Filmhandlung und Hintergrund

Mystery-Thriller in der Nähe zum Horrorfilm mit hohem Gruselpotential.

Nach Jahren kehrt Phillip in sein nordfriesisches Heimatdorf zurück. Nun, da eine alte Clique wieder vollzählig ist, sterben mehrere seiner Freunde. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Die Opfer sind ertrunken, obwohl das Meer weit entfernt ist. Es gibt nur eine Erklärung: Ein Wiedergänger treibt sein grausames Unwesen. Stirbt ein Unschuldiger, heißt es in einer Legende, kommt er zwei Generationen später als „Gonger“ wieder, um sich an den Enkeln seiner Mörder zu rächen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gonger - Das Böse vergisst nie: Mystery-Thriller in der Nähe zum Horrorfilm mit hohem Gruselpotential.

    Für einen Horrorfilm mag die Geschichte dieses ProSieben-Thrillers ungewöhnlich komplex sein, aber das ist für Fans des Genres gar nicht mal so wichtig. Entscheidend ist der Grad der Angstlust, und der ist vor allem in der ersten Hälfte ziemlich hoch: Beinahe schamlos zieht Regisseur Christian Theede alle Register, von der knarrenden Kellertür bis zur Hand, die wie aus dem Nichts von hinten auf die Schulter des hypernervösen Helden gelegt wird. Ungleich größeren Anteil an der Wirkung dieses gerade zu Beginn höchst effizient inszenierten Films aber hat die Musik von Ralf Wengenmayr, dem ein ganz vortrefflicher Horror-Soundtrack gelungen ist. Selbst wenn die Bilder mal harmlos sein sollten, sorgt das Sounddesign dafür, dass die Spannung jederzeit ihre Intensität behält.

    Interessant ist aber auch die Handlung: Der junge Phillip (Sebastian Ströbel) kehrt wegen einer Erbschaftsangelegenheit in das nordfriesische Heimatdorf zurück, das er vor Jahren nach dem Tod seiner Eltern verlassen hat. Nun, da seine alte Clique wieder vollzählig ist, beginnt ein Wiedergänger, sein grausames Unwesen zu treiben. Stirbt ein Unschuldiger eines gewaltsamen Todes, heißt es in einer in Norddeutschland in der Tat verbreiteten Legende, kommt er zwei Generationen später als „Gonger“ wieder, um sich an den Enkeln seiner Mörder zu rächen. Den Regeln des Genres gemäß werden nun die Freunde von einst nach und nach dezimiert. Der ermittelnde Kommissar („Ärzte“-Sänger Bela B. Felsenheimer) glaubt zwar nicht an die Schauermär, steht aber trotzdem vor einem Rätsel, denn die Opfer sind ertrunken, obwohl das Meer weit entfernt ist.

    Zuvor allerdings kündigt der Gonger seine Untaten an, indem er einem anderen Mitglied der Clique im Traum begegnet. Auf diese Weise treiben Theede und seine Koautoren (Ben Bernschneider, Erol Yesilkaya) immer wieder ein verwirrendes Spiel mit Schein und Sein, weil sich als Nachtmahr entpuppt, was man für die Wirklichkeit hielt. Auch sonst tut Theede alles, um Freunde des gemäßigten Horrors zu erfreuen: Nebel wabern, dass es eine Art hat, feuchte Fußabdrücke materialisieren sich aus dem Nichts, und der Junge (Dario Stankewitz), der einst im Watt ertrank und nun Vergeltung übt, sieht gleichfalls ganz schön gruselig aus.

    Bei allem Respekt vor Theedes fesselnder Inszenierung: Für die frühe Sendezeit ist der Nervenkitzel des Films allerdings entschieden zu hoch. Schon zartbesaitete Erwachsene könnte „Gonger“ um den Nachtschlaf bringen, von Kindern ganz zu schweigen. Sehenswert ist die Geistermär trotzdem. Und weil Held Phillip und seine hübsche Freundin Helma (Teresa Weißbach) am Schluss eine böse Überraschung erleben, ist das Ende bloß der Anfang einer neuen Geschichte. tpg.

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