Große Erwartungen

   Kinostart: 13.12.2012
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Filmhandlung und Hintergrund

Stimmungsvolle Verfilmung des Charles-Dickens-Klassikers mit großen Schauwerten, starken Bildern und famos aufspielenden Stars wie Ralph Fiennes und Helena Bonham Carter.

Waisenjunge Pip wächst in bescheidenen Verhältnissen bei einem gutherzigen Schmied und dessen tyrannischer Ehefrau auf. Dank der Hilfe und des Geldes eines mysteriösen Wohltäters - dem Kettensträfling Magwitch, dem er als Kind geholfen hat -, schafft er den gesellschaftlichen Aufstieg. Als Gentleman der Londoner Gesellschaft beginnt Pip, um die schöne Erbin Estella zu werben, in die er seiner ersten Begegnung im Haus der skurrilen Miss Havisham verliebt ist. Als Pip jedoch die Wahrheit hinter seinem großen Vermögen erfährt, gerät seine Welt aus dem Gleichgewicht.

Die Welt des mittlerweile wohlhabenden Waisenjungen Pip gerät aus den Fugen, als er erfährt, wer sein wahrer Gönner ist. Atmosphärisch dichte Charles-Dickens-Adaption, die durch Schauwerte und ihr Allstar-Ensemble besticht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Gut besetzte und originalgetreue Adaption des Dickens-Klassikers, die aber keine eigenen Ansätze verfolgt. Unterm Strich nur solides Mittelmaß.
    2. Große Erwartungen: Stimmungsvolle Verfilmung des Charles-Dickens-Klassikers mit großen Schauwerten, starken Bildern und famos aufspielenden Stars wie Ralph Fiennes und Helena Bonham Carter.

      Atmosphärisch dichte Charles-Dickens-Adaption, die durch Schauwerte, großartige Bilder und das groß aufspielende, britische All-Star-Ensemble besticht.

      Zum 200. Mal jährt sich 2012 der Geburtstag des britischen Ausnahme-Romanciers Charles Dickens. Da passt es, dass Mike Newell („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“) sich an eine weitere Adaption von dessen 1861 erstmals in Buchform erschienenen Klassikers „Große Erwartungen“ gewagt hat. Eine echte Herausforderung, muss er sich doch dem Vergleich mit David Leans brillanter Produktion von 1946 stellen - und dabei schlägt er sich ehrbar.

      In der Big-Budget-Produktion, teils finanziert von der BBC, nutzen Newell und sein brillanter Kameramann John Mathieson („Brighton Rock“) das Scope-Format gekonnt aus, setzen auf schattenreiche, meist dunkel gehaltene Bilder und schaurig-schöne Landschaftstotalen des gespenstischen Themse-Marschlands. Siedelt die Handlung in die Stadt über, herrschen in Londons Straßen Enge und Gedränge, hier kommt modernste, verblüffend realistische Computertechnik zum Einsatz, die einen perfekten Eindruck davon gibt, wie es in der schmutzigen, brodelnden Metropole im 19. Jahrhundert ausgesehen haben muss.

      Im Mittelpunkt der Handlung steht der Waise Pip (Jeremy Irvine), der in bescheidenen Verhältnissen bei einem gutherzigen Schmied (Jason Flemyng) und dessen tyrannischer Frau (gegen den Typ besetzt: Sally Hawkins) aufwächst und mit Hilfe eines geheimnisvollen Wohltäters, dem ehemaligen Sträfling Magwitch (Ralph Fiennes), den gesellschaftlichen Aufstieg schafft. Als Gentleman der Londoner Gesellschaft, zu der ihr sein mit allen Wassern gewaschener Anwalt (Robbie Coltrane) Zutritt verschafft, beginnt Pip um die unnahbare Erbin Estella (Holliday Grainger) zu werben, in die er sich schon bei seiner ersten Begegnung im Haus der skurrilen Miss Havisham (Helena Bonham Carter) verliebt hat.

      Newell trifft in seinem atmosphärischen Film perfekt den mysteriösen Ton der berühmten Vorlage, was auch am stimmigen Drehbuch von David Nicholls („Zwei an einem Tag“) liegt. Sorgfältig sind die Charaktere und deren Eigenheiten herausgearbeitet, gekonnt werden die verzwickten Handlungsstränge zusammengeführt. Die dramatischen Elemente werden betont, doch immer wieder sorgen humorvolle Einschübe für gewisse Entspannung. Stark ist die Eröffnungsszene, bei der Pip Magwitch auf dem Friedhof erstmals trifft, höchst spannend jene, in der der jugendliche Held seinem Gönner auf der nebeligen Themse zur Flucht verhelfen will. Aus der großartigen Besetzung stechen Fiennes und die somnambule Bonham Carter heraus, Robbie Coltrane hinterlässt den nachhaltigsten Eindruck. Eine stimmige Dickens-Verfilmung, der man etwas mehr künstlerischen Mut gewünscht hätte. geh.

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