Filmhandlung und Hintergrund

Nina Hoss brilliert als zurückgezogen lebende junge Frau, die von ihrer verdrängten Vergangenheit eingeholt wird und eine schmerzhafte Reise zu sich selbst beginnt.

Hannah (Nina Hoss) ist jung, schön, rätselhaft - und unnahbar. Sie hat sich in ihrer Wohnung mit dem Fotolabor wie in eine Festung zurückgezogen, in die niemand Zutritt hat. Weder Arbeitskollegen, ihr Freund, noch Eltern oder die Tochter. Eines Tages fühlt sie sich plötzlich von einem Unbekannten verfolgt: Sie findet Fotos von sich aus einer lange vergangenen, unbeschwerten Zeit. Das fördert verschüttete Erinnerungen zu Tage, konfrontiert sie mit dem Rätsel ihrer eigenen Person und bringt beunruhigende Ereignisse in Gang.

Psychostudie, die sich schleichend zum Thriller mit Krimi- und Romantikanteilen entwickelt. Erica von Moeller lässt dennoch unklar, ob die Bedrohung, von der die Protagonistin heimgesucht wird, real ist, oder sich nur in ihrem reichlich verdrehten Kopf abspielt.

Hannah hat das Träumen aufgegeben. Statt als Fotografin kreativ zu arbeiten, jobbt sie in einem Fotolabor. Sie schläft zwar mit, aber nicht bei ihrem Freund, sie hält ihn auf Distanz. Selbst ihre Tochter Maya fühlt sich von ihr zurückgestoßen. Da tauchen Fotos von ihr aus unbeschwerten Tagen auf, in ihrer Arbeit und sogar zu Hause.

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Kritikerrezensionen

  • Hannah: Nina Hoss brilliert als zurückgezogen lebende junge Frau, die von ihrer verdrängten Vergangenheit eingeholt wird und eine schmerzhafte Reise zu sich selbst beginnt.

    Nina Hoss brilliert als zurückgezogen lebende junge Frau, die von ihrer verdrängten Vergangenheit eingeholt wird und eine schmerzhafte Reise zu sich selbst beginnt.

    Seit „Das Mädchen Rosemarie“ von 1995 scheint Nina Hoss vor allem auf geheimnisvolle Frauenfiguren abonniert zu sein. Nach „Yella“, „Wolfsburg“ und „Toter Mann“ überzeugt sie erneut in einer Geschichte über die Suche nach sich selbst und verliert sich in ein rätselschweres Kaleidoskop aus konsequenter Verdrängung, fragmentarischer Erinnerung und rastlosem Selbstschutz.

    Hannah hat das Träumen aufgegeben. Statt als Fotografin kreativ zu arbeiten, jobbt sie in einem Fotolabor. Sie umgibt sich mit einer Mauer, sobald ihr jemand emotional zu nahe kommt, fährt sie die Stacheln aus. So schläft sie zwar mit, aber nicht bei ihrem Freund, sie hält es nicht aus, wenn jemand neben ihr atmet und mit verstörender Ehrlichkeit macht sie ihm klar, dass der Platz an ihrer Seite nicht heißt, an ihrem Leben teilzunehmen. Tochter Maya lebt bei den Großeltern und fühlt sich von der Mutter zurückgestoßen, die Besuche enden meistens im Desaster. Hannah hat sich eingerichtet in einer überschaubaren Existenz zwischen Fotolabor und kühler Wohnung, zieht Grenzen zwischen Liebe, Familie und Arbeit. Bis eines Tages dieses penible Ordnungssystem zusammenbricht, im Labor landen versteckt von ihr aufgenommene Fotos auf den Tisch und - noch schlimmer - in den eigenen vier Wänden hängen plötzlich Bilder aus unbeschwerten Tagen. Irgendjemand dringt in ihre Privatsphäre ein und sie ist mehr und mehr verunsichert. Eine Reise mit Maya nach Berlin reißt alte Wunden auf, konfrontiert mit unbequemen Wahrheiten und ermöglicht einen Neuanfang.

    Zwischen Liebesgeschichte und Psychothriller findet der Film nicht immer die geglückte Balance, über Strecken fehlt der bruchstückhaften Handlung die Zielrichtung. Erst nach und nach kristallisiert sich die facettenreiche Persönlichkeit einer Frau heraus, die sich seelische Verletzungen zufügte, um nicht von außen verletzt zu werden, die es nach jahrelangem Purgatorium wagt, die Lebenslüge aufzubrechen und sich der Wirklichkeit zu stellen. Die letzte Einstellung zeigt, wie eine großartige Nina Hoss, die alle dramaturgischen Holprigkeiten vergessen lässt, mit einem noch fragenden Lächeln einen Schritt zu dem Mann macht, vor dessen Zuneigung sie einst flüchtete. Die Angst vor dem großen Gefühl weicht der zaghaften Annäherung. mk.

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    Kino.de Redaktion  

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