebel

   Kinostart: 17.02.2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Anspruchsvolle Bestseller-Verfilmung, in dem ein in die USA emigrierter Iraner einen verzweifelt-tragischen Kampf um sein Haus führt.

Einst floh der Iraner Massoud Amir Behrani (Ben Kingsley), angesehener Offizier des Schah, vor Chomenis Häschern in die Vereinigten Staaten. Dort erwartet ihn und seine Familie ein vergleichsweise würdeloses Unterschichtdasein, aus dem sich nun, zwanzig Jahre später, ein rettender Ausweg dank einer märchenhaft günstigen Küstenimmobilie in Kalifornien bietet. Allerdings ist deren vermeintlich rechtmäßige Besitzerin, eine junge Dame der besseren Gesellschaft auf dem sozialen Sturzflug (Jennifer Connelly), damit alles andere als einverstanden.

Von einer unglücklichen Konfrontation, die sich zum handfesten Rassen- und Klassenkrieg entwickelt, erzählt das von der Kritik in höchsten Tönen gelobte Hollywood-Debüt des ukrainischen Autors und Regisseurs Vadim Perelman.

Ein nach Amerika emigrierter Iraner ersteigert mit seinen letzten Mitteln ein wegen Steuerschulden enteignetes Haus - und bringt sich und seine Familie damit ungeahnt in größte Schwierigkeiten: Die ehemalige Besitzerin, eine selbstzerstörerische Alkoholikerin, beginnt im Kampf um das Haus eine juristische Konfrontation mit tragischen Folgen.

Kathy ist mit den Nerven am Ende, hat sie doch in kürzester Zeit erst den Ehemann und dann ihr Heim verloren. Jetzt sitzt sie quasi auf der Straße. Denn in ihrem Haus lebt aufgrund eines Verwaltungsirrtums der Exil-Iraner Behrani, der sein letztes Erspartes zusammengekratzt hat, um seiner Familie ein eigenes Zuhause zu bieten. Zwischen der einsamen Alkoholikerin und dem stolzen Iraner entbrennt in der Folge ein erbitterter Kampf um den Bungalow. Bis sich der verheiratete Polizist Lester in Kathy verliebt und die Situation endgültig eskaliert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Haus aus Sand und Nebel: Anspruchsvolle Bestseller-Verfilmung, in dem ein in die USA emigrierter Iraner einen verzweifelt-tragischen Kampf um sein Haus führt.

    „Mystic River“, „21 Gramm“, „Unterwegs nach Cold Mountain“ - entschlossen freudlose Geschichten scheinen die amerikanischen Filme zu bestimmen, die in der ersten Produktionsphase nach 9/11 entstanden sind: Geschichten, die um Tod und Schicksalsfragen kreisen und sich in allen genannten Fällen durch ihre bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen auszeichnen. So auch Vadim Perelmans Debüt als Autor und Regisseur, in dem die Oscar-Gewinner Ben Kingsley und Jennifer Connelly eine emotionale Tour de Force durchleben. Mit der Adaption des fesselnden Bestsellers über das Scheitern des American Dreams, verpasste Gelegenheiten und Hoffnungen, die sich in Albträume verwandeln, präsentiert Dreamworks einen weiteren hoffnungsvollen Kandidaten im Oscar-Rennen.

    Einen „emotionalen Thriller“ nennt der aus Russland emigrierte Werbespot-Regisseur Perelman seinen ersten Spielfilm, mit dem er nach dem gleichnamigen Roman von Andre Dubus III einen einfachen Bungalow an der nordkalifornischen Küste zum Ausgangspunkt einer unausweichlichen Tragödie macht: Zwei Menschen kämpfen um das Haus, als hinge ihr Leben davon ab. Und das ist tatsächlich der Fall: Auf der einen Seite der stolze Iraner Massoud Amir Behrani (Ben Kingsley), ehemaliger Offizier des Schahs, mit seiner Frau Nadi (Shohreh Aghdashloo) und dem Teenager-Sohn Esmail (Jonathan Ahdout) nach Amerika geflohen, hier mit niederen Jobs dazu gezwungen, den Lebensstil und Stolz der Familie nach außen aufrecht zu erhalten. Behrani ersteigert das Haus als Investitionsobjekt, um es mit Gewinn weiter zu verkaufen, seine Ehre wieder herzustellen und der Familie ein neues Zuhause zu schaffen. Auf der anderen Seite Kathy Nicolo (Jennifer Connelly), die das Haus von ihrem Vater geerbt hat, von ihrem Ehemann verlassen wurde, ohne Arbeit und alkoholabhängig hier ihren einzigen Halt findet. Bis ihr durch einen bürokratischen Fehler dieser genommen und versteigert wird. Eine gerichtliche Auseinandersetzung beginnt, in der Klassen- und Rassen-Fragen ungewollt in den Vordergrund treten. Als sich der verheiratete Polizist und Familienvater Lester Burdon (Ron Eldard) in Kathy verliebt, ihr zu ihrem Recht verhelfen will und Behrani bedroht, läuft der Konflikt durch falsche Entscheidungen und unglückliche Zufälle auf eine erwartungsgemäß unaufhaltsame und doch verstörend-überraschende Katastrophe hinaus.

    Wo die inneren Gefühlswelten der Protagonisten in Aufruhr sind, lässt Kameramann Roger Deakins („A Beautiful Mind“) Nebel von der Küste aufwallen, findet Bilder der kalifornischen Landschaft von bisweilen mystischer Symbolik und lässt am Ende Sturm und Regen wie Emotionen aufbrausen, unterstützt von James Horners wuchtigem aber stets effektivem Piano- und Streicher-Score. Nah an der charakterorientierten Vorlage bleiben Perelman und Koautor Shawn Otto mit ihrem Drehbuch, das die Perspektiven der zwei Hauptfiguren verbindet und sich auf die von Dubus genau beschriebenen inneren Dramen der Figuren konzentriert. Mit gewohnter Präzision und Disziplin spielt Kingsley Behrani als stolzen ewigen Soldaten, der seine Alltagskleidung wie eine Uniform trägt. Jennifer Connelly bietet als verwundete, einsame Seele mit gelegentlichen Ausbrüchen von Unbeschwertheit und leiser Hoffnung ihrer schieren Verzweiflung Einhalt, und Ron Eldard („Black Hawk Down“) meistert seinen schwierigen, unliebsameren Part meisterhaft, ebenso wie die iranische Schauspielerin Aghdashloo in der Rolle von Behranis Ehefrau Nadi, die Kathy mit Sympathie und Güte begegnet. Aghdashloos faszinierendes Gesicht vermag jeder Emotion und vor allem ihrer Machtlosigkeit gegenüber den Ereignissen Ausdruck verleihen, die wie eine Naturgewalt über alle hereinbrechen.

    Mit tragischer Ironie werden diese wie eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, als jeder Einzelne an seinem Recht und seinen Träumen festhält, wie es das Land der unbegrenzten Möglichkeiten propagiert. So kommt die verwirrende Dynamik von Gut und Böse, mit der beide Seiten gleichwohl in ihrem Bestreben fehlerhaft und schuldig werden, zugleich als Metapher für den Konflikt zwischen Nahem Osten und der Neuen Welt daher und in seiner schonungslosen Ausweglosigkeit nicht gerade als leichter Stoff, jedoch ohne Zweifel als wichtiger, kluger, durch und durch emotional erschütternder und gewaltiger Film. cm.

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