Filmhandlung und Hintergrund

Thriller aus Österreich von Regiedebütant Paul Finelli, unter anderem mit Peter Fonda in einer Hauptrolle.

Lange Jahre hat der ehemalige Elitesoldat Lazarus privat und geheim nach jenem hochrangigen Al-Quaida-Führer gefahndet, der nun gefesselt in einem versteckten Bunker unter einem Wiener Bahnhof in seiner Gewalt ist. Für Lazarus ist die Zeit gekommen, Rache zu nehmen an dem Mann, der an den Anschlägen am 11. September beteiligt war und den Tod seines Vaters verschuldet hatte. Doch der überaus rechtschaffene Gefangene packt aus - und erzählt dem ungläubig Staunenden seine Version über Afghanistan, Al-Quaida, die CIA und ihren schmutzigen Machenschaften.

Ein Elitesoldat, dessen Vater im World Trade Center starb, schnappt sich einen der Hauptverdächtigen zum Privatverhör. Alternative Theorien zu 9/11 bilden die Grundlage für diesen Low-Budget-Politthriller mit Peter Fonda.

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Kritikerrezensionen

  • Harodim - Nichts als die Wahrheit?: Thriller aus Österreich von Regiedebütant Paul Finelli, unter anderem mit Peter Fonda in einer Hauptrolle.

    Veteran Peter Fonda erklärt in einem Kammerspiel, das als Polit- und Verschwörungsthriller funktioniert, die neue Weltordnung nach 9/11.

    Angeblich fand der auf Philip K. Dick spezialisierte Drehbuchautor Paul Finelli für sein Regiedebüt keine amerikanischen Finanziers, weshalb sein intensiv ein Verschwörungsgarn spinnendes Drei-Personen-Kammerspiel nun in einem Bunker unter einem stillgelegten Wiener Bahnhof stattfindet. Aus dem dialogreichen Kopfkino entwickelt sich durch ein wahres Sperrfeuer an Nachrichtenausschnitten eine geradezu actionreiche Dokufiction über den War on Terror, die Machenschaften der CIA und den wahren Ursprung von Al Quaida. Die, durchaus augenzwinkernde, Wahrheits-Botschaft verkündet ein namhaftes Schauspieltrio, bei dem sich Michael Desante („The Hurt Locker„) als muslimischer Terrorist und Hollywood-Altstar Peter Fonda als Strippenzieher deutlich mehr profilieren können, als der eigentliche Protagonist Travis Fimmel („The Experiment„), der als ehemaliger Elitesoldat Lazarus die Ereignisse in Gang setzt.

    Dieser hat in langjähriger Einzelarbeit, für die er sogar den eigenen Tod vortäuschte, einen hochrangigen Al-Quaida-Funktionär in seine Gewalt gebracht. Nun will er seinen Racheplan vollenden, aus dem gefesselten Terroristen das Geständnis über seine Beteiligung am 11. September herauspressen, bei dem er seinen Vater verlor. Das erwartete Psychoduell hebt an, der distinguierte Attentäter packt aus - und liefert dem ungläubigen Soldaten brisante Informationen über Afghanistan, wo Al-Quaida mit Hilfe der CIA als sunnitisches Widerstandsnetzwerk gegen die Sowjets gegründet wurde. Damit entsteht eine Alternativdeutung der offiziellen Historie mit spannenden Enthüllungen rund um die Anschläge auf das World Trade Center.

    Finelli ist sich der Gefahr von talking heads bewusst, weshalb er alles mit rasant montiertem Nachrichtenmaterial illustriert, teils im Stil eines „JFK“ aufrüttelt und permanent Zweifel sät. Dadurch entsteht eine Art Kopfkino-Thriller mit fesselnden Actionqualitäten aus der Welt des militärisch-industriellen Komplexes und den Black Ops, also den Goldstandards des Spionage- und Verschwörungskinos. Bis zum letzten Drittel findet sich darin nichts, was nicht auch im Spiegel oder Sachbüchern enthüllt wurde. Viel Zündstoff, der mit seiner unentwegten Informations-Überfütterung für Schwindelgefühle sorgt. Erst in einer - wenig überraschenden - persönlichen Wendung verliert die packende Fiktion, die sich mit Fakten authentifiziert, selbst den Boden unter den Füßen. Doch selbst dann verkörpert Peter Fondas machiavellistischer Monolog, eine antidemokratische Gesellschaftstheorie, brillant den Geist der Geheimdienste. Wenn Obama am Ende schließlich Bin Ladens Tod verkündet, dürften nicht nur konspirative Kinogänger hitzig über die Lügen unserer Zeit diskutieren. tk.

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