Grace of Monaco

  1. Ø 2
   2014

Grace of Monaco: Drama über die Schauspielerin Grace Kelly, die einen Fürsten heiratet und sich zwischen eigener Karriere und Fürstinnenstatus entscheiden muss.

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Filmhandlung und Hintergrund

Grace of Monaco: Drama über die Schauspielerin Grace Kelly, die einen Fürsten heiratet und sich zwischen eigener Karriere und Fürstinnenstatus entscheiden muss.

Die US-Schauspielerin Grace Kelly ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, sie hat bereits einen Oscar gewonnen. Da lernt sie zu den Filmfestspielen von Cannes Fürst Rainier von Monaco kennen. Sie verlieben sich. Während Alfred Hitchcock ihr eine weitere Rolle anbietet, muss sich Rainier in einer politischen Krise in seinem Fürstentum mit Frankreich auseinandersetzen. Grace und Rainier heiraten nur ein Jahr nachdem sie sich kennenlernten. Sie kehrt Hollywood den Rücken und wird Fürstin Gracia Patricia. Sie stirbt mit nur 52 Jahren bei einem Autounfall.

In den 50er Jahren heiratet Hollywoodstar Grace Kelly den monegassischen Fürsten. Ein Tapetenwechsel mit Folgen. Nicole Kidman brilliert in der Titelrolle eines historischen Dramas um einen Clash der großen Glamour-Welten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Eröffnungsfilm der 67. Internationalen Filmfestspielen von Cannes, "Grace of Monaco", spielt an einem Schauplatz, der gerade mal 55 Straßenkilometer entfernt liegt. Im Drama von Regisseur Olivier Dahan ("La Vie en Rose", "My Own Love Song") herrscht allerdings Unfrieden zwischen dem Zwergstaat an der Cote d´Azur und Frankreich. Fürstin Gracia hilft, wenn man der Geschichte Glauben schenken will, ganz erheblich dabei mit, die Anfang der 1960er Jahre drohende Annektion Monacos durch den mächtigen Nachbarn zu verhindern. Das Hochglanzdrama ist durchdrungen von Verehrung für seine Titelfigur, ihre Würde und Eleganz. Es bürdet ihr aber auch zu viel Gewicht und Pathos auf. Dennoch spielt Nicole Kidman den schwierigen Rollenwechsel Gracia Patricias vom Hollywoodstar zur europäischen Landesfürstin glaubhaft und emotionsstark.

    Der Film stilisiert das Jahr 1962 zum Scheideweg in Gracias Biografie. Sechs Jahre nach ihrer Hochzeit ist die zweifache Mutter in Monaco todunglücklich und denkt bereits an Scheidung. Ständig schränkt das strenge Hofprotokoll sie ein, der Gatte ärgert sich, wenn sie seinen politischen Gästen die Meinung sagt, die örtlichen Charityfrauen gehen ihr auf die Nerven. In dieser Situation wendet sich Gracia an ihren einzigen Vertrauten, den amerikanischen Hofkaplan Francis Tucker (Frank Langella). Er macht ihr klar, dass sie sich der Rolle als Fürstin viel engagierter widmen muss. Dieser auch schmerzliche Sinneswandel vollzieht sich parallel zum politischen Drama, wodurch eine interessante Spannung entsteht. Dann aber wird Gracia zur Rednerin stilisiert, die auf einem Ball die Herzen der Gäste aus der internationalen Politik erweicht. Was sie über Liebe und Pflicht zu sagen hat, gerinnt zum Hollywoodklischee.

    Tim Roth spielt Rainier sehr glaubwürdig und markant als Charakter, der zwischen vornehmer Lässigkeit und Zweifeln schwankt. Die eleganten Kostüme Gracias und der Glamour der mondänen Kulissen sorgen für optischen Genuss. Aber die bieder verlaufende Geschichte erzeugt kein Prickeln. Dennoch fällt vom Glanz der legendären, 1982 verstorbenen Fürstin von Monaco noch genug auf den Film selbst zurück.

    Fazit: Der Porträtfilm "Grace of Monaco" setzt der ikonenhaften Fürstin Gracia Patricia ein optisch genussreiches und gut gespieltes, aber wenig aufregendes Denkmal.
  • Nicole Kidman durchlebt in der Paraderolle als märchenhafte Film-Ikone Grace Kelly Höhen und Tiefen am Fürstenhof von Monaco.

    Erst sollte das hochdramatische Epos im November 2013 starten, wohl um Nicole Kidman in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ zu qualifizieren, dann ging der Termin auf März, jetzt eröffnete „Grace of Monaco“ das Festival de Cannes. Und sorgte im Vorfeld schon für Wirbel. US-Produzent Harvey Weinstein zeigte sich unzufrieden mit Olivier Dahans Endfassung und dachte laut darüber nach, das Werk so nicht in die US-Kinos zu bringen, der Regisseur pochte auf seine Rechte und dann verkündete auch noch das monegassische Fürstenhaus, die Eröffnungsgala zu boykottieren, weil der Film die Familiengeschichte „zu rein kommerziellen Zwecken“ verdrehe. Diese „Negativwerbung“ sollte dem glamourösen Biopic zusätzliche Zuschauer bescheren, die sich ein eigenes Bild machen wollen.

    Dahan („La Vie en Rose“) erzählt ein Märchen an der sonnigen Cote d’Azur, wo dunkle Mächte das kleine Fürstentum bedrängen und die blonde Hollywood-Schöne zur wirklichen Hoheit mit Herz reifen lassen. Verwegen setzt sich der Franzose über Fakten hinweg, fiktionalisiert die Wirklichkeit Anfang der 1960er Jahre als „romantische Geschichte mit historischen Bezügen“. Da spitzt er die Kontroverse zwischen Frankreich und der Steueroase zu, wenn Präsident de Gaulle Fürsten Rainier III. ein Ultimatum stellt, hinterhältige Verwandte nach dem Thron greifen, Höflinge Intrigen spinnen und die Zukunft von Zwergstaat und „Palast“ auf der Kippe steht. Wie Nicole Kidman als charismatische Grace über sich hinauswächst und die Wogen glättet, mal den Franzosen an den Straßensperren aus dem Körbchen Delikatessen reicht oder beim berühmten Rotkreuz-Ball mit Diplomatie die internationale Politik in Bann schlägt, ist emotional spannend inszeniert. Gefühlvoll ist auch ihr Abschied vom Filmbusiness, wenn sie Hitchcock (der im Film in Monaco auftaucht) nach langen Kämpfen gegen das Protokoll mit einem Tränchen im Augen die Hauptrolle in „Marnie“ absagen muss und sich der „raison d’état“ beugt, ihre Verpflichtung als Monarchin mutig annimmt. Im Gegensatz zur auftrumpfenden Kidman wirkt Tim Roth als Rainier etwas unsouverän, eine schlichte Fehlbesetzung, die Frank Langella als Hofkaplan und Vertrauter, Paz Vega als Maria Callas oder Robert Lindsay als Macho Aristoteles Onassis locker wettmachen. Es sind die in der Hitze flirrenden Landschaftsbilder von Kameramann Eric Gautier, die im Gedächtnis bleiben, der Moment des persönlichen Umbruchs sowie die komplexe und immer noch geheimnisvolle Frauenfigur. Märchen sind eben zum Träumen da. mk.

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