Gods and Monsters

  1. Ø 0
   1997
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Filmhandlung und Hintergrund

Gods and Monsters: Beeindruckender Independent-Hit über die letzten Tage von Horror-Meister James Whale.

1957: James Whale, berühmt geworden mit seinen zwei „Frankenstein“-Filmen, lebt nach einem Gehirnschlag einsam und zurückgezogen und wegen seiner eingestandenen Homosexualität von der Gesellschaft angefeindet in Hollywood. Nur sein junger, homophober Gärtner, dem er seine Lebensgeschichte erzählt, leistet ihm ab und zu Gesellschaft. Langsam entwickelt sich eine letzte Freundschaft zwischen den beiden.

1957. Der britische Regisseur James Whale, durch seine beiden „Frankenstein“-Filme berühmt geworden, lebt zurückgezogen in seiner Villa in Hollywood – vor allem deshalb, weil er wegen seiner offen eingestandenen Homosexualität von der „guten“ Gesellschaft ausgegrenzt wird. Nach einem Gehirnschlag scheinen Whales Tage gezählt. Nur sein junger, unbedarfter und gut aussehender Gärtner Clayton Boone, dem er nach und nach seine Lebensgeschichte anvertraut, steht ihm noch zur Seite.

Aufgrund seiner offen eingestandenen Homosexualität von der „guten“ Gesellschaft gemieden, lebt der britische „Frankenstein“-Regisseur James Whale 1957 zurückgezogen in seiner Villa in Hollywood. Nach und nach vertraut er seinem jungen Gärtner Clayton seine Lebensgeschichte an. Mit zahlreichen Preisen bedachte Filmbio des Kultregisseurs Whale, pointiert inszeniert von Bill Condon.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Film für Fantasy-Freaks, Frankenstein-Freaks und alle, die Magie, Witz und intelligente Emotionen im Kino lieben. Regisseur und Drehbuchautor Bill Condon läßt ein Stück Hollywood-Geschichte wieder aufleben und Ian McKellen einen wunderbaren James Whale spielen, der in den letzten Tagen vor seinem Tod das Leben noch einmal so richtig mit Lust und Liebe und einer appetitanregenden Dosis ironischer Bosheiten herausfordert. „Gods and Monsters“ kommt ohne blutrünstige Gewalt und digitalen Schnickschnack aus und ist deshalb so spannend wie ein guter Roman, in dem man am liebsten ganz versinken möchte, weil er sich mit dem Umgang von Menschen miteinander beschäftigt.

    Der Brite James Whale (1896-1956) war Schauspieler und Regisseur am Theater, bevor er, einem Angebot folgend, nach New York ging, um dort seine erfolgreiche Theaterinszenierung eines Stücks aus dem Ersten Weltkrieg am Broadway zu wiederholen. Die Filmversion, bei der Whale ebenfalls Regie führte, war die allererste englisch-amerikanische Coproduktion: „Journey’s End“ (1931). James Whale bleib in Hollywood, drehte den legendären „Frankenstein“ (1931) mit Boris Karloff und ließ vier Jahre später „Frankensteins Braut“ mit Karloff und Elsa Lanchaster folgen. Der Rest ist Filmgeschichte.

    In „Gods and Monsters“ beschränkt Bill Condon sich klugerweise nur auf einen kurzen Ausschnitt im Leben Whales, die letzten Tage vor seinem, zunächst jahrelang geheimnisumwitterten Freitod im Swimmingpool seiner Villa. Hollywood hatte ihn längst vergessen, seinen letzten Film hatte er 1941 gemacht und lebte seitdem zurückgezogen von all dem Movie-Glamour nur noch für seine privaten Interessen und seiner Malerei. Aus seiner Homosexualität hatte Whale nie einen Hehl gemacht, und Bill Condon tut dies ebensowenig. Vielmehr zieht er aus ihr seine subtil-subversive Charakterisierung der damaligen Gesellschafts-Atmosphäre Hollywoods, als Schwulsein wie Pest und Kommunismus gefürchtet und ein Super-Tabu war. Condon zeichnet Whale als souveränen, ironischen und selbstironischen Gentleman, herrlich sophisticated und dennoch erkennbar sensibel und verletzlich. Ian McKellen, als bester Darsteller beim diesjährigen Filmfestival in San Sebastián ausgezeichnet, spielt James Whale kongenial mit augenzwinkernder Gratwanderung.

    Eines Tages, als er mit einem übereifrigen jungen Interviewer seinen scharfzüngigen Spott treibt und ihn gleichzeitig heftig charmiert. Am Rand seines nur Verführungszwecken dienenden Swimmingpools, erleidet der 61jährige James Whale einen leichten Schlaganfall. Das ist Condons Exposition, die den Zuschauer einstimmt auf eine vielschichtige und immer wieder unberechenbar überraschende Story. Whale hat sich durch den Schlag physisch nicht geändert, auch seine heiter gelassene Art beibehalten, doch sein Kopf beginnt sich zu irritieren. In dieser gelegentlich außer Kontrolle geratenen Verfassung sieht er vor dem Haus den neuen Gärtner Clayton Boone (Brendan Fraser in einer bemerkenswert nuancierten Charakterstudie), dessen attraktiver, durchtrainierter Körper ihn sofort animiert. Mit dem Auge des Malers sieht er in ihm ein Modell aber natürlich auch lustvoll ein erotisches Objekt der Begierde.

    Mit großer Behutsamkeit und absolut überzeugend zeigt Bill Condon Claytons Entwicklung von anfänglich strikter Abwehrhaltung gegenüber seinem älteren Arbeitgeber über allmähliches Kennenlernen und Verstehen bis zum finalen Beginn seiner wunderbaren Freundschaft. Selbst James Whale und mit ihm die Kinozuschauer sind überrascht, daß Clayton am Ende doch mehr ist als das homoerotische Interesse des Frankenstein-Erfinders und mehr als das Monstrum, das er sich zu schaffen versucht, damit es ihn tötet. fh.

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