Filmhandlung und Hintergrund

Emotionsreiches Baseballdrama, in dem ein Tickethehler durch das Coachen eines Kinderbaseballteams zur Besinnung kommt.

Connor O\’Neil (Keanu Reeves) muss als überschuldeter Sportticket-Hehler den Job eines Baseball-Trainers für Kinder übernehmen. Das Team ist mehr als lausig, beeindruckt den unwilligen Coach aber durch eine nicht totzukriegende Stehauf-Männchen-Mentalität.

Brian Robbins\‘

Conor O\’Neill ist ein Sporttickethehler mit Wettschulden, der den Job als Coach eines Kinderbaseballteams im finstersten Ghetto Chicagos nur widerwillig annimmt. Angesichts deren unerschütterlichen Stehaufmännchen-Mentalität muss Conor seine eigene Charakterschwäche erkennen. Nach einer herzzerreißenden Tragödie setzt er auch für sich neue Prioritäten.

Dem kleinkriminellen Tickethehler Conor O\’Neill steht das Wasser bis zum Hals. Weil er bei diversen Buchmachern tief in der Kreide steht, lässt er sich von seinem Kumpel Jimmy dazu überreden, ein Baseballteam unterprivilegierter Kinder zu trainieren. Die Ghetto-Kids lassen sich vom ihrem harten Los nicht unterkriegen, und so geht auch Conor allmählich ein Licht auf. Inspiriert von seinen Schützlingen und deren idealistischer Lehrerin Elizabeth, erkennt der Misanthrop allmählich, das man dem Leben durchaus auch positive Seiten abgewinnen kann.

Der unter Geldproblemen leidende Kleinkriminelle Conor lässt sich überreden, ein Baseballteam unterprivilegierter Kinder zu trainieren. Der nicht zu brechende Optimismus seiner Schützlinge färbt auch auf ihn ab. Baseball-Märchen, in dem Keanu Reeves nach „Sweet November“ erneut einen Läuterungsprozess durchlaufen darf.

Alle Bilder und Videos zu Hardball

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User ø 0,0
(0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimme)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Hardball: Emotionsreiches Baseballdrama, in dem ein Tickethehler durch das Coachen eines Kinderbaseballteams zur Besinnung kommt.

    Seelisch angeknackste Figuren mit Bedarf an spiritueller Erneuerung sind in der Nachernte von „Matrix“ Keanu Reeves‘ bevorzugter Rollentypus. In „Helden aus der zweiten Reihe“ mimte er einen motivationslosen Footballspieler und in „Sweet November“ ließ er sich als materialistischer Yuppie von Freigeist Charlize Theron heilen. In dem Baseballdrama „Hardball“ spielt er jetzt einen Tickethehler ohne Rückgrat, mit Wettschulden, der seine Erlösung vom Spielteufel durch das Trainieren eines Baseballteams schwarzer Ghettokinder findet.

    Regisseur Brian Robbins („Varsity Blues“), dessen Baseball-Romanze „Summer Catch“ mit Freddie Prinze Jr. derzeit ebenfalls in den US-Kinos läuft, adaptiert in dieser stromlinienförmigen Mixtur aus „Die Bären sind los“ und „Gegen jede Regel“ Daniel Coyles Autobiographie „Hardball : A Season In The Projects“. Der Autor verarbeitet darin seine Erfahrungen als Trainer eines Little-League-Baseballteams in dem berüchtigten Chicagoer Cabrini-Green-Wohnprojekt. Im Film wird Coyle zu Conor O’Neill, der mit einer gehörigen Abreibung in einer Sportbar in den Film eingeführt wird. Conor schuldet mehreren Buchmachern hohe Beträge, und als ihm sein Freund Jimmy (Mike McGlone) statt eines Darlehens einen Job als Coach aufdrängt, nimmt er widerwillig an. Das Team der Kekambas ist ein Haufen kleiner Strolche zwischen neun und zwölf Jahren, die im härtesten Ghetto der Stadt zu Hause ist. Die Szenen innerhalb dieser Wohnkomplexe sind realistisch deprimierend und wirken aus der Perspektive der Kinder betrachtet doppelt höllisch. Als Conor einen seiner Schützlinge fragt, was man in dieser Gegend mache, um Spaß zu haben, erhält er als Antwort: Mit dir Baseball spielen. Anfänglich sieht Conor seinen Job nur als Mittel zum Zweck der Schuldentilgung, doch allmählich erkennt er darin eine wirkliche Aufgabe. Als ihm bewusst wird, dass sich seine Jungs nicht von ihrer harten Umwelt unterkriegen lassen, beschließt er, die eigenen Prioritäten in seinem verkorksten Leben einer Prüfung zu unterziehen.

    Der vorhersehbare Gewinn des Meisterschaftsspiels dient als kathartisches Happy End, nicht ohne dass zuvor einer der jungen Spieler einer herzzerreißenden Tragödie zum Opfer fallen muss. Bei der jungen Besetzung finden sich einige außergewöhnliche Talente, darunter Michael Perkins als abgebrühter Kofi, DeWayne Warren als sein niedlich großmäuliger kleiner Bruder Jarius und Julian Griffith als asthmakranker Jefferson. An ihrer Seite agiert Keanu Reeves gewohnt akzeptabel, wenn er auch ab und zu seine typischen Dude-Manierismen durchscheinen lässt. Die notorisch unterschätzte Diane Lane („Der Sturm“) als Lehrerin der Jungen fungiert als romantischer Gegenpol, ohne dabei übermäßig gefordert zu werden. Beim Soundtrack kommen erwartungsgemäß Hiphop-Rhythmen zum Einsatz – nicht das einzige Klischee in diesem Film, der sich immer ein bisschen zu sehr bemüht, seinem Publikum zu gefallen, und folglich kaum unter die Oberfläche seiner Bilder taucht. Dass das gezielt auf ein Familienpublikum zugeschnittene Erlösungsdrama dennoch über eine charmant rührende Qualität verfügt, macht manche Plattheit spielend wieder wett. ara.

News und Stories

Kommentare