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Hamam - Das türkische Bad

   Kinostart: 08.07.1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Zusammenprall der Kulturen und Identitätsfindung eines italienischen Karrieristen.

Obwohl ihre Ehe längst aus dem Ruder gelaufen ist, führen Francesco und Marta gemeinsam eine Designfirma in Rom. Als Francesco von einer längst vergessenen Tante ein altes türkisches Bad in Istanbul erbt, macht er sich auf den Weg in die Türkei, um den Verkauf zu überwachen. Weil es aber immer wieder neue Probleme gibt, ist Francesco gezwungen, länger zu verweilen, als er eigentlich vorhatte.

Francesco und Marta, längst in einer Routineehe gefangen, leiten gemeinsam in Rom eine Design-Firma. Als der Innenarchitekt von einer Tante ein türkisches Bad in Istanbul erbt, macht er sich auf den Weg in die Türkei, um die Immobilie schnellstmöglich zu verkaufen. Doch schon bald erliegt er der Faszination des Badehauses, findet Gefallen am Sohn seiner Gastfamilie und der ungewohnten Sexualität. Er beschließt, in Istanbul zu bleiben. Als seine Frau auftaucht, um sich von ihm zu trennen, findet sie einen völlig veränderten Ehemann vor.

Zusammenprall der Kulturen und Identitätsfindung eines italienischen Karrieristen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hamam - Das türkische Bad: Zusammenprall der Kulturen und Identitätsfindung eines italienischen Karrieristen.

    Istanbul, seit Jahrtausenden Bindeglied zwischen Morgen- und Abendland, Europa und Asien, ist Schauplatz eines gefühlvollen Dramas. Ferzan Ozpetek, der in der italienischen und türkischen Kultur aufwuchs, zeigt die Bosporus-Metropole als geheimnisvolle Stadt, in der die Emotionen hochschlagen, und den Hamam als Ort geheimer Leidenschaften.

    Der in der Türkei geborene und seit 20 Jahren in Italien lebende Drehbuchautor und Regisseur Ferzan Ozpetek geht zurück zu seinen kulturellen und spirituellen Wurzeln. Ebenso wie sein Protagonist, der aus Italien kommt und in der Türkei ganz neue (Selbst-)Erfahrungen sammelt. Der Grund für die Reise ist profan: Der erfolgreiche, in einer Routineehe gefangene römische Innenarchitekt erbt in Istanbul ein Haus von der Tante und will die Immobilie eigentlich nur schnell und gewinnbringend verscherbeln. Doch dann lernt er die im Haus wohnende Familie kennen, die ihn wie einen alten Freund aufnimmt. Zum Erbe gehört auch ein Hamam, ein traditionelles Badehaus - einst gesellschaftlicher Mittelpunkt und Stätte der Kommunikation. Immer mehr erliegt er der Faszination des Hamam und findet gleichzeitig Gefallen am Sohn der Familie und einer ungewohnten Sexualität. Der Yuppie geht plötzlich in der Restauration des heruntergekommenen Bades auf, taucht ein in die Fremdheit der türkischen Metropole und beschließt, erst einmal in Istanbul zu bleiben. Als seine Frau auftaucht, um sich von ihm zu trennen, trifft sie auf einen veränderten, sensibleren Mann. Die Ereignisse eskalieren.

    Mit nostalgischem Charme entwirft Ozpetek eine zum Untergang geweihte Seite Istanbuls (einige der pittoresken Bauten fielen inzwischen schon der Spitzhacke zum Opfer; der Hamam dient jetzt als Lagerhaus für Holz). Geschickt verknüpft der frühere Regieassistent von Ricky Tognazzi, Massimo Troisi und Marco Risi (der „Hamam“ produzierte) Vergangenes und Gegenwärtiges; vor allem durch Gespräche über und Briefe von der Verstorbenen erfährt der Zuschauer viel vom einstigen kulturellen Reichtum und Leben in der quirligen Millionenstadt. Die schwüle, manchmal leicht schwülstige Atmosphäre hat jedoch weniger mit der Hitze des Hamam als mit unkontrollierten Gefühlswallungen zu tun. Die sinnlich-orientalische Geschichte entwickelt einen fast magischen Sog, auch wenn vieles im Dampf und Nebel des Hamam nebulös bleibt. „Anderssein“ ist in diesem Regiedebut keine Gefahr, sondern eine Bereicherung für den Einzelnen. Das Interesse an „Hamam“ sollte über die Multi-Kulti-Gemeinde hinausgehen. mk.
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