GroßglocknerLiebe

   Kinostart: 10.07.2003

Filmhandlung und Hintergrund

Charmante, frische Komödie um eine ungewöhnliche Liebe unterm Großglockner.

Sommer auf dem Land, aber nicht für alle scheint die Sonne. Die Bibliothekarin Johanna (Jule Ronstedt) wird von ihrem Lebensgefährten verlassen, und auch der Automechaniker Uwe (Frank Giering) ist seiner karrierebewußten Freundin nicht mehr gut genug. Kurz bevor Johanna Selbstmord begehen will, laufen sich beide über den Weg und es funkt. Nun muss Uwe Johanna nur noch aus jener psychiatrischen Klinik befreien, in der auch ihr verrückter Onkel Heinrich sein Unwesen treibt.

Was von der Story her als Horrordrama durchgehen würde, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als charmante Komödie über eine ungewöhnliche Liebe.

Sommer in einer ländlichen Kleinstadt. Automechaniker Uwe ist seiner karrieresüchtigen Freundin nicht mehr genug, Bibliothekarin Johanna wird von ihrem Freund verlassen. Als sich Johanna daraufhin das Leben nehmen will, kreuzt Uwe ihren Weg - und verhindert das Unglück in letzter Sekunde. Johanna landet in der psychiatrischen Klinik.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • GroßglocknerLiebe: Charmante, frische Komödie um eine ungewöhnliche Liebe unterm Großglockner.

    Auch wenn der Titel Schlimmes befürchten lässt - hinter „Großglocknerliebe“ verbirgt sich kein Heimatfilm der Marke Alpenglüh’n, sondern vielmehr eine regional angesiedelte Liebesgeschichte, die mit komödiantischen und fantastischen Elementen daherkommt. Das Regiedebüt des niederbayerischen Filmemachers Joe Duebell, das im Wettbewerb um den diesjährigen Max-Ophüls-Preis vertreten war, könnte nicht zuletzt dank Cameos von bayerischen Szenegrößen wie Marianne Sägebrecht, Petra Perle und Lisa Fitz ähnlich wie „Die Scheinheiligen“ vor allem im süddeutschen Raum punkten.

    Thomas Kronthaler, der Regisseur von „Die Scheinheiligen“, war es auch, der gemeinsam mit Antonia Reidel und Robert Mayer die Idee zu „Großglocknerliebe“ lieferte. Und Mayer wiederum beauftragte in seiner Funktion als Produzent den Absolventen der Wiener Filmakademie Joe Duebell mit der Umsetzung des Stoffes. Der erste abendfüllende Spielfilm des 35-jährigen Landshuters ist ein einfaches, skurriles Märchen aus Wasserburg, das im Prinzip eine klassische Love Story erzählt:

    KFZ-Mechaniker Uwe (Frank Giering) hat bei einem Gokart-Rennen den Kürzeren gezogen und dabei seine Freundin verwettet. Auf dem Nachhauseweg stößt er mit seinem aufgemotzten Opel Kadett im wahrsten Sinne des Wortes auf Johanna (Jule Ronstedt), die sich aus Liebeskummer das Leben nehmen will und zu diesem Zwecke ihr Auto auf einem Bahnübergang abgestellt hat. Geistesgegenwärtig rettet Uwe ihr das Leben und leitet damit eine Kette abstrus-komischer Ereignisse ein, bei denen vor allem Johannas schräger Onkel Heinrich (Jan-Gerd Buss) eine ziemlich wichtige Rolle spielt. Dieser hält sich für einen Ritter aus dem 13. Jahrhundert, was ihm schon mehrere Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken sowie jede Menge Ärger mit der Polizei eingebracht hat. Dabei will Ritter Heinrich doch nur eines: seine Großglocknerliebe Anneliese (Marianne Sägebrecht), die er vor sieben Jahren verloren hat, wieder in die Arme schließen.

    Man kreuze den makabren österreichischen Humor aus Paul Harathers „Indien“ mit dem unkonventionellen Figurenkabinett aus Friedemann Fromms „Zum Sterben Schön“ und gebe noch einen kräftigen Schuss aus Kronthalers Provinzposse „Die Scheinheiligen“ dazu - fertig ist ein Heimatfilm der abwegigen Art. „Großglocknerliebe“ erzählt also nichts Neues, tut dies aber mit viel Liebe zu seinen Figuren, die in Frank Giering, zuletzt als „Baader“ in den Kinos, Max-Ophüls-Preisträgerin Jule Ronstedt („Bandagistenglück“) und dem Bühnenveteran Jan-Gerd Buss ideal verkörpert werden. Kurzauftritte von Lisa Fitz als diätbewusste Radlerin, Petra Perle als bauchtanzende Taxlerin und Marianne Sägebrecht, die mit dem Ritter knutschen darf, runden diese kleine, aber feine BR-Koproduktion ab. „Die Scheinheiligen“ haben es mittlerweile auf ihrer Tour durch die bayerischen Kinos auf knapp 175.000 Besucher gebracht. Warum sollte „Großglocknerliebe“ nun nicht Ähnliches gelingen? lasso.

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