Gnadenlos schön

Kinostart: 04.11.1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Deftige Satire auf Schönheitskult und Kleinstadt-Milieu, in dem sich zwei Mädchen bei einem Schönheitswettbewerb mit allen erdenklichen Mitteln beharken.

Gnadenlose Konkurrenzkämpfe brechen aus, als das Fernsehen den 50. Miss-Teen-Princess-Wettbewerb in Mount Rose, Minnesota, begleiten will. Die ehemalige Gewinnerin Gladys will ihre Tochter Becky als strahlende Prinzessin sehen. Um ihre größte Konkurrentin, das süße White-Trash-Girl Amber, aus dem Feld zu schlagen, ist ihr jedes noch so fiese Mittel recht.

Mount Rose, Minnesota. Zum inzwischen 50. Mal steht der Miss-Teen-Princess-Schönheitswettbewerb ins Haus - für die örtlichen Mädchen eine der wenigen Möglichkeiten, im Falle eines Sieges, den Kleinstadtmief hinter sich zu lassen. Entsprechend werden auch - trotz oder wegen der erstmaligen Anwesenheit des Fernsehens - von allen Beteiligten die Krallen ausgefahren. Den sprichwörtlichen Kampf bis aufs Blut liefern sich dabei Becky, Tochter der Ex-Gewinnerin und Organisatorin Gladys, und das White-Trash-Girl Amber.

In einem Kaff in Minnesota wird zum 50sten Mal ein Schönheitswettbewerb für weibliche Teens veranstaltet. Weil diesmal auch das TV dabei ist, liefern sich drei Girls einen Kampf bis aufs Blut. Satirische Pseudo-Dokumentation über Schönheitskult und Kleinstadtmief.

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Kritikerrezensionen

  • Gnadenlos schön: Deftige Satire auf Schönheitskult und Kleinstadt-Milieu, in dem sich zwei Mädchen bei einem Schönheitswettbewerb mit allen erdenklichen Mitteln beharken.

    Der Schönheitswettbewerb im ländlichen Mount Rose artet zum Schönheitskrieg aus, hinter der faltenfreien Stirn süßer Teenager werden Intrigen ausgebrütet, der so manche Aspirantin zum Opfer fällt. Kirstie Alley als moralisches Muttertier hält die Fäden in der Hand und sorgt skrupellos dafür, daß ihr Töchterlein den begehrte Titel gewinnt - um jeden Preis.

    Während die Jungs durch „Hockey-Stipendien und Gefängnisurteile“ aus der trostlosen Einöde herauskommen, gibt es für die Provinzmädels in der Pampa von Minnesota nur eine Möglichkeit, den „Mount Rose Miss Teen Princess America Wettbewerb“ zu gewinnen. Die Erste kann dann an weiteren Schönheits-Contests teilnehmen und den Kleinstadtmief hinter sich lassen. Unter der Fuchtel der Ex-Schönheitskönigin Gladys Leeman versammeln sich die Teenies, um zu lernen wie man geht, tanzt und spricht. Wobei das letztere zumeist aus braven Luftblasen besteht, die an Angepaßtheit nicht zu übertreffen sind. Das Rennen läuft zwischen der verwöhnten und mit allen Wassern gewaschenen Becky Leeman und dem mit Suff-Mutter im Trailer wohnenden charmant-klugen Aschenputtel Amber Atkins. Der Rest der jungen Weiblichkeit bildet nur die Komparserie für den Kampf um das Krönchen. Und der tobt beinhart vor und hinter den Kulissen. Zwar darf Becky als gewählte Schönste in den schick ausstaffierten Schwanenwagen steigen, aber der liebe Gott oder wer auch immer sorgt am Ende für Gerechtigkeit. Gnadenlos bissig nimmt Michael Patrick Jann in dieser Gesellschafts-Satire die jungen Biester unter die Lupe, die Verlogenheit der Unschuld, das Geschäft mit der Schönheit, die Absurdität solcher Veranstaltungen. Um „authentisch“ zu wirken, bedient sich der Regie-Neuling eines gelungenen Kniffs: ein fiktives Dokumentarfilmteam berichtet über das Top-Ereignis schon im Vorfeld, besucht die Kandidatinnen zu Hause und am Arbeitsplatz und bringt herrliche Nebensächlichkeiten zutage. Da ballert Becky zielgenau im „Waffenverein der lutheranischen Schwesternschaft“, gibt Ellen Barkin eine süffisante Performance als Ambers liebende Mutter und wie ein Schlot rauchende Schnapsdrossel. Aber auch Denise Richards (demnächst Bond-Girl) als durchtriebenes Luder Becky, Kirstie Alley als bösartige Intrigantin und Kirsten Dunst als naive Gutmenschin Amber sind optimal besetzt. Nicht „Political Correctness“, sondern schwarzer Humor ist angesagt, wenn die scharfen Waffen der Frauen zum Großeinsatz kommen. Zwar brennt in Deutschland das Thema nicht unter den Nägeln, dennoch könnte der filmische Alptraum über die heile Plastikwelt Amerika ein jugendliches, wenig Mainstream orientiertes Publikum ansprechen. mk.

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