Happy Deathday

  1. Ø 4.2
   2017

Happy Deathday: "Und täglich grüßt das Murmeltier" als Horrorfilm über eine Studentin, die ihren eigenen Tod immer wieder erlebt, bis es ihr gelingt, ihren Mörder zu enttarnen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Happy Deathday: "Und täglich grüßt das Murmeltier" als Horrorfilm über eine Studentin, die ihren eigenen Tod immer wieder erlebt, bis es ihr gelingt, ihren Mörder zu enttarnen.

Für die Studentin Tree (Jessica Rothe) ist ihr Geburtstag gleichzeitig der schrecklichste Tag ihres Leben – am Ende einer rauschenden Party wird sie von einem maskierten Killer grausam ermordet. Nur um am nächsten Tag wieder aufzuwachen. Verwirrt erlebt Tree ihren Geburtstag, der sich gleichzeitig als ihr Todestag entpuppt noch einmal. Und wacht wieder auf. Plötzlich wird ihr klar, dass sie gezwungen ist, immer und immer wieder ihren eigenen Tod zu erleben.

Um aus dem grausamen Kreislauf auszubrechen, begibt sich Tree auf die Suche nach dem Killer. Gemeinsam mit ihren ahnungslosen Freunden versucht sie, die möglichen Täter einzugrenzen. Trotzdem gelingt es ihr nicht, dem Mörder zu entfliehen – Tree stirbt wortwörtlich tausend Tode. Doch durch die endlose Wiederholung lernt die Studentin auch ihr eigenes Leben besser kennen. So kommt sie langsam auch dem Killer auf die Spur.

„Happy Deathday“ – Kinostart und FSK

Nachdem die Blumhouse Studios bereits Horror-Hits wie „Get Out„, „The Purge“ oder „Paranormal Activity“ vorgelegt haben, kommt mit „Happy Deathday“ nun ein Schocker, der das Genre aufrütteln dürfte. In den USA ist das Konzept bereits sehr gut angekommen. Und auch deutsche Fans müssen nicht mehr lange warten. In Deutschland startet „Happy Deathday“ am 16. November 2017. Doch wie sieht es mit der Altersfreigabe aus? In den USA hat ein Rating von PG-13 erhalten. Und auch die FSK hat sich bereits zu dem Slasher geäußert. Die FSK hat „Happy Deathday“ Altersfreigabe ab 12 Jahren spendiert.

„Happy Deathday“ – Hintergründe

Der Endlosschleifen-Schocker „Happy Deathday“ basiert auf dem Szenario der Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray, die von Regisseur Christopher Landon („Paranormal Activity: Die Gezeichneten„) und Drehbuchautor Scott Lobdell („X-Men: Zukunft ist Vergangenheit„) in einen waschechten Slasher verwandelt. Gibt der Trick mit den Wiederholungen ihnen doch die Chance, ihren Protagonisten – „La La Land„-Star Jessica Rothe – immer und immer wieder sterben zu lassen – jedes Mal ein bisschen kreativer.

Unterstützung bekam die Produktion übrigens auch von Jason Blum, dem Gründer der Blumhouse Studios. Die haben sich in den letzten Jahren für so erfolgreiche Horror-Hits wie etwa „Split“ von M. Night Shayamalan, die „Paranormal Activities„-Reihe oder „Insidious“ verantwortlich gezeichnet. In den USA konnte sich der smarte Wiederholungs-Horror bereits an den Kinokassen auftrumpfen. Dort hat „Happy Death Day“ sogar den Blockbuster „Blade Runner 2049“ von der Spitze der Kinocharts vertrieben und 26,5 Millionen Dollar am Startwochenende eingespielt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Spannender Teenie-Horrorthriller über eine junge Frau, die immer wieder und wieder den Tag ihrer Ermordung durchleben muss.

    Tree wacht auf - und im Grunde ist der ganze Tag schon gelaufen. Denn es ist ihr Geburtstag und sie wacht im Bett eines Studenten auf, den sie am Abend zuvor kennengelernt hat und der ganz und gar nicht ihr Typ ist. Ihre Mitbewohnerinnen nerven sie mit neugierigen Fragen oder kohlehydratreichen Geburtstagskuchen. Und ihr Vater, den sie gerade heute nicht sehen möchte, will sie zum Essen einladen. Einziger Lichtblick ist eine Party am Abend. Leider kommt sie dort nie an, denn unterwegs setzt ein mysteriös maskierter Killer ihrem jungen Leben ein jähes Ende. Als jedoch am Morgen der Wecker klingelt, ist Tree hellwach - und in Panik. Denn alles scheint sich zu wiederholen: Der Geburtstag, der One-Night-Stand-Student, die Party. Und der Killer, der auf sein Opfer wartet. Wie aber soll Tree ihm und der Dauerschleife ihrer Ermordung entkommen? Wie jeder guter Horrorfilm startet auch HAPPY DEATHDAY von Christopher Landon fast schon harmlos und mit viel Humor, um sich dann nach und nach zu einem Alptraum zu entwickeln. Landon weiß die Schockeffekte, die jedoch nie zu blutig ausfallen, filmisch effektiv zu nutzen, und legt geschickt bildliche Hinweise, an die man sich als Zuschauer im Laufe der mit immer größer werdenden Spannung verlaufenden Geschichte erinnert. Durch seine Anspielungen auf Klassiker nicht nur des Genres, sondern auch der modernen Kinogeschichte, ist der Film auch intertextuell und setzt sich so vom puren Popcornkino ab. Jessica Rothe bringt als Tree ein wunderbar unverbrauchtes Gesicht mit und ist als Horror-Heldin herrlich unbequem, mit Ecken, Kanten und durchaus unsympathischen Zügen, die sie aber im Laufe des Films ablegt, sodass man bis zum hochspannenden Showdown des Films mit ihr mitfiebert.

