Filmhandlung und Hintergrund

Action-geladene Krimiserie um eine Anti-Terror-Einheit.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • GSG 9 (1. Staffel, 13 Folgen): Action-geladene Krimiserie um eine Anti-Terror-Einheit.

    Sat.1 war zuletzt nicht gerade vom Glück verfolgt. Sämtliche Serienversuche floppten, und zwischendurch gab’s sogar einen Quotenrutsch bei den Dienstagsfilmen. „Allein unter Bauern“ ist zuletzt aber richtig gut gestartet. Ob das auch bei „GSG 9“ funktionieren wird, muss sich zeigen.

    Man würde die Action-Serie mit ihren fünf wortkargen männlichen Helden eher bei RTL vermuten, im Doppelpack mit „Alarm für Cobra 11“ zum Beispiel. Es dauert ohnehin eine Weile, bis man die Männer unterscheiden kann, weil sie die meiste Zeit mit Helmen und Feuerschutzmasken rumlaufen. Aber auch ohne Kopfbedeckung tut man sich ein bisschen schwer, sie auf Anhieb zu identifizieren. Das gelingt noch am besten beim hitzigen Demir (Bülent Sharif) seines Charakterkopfes wegen - und bei Konny (Andreas Pietschmann), dem Schönling des Quintetts. Ausgerechnet Geb (Marc Ben Puch), der Leiter der Truppe, bleibt im Großen und Ganzen konturlos. Dafür hat er als einziger ein Privatleben: Seine Frau betrügt ihn mit Demirs Bruder, einem Anwalt, der seinerseits in einem der Fälle als Verdächtiger festgenommen wird.

    Aber „Cobra 11“-Fans werden sich ihre Lieblingsserie kaum wegen der Dialoge anschauen, und auch von „GSG 9“ erwartet man andere Stärken. Der Nervenkitzel entsteht durch die Brisanz terroristischer Aktionen, die es zu vereiteln gilt. Zum Auftakt nimmt ein islamistischer Extremist die gesamte US-Schwimmstaffel als Geisel, in Folge zwei will ein Wissenschaftler mit einem Pockenattentat im Rahmen der Berliner WHO-Konferenz die Welt auf die Ausbeutung des afrikanischen Kontinents hinweisen. Gegen die GSG 9 allerdings haben sie alle keine Chance: „Ihr Glaube an das Gute macht sie stark“, heißt es mit Kinotrailerstimme zum Vorspann, „ihr Mut macht sie zu Helden.“ Die Dialoge sind allerdings von bemerkenswerter Schlichtheit. Meist dominiert ohnehin ein paramilitärischer Insider-Jargon („ZP auf null-zehn“).

    Sat.1 zeigt „GSG 9“ auf dem alten Sendeplatz des „Bullen von Tölz“, der mit Erfolg auf den Montag verschoben wurde. Verglichen mit dessen Gemütlichkeit legt die neue Serie natürlich ein ganz anderes Tempo vor; von blutigen Details wie einer durchgeschnittenen Kehle oder der genreüblichen fast fetischartigen Inszenierung von Waffen ganz zu schweigen. Markige Sprüche, praktisch nur Kerle, kaum Handlung, wenig Dialog: All das prädestiniert „GSG 9“ für ein sehr männliches, sehr junges Publikum. Gut möglich, dass die Serie bei ProSieben besser aufgehoben wäre. tpg.

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