Filmhandlung und Hintergrund

Wie Ivan Reitman mit „Dave“ vor nunmehr zweieinhalb Jahren, erlaubt es sich auch Rob Reiner, bei seiner filmischen Stippvisite im Weißen Haus Bill Clinton unter die Arme zu greifen. Nur daß „Hallo, Mr. President“ nicht mehr die damalige Aufbruchstimmung thematisiert, sondern das Hohelied auf die Integrität demokratisch-liberaler Ideale singt. Eine entsprechend aristokratische Behandlung läßt Reiner seiner Capraesken...

Nach dem Tod seiner Frau bewohnt US-Präsident Shepherd das Weiße Haus ganz allein. Doch dann verliebt er sich in die aufsässige Umweltschützerin Sydney, was natürlich nicht ohne Folgen für das Innenleben des Präsidenten und schon gar nicht für seine Politik bleibt.

Dem amerikanische Präsident Andrew Shepherd macht seit dem Tod seiner Frau die Einsamkeit zu schaffen. Da verliebt er sich in die attraktive Sydney Ellen Wade, die scharfzüngige Lobbyistin einer Umweltschutzvereinigung. In der Folge steht das Staatsoberhaupt vor der schwierigen Aufgabe, seinen politischen Idealen treu zu bleiben und gleichzeitig Freunden, Feinden und den Medien zu beweisen, daß auch ein Präsident eine Gefühlswelt besitzt, die es auszuleben gilt.

Nach dem Tod seiner Frau verliebt sich US-Präsident Sheperd endlich wieder. Doch die Angebetete ist eine aufsässige Umweltschützerin und sorgt für reichlich Trubel im Weißen Haus. Meisterliche Romantik-Komödie mit herausragenden Hauptdarstellern.

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Kritikerrezensionen

  • Wie Ivan Reitman mit „Dave“ vor nunmehr zweieinhalb Jahren, erlaubt es sich auch Rob Reiner, bei seiner filmischen Stippvisite im Weißen Haus Bill Clinton unter die Arme zu greifen. Nur daß „Hallo, Mr. President“ nicht mehr die damalige Aufbruchstimmung thematisiert, sondern das Hohelied auf die Integrität demokratisch-liberaler Ideale singt. Eine entsprechend aristokratische Behandlung läßt Reiner seiner Capraesken Love-Story im Blitzlichtgewitter der politischen Arena angedeihen. Geschickt versteht es der Meister des anspruchsvollen Vollprofi-Mainstreams, die unendlich warm-menschliche Farbgebung in bräunlichen Landhaustönen mit einem zuckersüßen Red, White and Blue-Guß zu überziehen, der in jede Pore seines Films dringt und ihn so zu einem amerikanischen Ereignis werden läßt. Dieser Andrew Shepherd ist ein Präsident, den jeder mögen kann – auch politisch. Denn „Hallo, Mr. President“ kann für Umweltschutz und Verbrechensbekämpfung bellen, soviel er mag, dem Knurren folgt kein Biß. Lediglich in Richtung National Rifle Association darf kurz geschnappt werden. Ähnlich war Rob Reiner schon in seinem bisher größten Erfolg „Eine Frage der Ehre“ – ebenfalls aus der Feder des ausgezeichneten Autoren Aaron Sorkin – verfahren, der mit großem Getöse einen Aufeinanderprall der Ideologien angesichts einer weltpolitischen Krise heraufbeschwor, während es ihm doch nur um Thrill und Suspense ging. Auch jetzt genügt ein kurzer Blick hinter die Luxuskulissen, um mühelos ein klassisches, nach allen Regeln der Kunst in Szene gesetztes Starvehikel jenseits aller Gedankengerüste zu entdecken. Das Trumpfas ist Michael Douglas, der als amerikanischer Präsident eine weitaus bessere Figur abgibt als ein ehemaliger Schauspielkollege vor ihm, der das Amt tatsächlich bekleidete. Und auch das Dilemma dieses weichgespülten Gordon Gekko, der so gern Mensch sein möchte, aber nicht einmal mehr weiß, wie man eine Telefonleitung in die normale Welt anwählt, ist derart universell, daß ihm kein noch so konservativer Zuschauer die Sympathien versagen könnte: Der Witwer Andrew Sherman hat sich verliebt, ausgerechnet in eine Lobbyistin für eine Umweltvereinigung, ausgerechnet während der Wahlkampf in die heiße Phase tritt. Den Wirrungen und Irrungen der beiden Liebenden (die hinreißende Annette Bening ist Douglas stets ebenbürtig) folgt Reiner mit exquisiten Dialogen und einem Schauspielerensemble, das nicht besser sein könnte: Michael J. Fox, Martin Sheen und Samantha Mathis als des Präsidenten beste Leute und Richard Dreyfuss als schnarrendes Bob-Dole-Abziehbild tun das ihrige, um „Hallo, Mr. President“ bis zur unvermeidlichen Showdown-Rede zur Lage der Nation in bestem Hollywood-Glanz erstrahlen zu lassen. Das Ergebnis ist ein Paradoxon: Ein Film, so konservativ und ohne Überraschungen wie die Einrichtung des Oval Office, der vorgibt, liberal und fortschrittlich zu sein, und letztlich doch nur zwei Stunden perfekt unterhalten will. Ein Versprechen, das er übrigens einlöst – nach dem Mißerfolg seines letzten Films, „North“, nichts anderes als eine Frage der Ehre für Rob Reiner. ts.

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