Guten Morgen, Herr Grothe

  1. Ø 0
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Guten Morgen, Herr Grothe: TV-Film über einen (über-)engagierten Lehrer an einer Berliner Haupt- und Realschule.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eindringlich zeichnen Autorin Beate Langmaack und Regisseur Lars Kraume den Weg eines Hauptschullehrers in den Burn-out nach. Dafür wurden sie mit einer Einladung in die Panorama-Reihe der Berlinale belohnt.

    „Sie dürfen mich King nennen.“ – „Du bist der King? Zwei Jahre King, vierzig Jahre Hilfsarbeiter.“ Zunächst kann der Hauptschullehrer Michael Grothe (Sebastian Blomberg) dem selbstherrlichen und aggressiven Gehabe seines Schülers Nico (Ludwig Trepte) noch mit Schlagfertigkeit begegnen. Eine Zeitlang versucht er sogar, den Problemschüler wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Als er jedoch herausfindet, dass Nico einen vietnamesischen Mitschüler systematisch drangsalierte, muss er sich eingestehen, dass er dem Jugendlichen nicht gewachsen ist. Er schließt Nico von einer Klassenreise aus, doch dieser hat einen perfiden Plan in petto. Am Ende muss sich Grothe nicht nur total erschöpft auf unbestimmte Zeit krankschreiben lassen, sondern ist auch mit seinen Bemühungen gescheitert, weil Nico von der Schule verwiesen wird.

    „Guten Morgen, Herr Grothe“ spiegelt den Alltag an deutschen Hauptschulen wider, wie er am Beispiel der Berliner Rütli-Schule für Schlagzeilen sorgte. Der Film ist in seiner Intensität zeitweise schwer erträglich, so dass man eine Ahnung davon bekommt, wie schwer erträglich auch der Job für die Lehrer an sozialen Brennpunkten sein muss. Das ist vor allem dem Drehbuch von Beate Langmaack zu verdanken, die nach genauer Recherche mit großem Einfühlungsvermögen das Psychogramm eines Lehrers und seiner Schüler entworfen hat. Lars Kraumes Inszenierung überzeugt durch ausgezeichnete Schauspielführung und den Mut zu Atempausen und poetischen Momenten. Zu den Stärken des Filmes gehören aber auch seine Unterlassungen: Hier wird weder über die Probleme des deutschen Schulwesens belehrt, noch sensationsheischend oder larmoyant mit seinen Abgründen umgegangen. So muss der Zuschauer selbst nach Antworten, nach Lösungsmöglichkeiten suchen – oder sich das Scheitern der Gesellschaft im Kampf um Jugendliche an Hauptschulen eingestehen. sw.

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