Grüne Wüste

  1. Ø 5
   1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Grüne Wüste: Vielschichtiges, einfühlsames Melodram um das Erwachsenwerden eines Mädchens, das sich in eine Traumwelt flüchtet.

Die 14-jährige Katja und der 15-jährige Johann entdecken gemeinsam die Geheimnisse der „grünen Wüste“, dem dschungelartigen Wald um ihr Heimatstädtchen, wo sie in ein Reich der Imagination flüchten. Katjas Mutter pflegt eine Liaison mit Johanns Vater, gequält beobachtet von Katjas Vater. Es kommt noch dicker: Johann hat Leukämie und muss ins Krankenhaus.

Der 15-jährige Johann muss, als er an Leukämie erkrankt, stationär behandelt werden. Während der tapfere Junge seine Krankheit mit Fassung trägt, geht es zu Hause drunter und drüber: Freundin Katja, mit der Johann am liebsten in der „Grünen Wüste“, dem das Dorf umgebenden Wald, gespielt hat, bereitet die „neue Situation“ ebenso Probleme wie Johanns Vater und Katjas Mutter. Dass die beiden auch noch ein Verhältnis haben, trägt nicht gerade zur Entspannung der Lage bei…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Anno Saul traut sich was: In Zeiten flachster und flachsiger Pubertätskomödien setzt er sich mit den realen Fragen des Erwachsenwerdens auseinander. Die 14jährige Katja lebt mit dem jungen Johann ihre Träume aus, doch der Abschied von der Kindheit naht. Die harte Wirklichkeit holt die beiden bald ein.

    Trotz aller Vielschichtigkeit könnte die Positionierung des einfühlsamen Melodrams zwischen Jugend- und Erwachsenenfilm schwierig werden.

    Auf den ersten Blick eine heile Welt auf dem Lande: Katja ist 14 Jahre alt und entdeckt mit dem 15jährigen Johann die Geheimnisse der „grünen Wüste“, dem dschungelartigen Wald um ihr Heimatstädtchen, wo sie fernab der Realität in ein Reich der Imagination flüchten. Ihr Held ist der tapfere Ritter Heinrich, der um seine Frau kämpfte – bis in den Tod. Diese Art von Romantik gibt es nicht mehr, schon gar nicht in den eigenen Familien. Katjas Mutter Doris pflegt eine amouröse Liaison mit Johanns Vater Simon. Ihr Vater sieht dem Treiben gequält aber ohne Widerstand zu, ein Weichei in den Augen des couragierten Mädchens. Es kommt noch dicker: Johanns Nasenbluten entpuppt sich als Zeichen für Leukämie, er muss ins Krankenhaus, Katjas Beziehung zur Mutter verschlechtert sich, als die in dieser Situation mit dem Lover für einige Tage verschwindet. Johann, kurzfristig wieder zu Hause, wird Katjas Fixpunkt – die erste zögerliche Liebe, der erste feuchte Kuss. Doch die Krankheit ist stärker, der Traum von „ihrer“ Burg zerplatzt wie eine Seifenblase. Das Buch brachte Anno Saul fast zum Weinen, doch so emotional gebeutelt wird der Zuschauer nicht, auch wenn manche Szenen zwischen der vitalen Katja und dem kranken Johann schon an die Nieren gehen. Die stimmig und gefühlvoll inszenierte Handlung splittet sich auf in die Geschichte der Jugendlichen und in die der Erwachsenen. Wobei die letzteren den Kürzeren ziehen, Martina Gedeck (Bayerischer Filmpreis) über-agiert als nervöse Mutter, ungeduldige Gattin und forsche Geliebte, der betrogene Ehemann Ulrich Noethen bleibt als gebrochener Charakter etwas zu blass und Heino Ferchs Wandlung vom virilen Kraftpaket zum die Fassung verlierenden Mann hätte man mehr Vehemenz gegönnt. Die Stars sind Tatjana Trieb, in „Jenseits der Stille“ das Kind Lara, und Robert Gwisdek, Sohn von Michael Gwisdek und Corinna Harfouch. Sie vermitteln ehrlich die Last und die Lust des Jungseins, das Schwanken zwischen Hoffen und Verzweifeln, die alltägliche Resignation und die kleine Rebellion. Und wenn am Ende das Mädchen sich vom schützenden Fantasie-Ritter befreit und in trotziger Stärke Leben und Tod akzeptiert, ist das ein Stück andere „Girlie-Power“, ein „Zuckerl“ für ihre Altersgenossinnen. mk.

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