Glück ist was für Weicheier

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Glück ist was für Weicheier: Rührende Tragikomödie um ein zwölfjähriges Mädchen, das nicht nur die Pubertät, sondern auch die tödliche Krankheit ihrer älteren Schwester bewältigen muss.

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Filmhandlung und Hintergrund

Glück ist was für Weicheier: Rührende Tragikomödie um ein zwölfjähriges Mädchen, das nicht nur die Pubertät, sondern auch die tödliche Krankheit ihrer älteren Schwester bewältigen muss.

Die 12-jährige Jessica (Ella Frey) hat es nicht leicht: Ihre ältere Schwester Sabrina (Emilia Bernsdorf) leidet an einer Lungenkrankheit, ihr Zustand verschlechtert sich zusehends. Für Jessica ist das alles ziemlich überfordernd. Denn darüber hinaus hat sie selbst einige Ticks und vermeidet es zum Beispiel, bestimmte Zahlen zu nennen, weil sie Unglück bringen. So sind diese Zahlen für den Tod der Mutter vor 11 Jahren und nun auch für die Krankheit von Sabrina verantwortlich.

Während Jessicas Vater, der Bademeister Stefan Gabriel (Martin Wuttke), seine Trauer zu überwinden versucht, indem er sich nebenbei als Sterbebegleiter engagiert, geht Jessica einen ganz anderen Weg. In einem mittelalterlichen Buch hat sie gelesen, dass es einen Weg gibt, die Krankheit Sabrinas zu überwinden. Dafür muss sie nur einen Sexualpartner für Sabrina finden. Doch als Jessicas Ticks immer schlimmer werden, braucht sie selbst erst einmal Hilfe von einem Therapeuten (Christian Friedel).

„Glück ist was für Weicheier“ — Hintergründe

Der zweite Spielfilm von Anca Miruna Lăzărescu („Die Reise mit Vater“) ist eine eigenwillige Tragikomödie, die vor den ganz schweren Themen nicht zurückschreckt. Lăzărescu inszeniert ihr Drama nach einem Drehbuch von Silvia Wolkan („Sibylle“), der es gelungen ist, mit der dickköpfigen und eigensinnigen Jessica eine wundervolle Figur zu erschaffen — hinreißend gespielt von Ella Frey („Das Tagebuch der Anne Frank“).

