Ganze acht Filme bescherte uns die „Harry Potter“-Reihe im Kino. Jeder Fan hat dabei sicherlich seinen Lieblingsteil, wobei viele „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ bei den Filmen zu ihren absoluten Favoriten zählen. Der dritte Teil der Reihe wäre aber beinahe völlig anders geworden, wie sein Regisseur jetzt nach 14 Jahren verriet.

Nachdem die ersten beiden Filme klar auf ein kindliches Publikum zuschnitten waren, wurde „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ deutlich düsterer. Entscheidenden Anteil daran hatte der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón, der später noch mit „Children of Men“ und „Gravity“ auf sich aufmerksam machen sollte. Seine kreative, beeindruckende Regie ist einer der Gründe, warum der dritte Teil bei vielen Kritikern als der beste der Reihe gilt.

Eigentlich wollte Cuarón, der damals „Harry Potter“ überhaupt nicht kannte, den Film aber gar nicht drehen, wie er jetzt IndieWire verriet. Sein mexikanischer Regie-Kollege Guillermo del Toro fragte ihn seinerzeit, welche Projekte bei Cuarón anstehen. Der antwortete: „Ich bin im Rennen für ‚Harry Potter‘, kannst du dir das vorstellen?“ und machte sich anschließend lustig über das Angebot. Bis del Toro anfing, ihn zu beleidigen.

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„Du bist solch ein verdammter arroganter Bastard“, meinte del Toro zu Alfonso Cuarón und deckte ihn noch mit einigen spanischen Schimpfworten ein, die Cuarón nicht übersetzen konnte oder wollte. „Du gehst jetzt sofort zu dem nächsten verdammten Buchladen, holst dir die Bücher und dann wirst du sie lesen und mich direkt danach anrufen“, forderte del Toro seinen Kollegen anschließend barsch auf.

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Cuarón kam der freundlichen Bitte nach und mitten in „Der Gefangene von Askaban“ realisierte er, dass er das Regieangebot auf keinen Fall ablehnen kann. „Das Material ist wirklich gut“, sagte er anschließend zu del Toro am Telefon, der ihn zur Belohnung mit einem weiteren spanischen Schimpfwort wegen seiner anfänglichen Arroganz bedachte. Für Alfonso Cuarón selbst war seine Arbeit an dem „Harry Potter“-Film laut eigener Aussage eine Lehrstunde in Sachen Demut. Er konnte zwar seine eigene Vision einbringen, aber musste zugleich respektieren, was die Fans an den bisherigen Teilen liebten.

Wer auf die gefeierten Regiekünste von Cuarón nicht verzichten möchte, kann sich in naher Zukunft über seine neueste Arbeit freuen. Zwar inszeniert er diesmal keinen „Harry Potter“-Film, aber dafür erwartet uns ein Herzensprojekt von ihm. Der Netflix-Film „Roma“ handelt von einer Familie in Mexiko-Stadt und heimste bisher einige Lobeshymnen von Kritikern ein. Ein offizieller Release bei dem Streaming-Dienst ist zwar noch nicht bekannt, aber „Roma“ könnte uns durchaus noch dieses Jahr erreichen.

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