Guest House Paradiso

Kinostart: 02.11.2000

Filmhandlung und Hintergrund

Absurde Comedy über ein Hotel in der Nachbarschaft eines Atomkraftwerks mit skurrilen Gästen und Wirten.

Richie und Eddie betreiben ein schmuddeliges Gästehaus, das in unmittelbarer Nähe zu einem Atomkraftwerk liegt. Die Gäste, unter ihnen eine Filmdiva auf der Flucht vor Paparazzi, deren schmieriger Lover und eine weltfremde Aristokratin, werden von den Rüpeln immer wieder beleidigt und bekommen von ihnen radioaktiven Fisch vorgesetzt.

Richie und Eddie führen die vermutlich mieseste Herberge aller Zeiten. Denn dort wird man nicht bedient, weil der Kellner in der Klapsmühle weilt, man kriegt nichts zu beißen, weil der fette Koch alles selbst frisst, und sämtliche Zimmer bieten Ausblick auf ein Atomkraftwerk. Als sich eine Tages die mysteriöse Diva Gina Carbonara im Paradiso einquartiert, Eddie am Abend den Gästen Fisch serviert und drei atomverseuchte Arbeiter an der Bar auftauchen, ist in der Kakerlaken-Bude nichts mehr so wie es früher einmal war…

Richie und Eddie führen das vermutlich mieseste Hotel aller Zeiten, sämtliche Zimmer mit Blick aufs Atomkraftwerk. Absurde Bad-Taste-Komödie.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Guest House Paradiso: Absurde Comedy über ein Hotel in der Nachbarschaft eines Atomkraftwerks mit skurrilen Gästen und Wirten.

    Obwohl sich der Humor der Monty Pythons im Laufe der Jahrzehnte ein wenig abgenutzt hat, wollte es das britische Comedy-Duo Rik Mayall und Adrian Edmondson noch einmal wissen und inszenierte nach erfolgreicher Bühnen- und TV-Arbeit seinen ersten abendfüllenden Kinofilm. Heraus kam eine anarchische Komödie mit widerwärtigen bis geschmacklosen Witzen, in deren Mittelpunkt vor allem die Besitzer und weniger die Gäste eines heruntergekommenen Hotels stehen, das im entferntesten Sinne an jenes aus der TV-Serie „Fawlty Towers“ erinnert.

    Für den von Edmondson inszenierten Leinwand-Erstling haben die beiden Stand-Up-Komiker nicht nur das Drehbuch verfasst, sie haben auch noch die Hauptrollen übernommen: Als Hotelbesitzer Richie Twat (Mayall) und Eddie Elizabeth Ndingombaba (Edmondson) führen sie die vermutlich mieseste Herberge aller Zeiten. Denn im „Guest House Paradiso“ wird man nicht bedient, weil der Kellner mal wieder in der Klapsmühle ist, man kriegt auch nichts zu beißen, weil der fette Koch alles selber frisst und von den Zimmern, die Meeresblick versprechen, sieht man lediglich auf ein monströses Atomkraftwerk. Als sich eine Tages eine mysteriöse Schauspiel-Diva im Paradiso einquartiert, Eddie am Abend den Gästen frischen Fisch serviert und plötzlich drei atomverseuchte Arbeiter an der Bar auftauchen, ist in der noblen Kakerlaken-Bude nichts mehr so wie es früher einmal war.

    Die wüste Sketchparade, die das britische Comedy-Duo hier aus dem Boden gestampft hat, trifft mit ihren billigen Witzen und Zoten nicht immer ins Schwarze. Das liegt auch daran, dass Mayall und Edmondson den übrigen Gästen, sprich Kostars, keinerlei Möglichkeiten zur Entfaltung geben. Unter ihnen immerhin die attraktive Hélène Mahieu, die aber außer ihrem klangvollen Rollenamen Gina „Nipples From Naples“ Carbonara nichts zu bieten hat. Stattdessen schlagen sich die beiden Herren, die in ihrer Heimat durch ihre preisgekrönten Zwei-Mann-TV-Shows Kultcharakter genießen, lieber zum achten Mal mit dem Feuerlöscher auf den Schädel, stopfen sich zum neunten Mal die unterschiedlichsten länglichen Gegenstände ins Hinterteil, jagen sich zum zehnten Mal Fleischerhaken in die Nasenlöcher oder laufen (Mayall) unnötig lange in knallroter Gummireizwäsche herum. Die für Auge und Ohr zum Teil jenseits der Schmerzgrenze angesiedelten Darbietungen erreichen in einer Kotzorgie gegen Ende des Films ihren Höhepunkt. Dann beginnen nahezu alle Beteiligten nach dem Verzehr radioaktiv verseuchten Fisches das gesamte Hotel mit giftgrünen Brechfontänen zu übersprühen. Nach dieser mehrere Minuten andauernde Sequenz, die wohl als Hommage an Leslie Nielsens „Repossessed“ gedacht ist, watet man schließlich knietief durch den dampfenden Auswurf.

    „Guest House Paradiso“ hat seine Stärken immer dann, wenn die Übertreibung so unerträglich wird, dass sie sich schon wieder ins Absurd-Komische verkehrt. Deshalb sollte man diesen Film auch mit den durchaus probaten Mitteln der Anti-Werbung „verkaufen“ - ähnlich wie dies auch bei „Der Angriff der Killer-Tomaten“, der lange Zeit als schlechtester Film aller Zeiten galt, oder die Werke Ed Woods, die dieses Etikett bis heute noch tragen, funktionierte. Sollte die Marketing-Strategie aufgehen, ist es durchaus denkbar, dass sich besonders hartgesottene Genre-Fans mit dieser Art von Humor anfreunden können. lasso.

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