Der Teenagerin steht mit Martin Wuttke („Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“) ein gestandener Star gegenüber. Jessicas Schwester Sabrina wird von Emilia Bernsdorf („Ein Fall für zwei“) gespielt, ihren Therapeuten spielt Christian Friedel („Elser – Er hätte die Welt verändert“). Die rührende Tragikomödie „Glück ist was für Weicheier“ wurde als Eröffnungsfilm auf dem renommierten Filmfestival Hofer Filmtage 2018 gezeigt und hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat besonders wertvoll erhalten.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Berührend tragikomisches Drama über ein junges Mädchen, das seiner todkranken Schwester helfen will, wieder gesund zu werden. Und dabei auch mit den eigenen Unsicherheiten des Erwachsenwerdens kämpfen muss. Jessica ist 12 und glaubt, dass vieles im Leben Unglück bringt. Gewisse Zahlen zum Beispiel. Die sind böse und sollten nicht benutzt werden. Aber manchmal kann man nicht anders. Und dann kommt das Unglück. Deswegen ist auch Jessicas Mutter gestorben. Und ihre ältere Schwester Sabrina krank geworden. Aber Jessica hat einen Plan. Denn in einem Buch über das Mittelalter hat sie gelesen, dass eine schlimme Krankheit verschwindet, wenn man sie auf einen anderen Menschen überträgt. Und während Jessica versucht, ihren Plan in die Tat umzusetzen, sucht Jessicas Vater Stefan Trost in der Arbeit als Sterbebegleiter. Doch wie kann er Menschen in den Tod begleiten, wenn er den Tod seiner Frau und die Krankheit seiner Tochter selbst nicht verarbeiten kann? Der Tragikomödie GLÜCK IST WAS FÜR WEICHEIER, dem Langfilmdebüt der Regisseurin Anca Miruna Lazarescu, gelingt es, dem schwierigen Thema Tod auf berührende Weise zu begegnen. Dies schafft der Film dank des Drehbuchs und der konsequent eingenommenen und einfühlsam erzählten Perspektive einer absolut ungewöhnlichen Protagonistin. Denn Jessica, großartig gespielt von der Newcomerin Ella Frey, ist kratzbürstig, dickköpfig und unnahbar. Und doch kann sich der Zuschauer in ihre Situation hineinfühlen, wenn sie der älteren Schwester, mit der sie eine liebevolle Beziehung verbindet, helfen will, ihre Krankheit zu besiegen. Auch Martin Wuttke überzeugt mit der einfühlsamen Darstellung als Jessicas Vater. Der Film stellt sich dem Schmerz des Verlustes, den die Familie erleidet, und doch wirkt der Film nie als ein Trauergesang auf den Tod, sondern wie eine Feier für das Leben. In dem Traurigkeit einen ebenso großen Platz einnehmen darf wie das Glück. Und das ist längst nicht nur etwas für Weicheier. Jurybegründung: In ihrem zweiten Spielfilm nach REISE MIT VATER erzählt die 39-jährige deutsch-rumänische Regisseurin eine komplexe und vielschichtige Coming-of-Age-Geschichte, die die Zielgruppe in ihren Erfahrungen mit der Pubertät und der ersten Liebe abholt. Sie kombiniert dies mit einer einfallsreichen Auseinandersetzung mit dem Umgang mit dem Tod in der modernen Gesellschaft. Das sensibel beobachtete, hervorragend gespielte und tiefgründige Melodrama eröffnete die renommierten Hofer Filmtage 2018. Die 12-jährige Jessica - herausragend: Ella Frey - hat die Probleme vieler Teenagerinnen. Ihr Körper steckt noch in der Kinderfigur, aber die Pubertät hat in ihr die ersten Gefühle für das andere Geschlecht geweckt. Sie ist unsterblich in einen Mitschüler verliebt, Eistänzer, den sie heimlich beobachtet. Das gesamte Leben Jessicas ist vom Umgang mit dem Tod überlagert. Ihre Mutter starb vor 11 Jahren bei einem Autounfall, die ältere Schwester Sabrina leidet unter einer unheilbaren Krankheit und wird zu Hause gepflegt. Jessicas Vater kann ihr keinen Halt bieten. Er ist selbst mit den eigenen Gefühlen überfordert, zerrissen von der Sorge um die beiden Töchter, seinem Schmerz und der Angst vor dem nahenden Tod Sabrinas. Statt mit einer neuen Partnerschaft versucht er, sich dem Problem über die Begleitung von Sterbenden anzunähern. Dabei nutzt er die reichhaltige, zum Teil fragwürdige Literatur, die auf dem Markt ist. Er lernt im Laufe des Films, den Tod nicht als von Gott gewollten Schicksalsschlag, sondern als Teil der Natur anzunehmen. Jessica leidet auf Grund der seelischen Belastungen an irrationalen Phobien und Ängsten, die sie über eine Therapie in den Griff kriegen soll. Sie entwickelt mit deren Hilfe die Resilienz, um Niederlagen in der Pubertät ebenso wie den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren. Die Familiengeschichte lebt von den grandiosen Leistungen der Schauspieler, auch wenn Martin Wuttke manchmal die Grenze zum Pathetischen kratzt. Mit dieser Brillanz können das Buch, das in den Augen der Jury zu überladen ist, und die künstlerische Umsetzung nicht immer mithalten. Die Bilder erreichen bedauerlicherweise niemals wirklich Kinoniveau, was wohl auch den Budgetbeschränkungen der Produktion geschuldet ist. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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