    Jurybegründung:

    Wer bei HAPPY DEATHDAY einen düsteren Horror- oder Mysterythriller erwartet, der liegt falsch. Der Film ist eine eher leichtgewichtige Variante des Genres, gepaart mit ein wenig Comedy-College-Film-Vergnügen.
    Eigentlich ist Tree eine recht erfolgreiche Medizinstudentin. Obwohl sie ein ziemliches Biest ist, ist sie auf dem Campus begehrt, Mitglied in einer angesehenen, studentischen Verbindung und natürlich recht gut aussehend. Aber Tree hat auch ein wirklich ernsthaftes Problem. Jeden Tag aufs Neue wacht sie an ihrem Geburtstag im Zimmer von Student Carter auf, nur um am Abend ihres Ehrentages erneut blutig ermordet zu werden. Kein Wunder, dass dieser Loop an ihrem Nervenkostüm rüttelt. Mit HAPPY DEATHDAY hat Regisseur Christopher Landon eine Art blutiges UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER geschaffen.
    In der Filmdiskussion hat der Film durch sein, zumindest anfangs, gutes Storytelling überzeugt. Tree ist der Prototyp einer Campus-Nervensäge; weiß, privilegiert und voller übersteigertem Selbstwertgefühl nimmt sie sich vom Campusleben, was sie nur kriegen kann. Und daher wirkt es auch nicht verwunderlich, dass sie schockiert wirkt, als sie im Zimmer des genauso lieben wie einfachen Studenten Carter aufwacht. In nur wenigen Sequenzen führt HAPPY DEATHDAY in Charaktere und Setting ein. Eine Leistung, die manch anderer Film nicht einmal in einer halben Stunde zu bewältigen weiß. So positiv überrascht sich die Jury hierdurch zeigte, so sehr kritisierte sie andere Sequenzen. In einer stetigen Wiederholung zeigt er Trees wiederholte Begegnungen mit einem maskierten Unbekannten, ihre Ermordung und das alptraumhafte Erwachen des Mädchens, am darauffolgenden Tag. Und während sich UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER 1993 hier noch innovativ präsentierte, ist dies bei HAPPY DEATHDAY nach Ansicht der Jury nicht durchweg der Fall .
    Spannung, so diskutiert die Jury weiter, erfährt der Film erst wieder, als sich Tree auf die Suche nach ihrem täglichen Peiniger macht. Die Heldin wird zur Detektivin und versucht in den kommenden Sequenzen ihren nächtlichen Mörder zur ermitteln. Feinde hat sich die zickige Tree einige gemacht, wie Schauspielerin Jessica Rothe mit Bravour beweisen kann, und daher wird die Suche ein durchaus glaubhaftes, körperlich zehrendes, Unterfangen. Überhaupt zeigte sich die Jury positiv überrascht von der Leistung der Hauptdarstellerin, von ihrem Witz und ihrer Lebendigkeit, die zu einem Großteil an der Wirkung des Films beiträgt. Unterstützung erhält sie durch eine gute, beständig auf ihr ruhenden Kamera und den routinierten Schnitt. Insbesondere jüngere Kinogängerinnen dürften sich leicht mit der Hauptfigur identifizieren, die genauso Bitch wie Opfer, genauso beliebt wie auch schwach ist.
    Interessant fand die Jury auch, dass Tree im Laufe des Films tatsächlich eine Entwicklung durchläuft, an deren Ende sie wesentlich gereifter sein wird. Insofern zeigt sich HAPPY DEATHDAY tatsächlich sogar als familientauglicher Film. Das aber erweist sich in den Augen der Jury aber leider auch als Crux des Films. Als kommerzielles Produkt für ein breites Publikum verliert er innerhalb des Genres ein wenig an Deutlichkeit und Prägnanz. Der Spagat zwischen Familien- und Mystery-, bzw. Horrorfilm gelingt in den Augen der Jury nicht durchweg. Visuell schöne Bilder, technische Versiertheit und eine eingängige Story sind durchaus überzeugend, doch nicht zwingend überzeugend genug für die Auszeichnung mit dem höchsten Prädikat. Und so hat sich die Jury entschlossen, dem Film, auch aufgrund seiner eindeutigen Qualitäten, das Prädikat "wertvoll" zuzusprechen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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