Hannas Baby

  1. Ø 0
   2002
Hannas Baby Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Hannas Baby: TV-Thriller: Die Studentin Sophie freut sich auf ihr Baby, doch ihr Schwiegervater und schließlich auch ihr Mann wollen sie aus undurchschaubaren Beweggründen zur Abtreibung drängen...

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Kritikerrezensionen

  • Hanna ist schwanger. Eigentlich ja ein Grund zur Freude; allein ihrem Schwiegervater, einem hohen Sportfunktionär, steht das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder: Seine Frau ist an einer seltenen genetischen Krankheit gestorben; er fürchtet um die Gesundheit des Babys. Als sich herausstellt, dass der Tod von Hannas Schwiegermutter eine ganz andere Ursache hatte, flieht Hanna zu ihrer Mutter, denn auch ihr Mann benimmt sich auf einmal höchst merkwürdig. Die Frau Mama war einst Weltklasse-Eisschnellläuferin für die DDR und räumt offen ein, natürlich gedopt gewesen zu sein, „wie alle Spitzensportler“. Langsam dämmert Hanna, dass ihr Baby in größter Gefahr schwebt: Auf Druck mächtiger Pharmakonzerne soll ihr Schwiegervater dafür sorgen, dass die Liste mit verbotenen Dopingmitteln „bereinigt“ wird. Würde jedoch die Tochter einer früheren Spitzensportlerin ein missgestaltetes Kind zur Welt bringen, ließe sich die Liberalisierung der Öffentlichkeit kaum verständlich machen.

    Ein brisantes und höchst aktuelles Thema also, das Diethard Klante in seinem Film „Hannas Baby“ anpackt. Geschickt stellt er dabei nicht den Skandal in den Vordergrund, sondern die Angst einer Mutter um ihr Baby; Anteilnahme und Betroffenheit sind automatisch größer, als wenn der Film einen Wirtschaftskrimi erzählen würde. Gravierender Nachteil dieser Erzählstrategie: Die eigentliche Geschichte rückt über weite Strecken in den Hintergrund. Die Drahtzieher bleiben anonyme Täter, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Dunkel darf Hannas Vater von sportmedizinischen Experimenten an Kindern raunen und dass bislang bloß die Spitze des Eisbergs bekannt sei, doch leider belässt es Klante bei diesen Andeutungen.

    Selbst das wäre zu verkraften, wenn der Regisseur nicht einen entscheidenden Fehler begangen hätte: Die Hauptrolle spielt seine Tochter Johanna, die von der Rolle völlig überfordert ist. Die angehende promovierte Ägyptologin glaubt man ihr keine Sekunde lang, zumal sie aussieht wie eine 16-jährige Gymnasiastin. Um so vortrefflicher sind dafür alle anderen Rollen besetzt. Den schmallippigen Ehemann, der sich am Ende zwischen seinem Vater und seiner Frau entscheiden muss, spielt Heikko Deutschmann, seinen Vater Hans-Peter Hallwachs. Als Hannas Mutter überzeugt Renate Krößner, den völlig versumpften, angeblich ausgewanderten Vater, der sich im Kampf gegen die finsteren Mächte ein letztes Mal aufrappelt, Florian Martens. tpg.

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