Glück im Spiel

   Kinostart: 28.06.2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Cleveres Poker-Drama von Curtis Hanson über einen professionellen Spieler bei der World Series of Poker in Las Vegas.

Profi-Pokerspieler Huck (Eric Bana) setzt gerne alles auf eine Karte. Bei der World Series of Poker in Las Vegas will er groß abräumen, doch dann kommen unvorhergesehen Gefühle ins Spiel. Zum einen verliebt er sich in die Sängerin Billie Offer (Drew Barrymore), die in der Stadt ein neues Leben beginnen will. Zum anderen nimmt der legendäre L.C. Cheever (Robert Duvall) an dem Wettbewerb teil - sein übermächtiger Vater, vor dem er Zeit seines Lebens floh. Huck muss sich den Dämonen stellen und weitaus mehr riskieren, als ihm lieb ist.

In der Disziplin des derzeit schwer angesagten Poker antretendes Männerdrama von Curtis Hanson („L.A. Confidential„), der nach einem Drehbuch von Eric Roth („Insider„) eine Hommage an „Cincinnati Kid“ als ein packendes, gut gespieltes Erwachsenenkino darreicht.

Huck Cheever hätte gerne nur das Pokerspiel im Kopf und will an der World Series of Poker in Las Vegas teilnehmen, aber leicht wird es ihm nicht gemacht: Um seine Beziehung mit der attraktiven Billie Offer steht es nicht zum besten, er hat nicht genug Geld, um die Startsumme für den Wettbewerb zu bezahlen, und schließlich erwartet ihn in Las Vegas noch das Zusammentreffen mit seinem übermächtigen Vater, Poker-Legende L.C. Cheever, womit er sich den Dämonen stellen muss, denen er zu entkommen versucht hat.

Huck Cheever ist dem Pokerspiel verfallen. Allerdings spielt er nach dem Wie-gewonnen-so-zerronnen-Prinzip und ist permanent pleite. Sein erstes Date mit der Loungesängerin Billie verbringt er am Pokertisch eines Casinos. Am nächsten Morgen hat er sich mit ihrem Ersparten aus dem Staub gemacht. Mit dem Geld begibt sich der Spielsüchtige zum nächsten Spiel, um die 10.000 Dollar Teilnahmegebühr für die World Series zu gewinnen, wo es zur Konfrontation mit Hucks übermächtigen Vater L.C. Cheever, einem zweifachen Poker-Weltchampion, kommt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Für Huck gibt es im Leben nur hohe Einsätze. Wenn es nicht gerade dicke Stapel der kleinen bunten Plastikchips sind, ist es der Ehering seiner Mutter, den sein Vater vor langer Zeit für das Spielen verscherbelt und wieder aufgetrieben hatte und der nun zwischen Sohn und Vater auf dem Pokertisch hin und her wandert. Es wird recht schnell klar, dass der eigentliche Wetteinsatz aber weder Geld noch Ring, sondern nur das eigene Ego ist. Huck als talentierter Pokerspieler möchte aus dem Schatten seines Vaters, der Pokerikone L.C. Cheever, hervortreten, dem sogar die besiegten Gegner noch Komplimente machen: „You’re the only man I enjoy losing money to.“

      Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – Trotz seines offensichtlichen Hasses auf den übermächtigen Vater, der in seinen jungen Jahren das Familiengeld verspielte, verhält er sich genau wie dieser und verkauft alles, was ihm wichtig ist, für die tägliche Routine im Casino. L.C.s Talent hat er aber ebenfalls geerbt. Er beherrscht das Pokerface perfekt und – was noch wichtiger ist – kann hinter die Masken der Mitspieler blicken und ihre Körpersprache lesen. Sein einziges Problem ist, dass ihn seine Emotionen schnell zu unüberlegten Handlungen verleiten, besonders wenn der Vater in der Nähe ist.

      Im wahren Leben dagegen ist der Mann in der schwarzen Lederjacke ein echter „Player“– seine „Beziehungen“ dauern meist nicht länger als eine Nacht. „You play cards the way you should lead your life and you lead your life the way you should play cards“, sagt L.C. einmal zu Huck und bringt damit dessen Persönlichkeit auf den recht simplen Punkt. Huck erweist sich als einseitige Figur – da hilft auch die Vater-Sohn-Geschichte nicht, die dem Pokerface psychologische Tiefe verleihen soll, sich aber in Pokerduellen und angespannten Blicken zwischen den beiden erschöpft.

      Das wundert umso mehr, als die Protagonisten die meiste Zeit des Films über damit beschäftigt sind, sich gegenseitig zu analysieren. Billie aus Bakersfield zum Beispiel meint, Hucks Inneres nur zu gut zu verstehen und möchte ihm dabei helfen, seine Emotionen vom Pokertisch auf seine Beziehungen zu Frauen umzupolen. Billie ist eine Frau mit festen moralischen Grundsätzen, die ihren Glückskeks vor dem Essen öffnet, um dann während des Kauens über dessen Botschaft nachsinnen zu können. Das mag der Grund sein, warum sie zu jeder Tages- und Nachtszeit philosophische Eingebungen auf Kalenderblatt-Niveau zum Besten gibt – „Maybe giving and receiving are more complicated than winning and losing.“

      Drew Barrymore als unschuldiges, aber weises Naivchen mit den großen Augen und dem noch größeren Herzen geht einem recht schnell auf die Nerven, so dass der Zuschauer eigentlich froh sein kann, dass die Liebesgeschichte in „Glück im Spiel“ kaum eine Rolle spielt. Er ist einer dieser wenigen Liebesfilme, bei dem man hofft, dass die Helden nicht zusammenkommen – denn weder die Unschuld vom Lande noch das spielsüchtige Pokerface mit Familientrauma sind eine besonders gute Partie.

      Statt Liebesgeschichte oder spannender Action bekommt das Publikum vor allem eines zu sehen: Poker, Poker und noch mal Poker. In Las Vegas, der Stadt der Casinos, der Hawaiihemden und der Goldkettchen werden die Gefechte nur auf dem Pokertisch ausgetragen – anstelle von Pistolenschüssen oder dem Klirren von Degenklingen regiert hier die angespannte Stille, in der jeder versucht, die Gedanken seiner Gegenspieler zu lesen. Dies könnte ja ebenso nervenaufreibend und spannend sein, doch leider schafft es die unabwechslungsreiche Inszenierung nicht, den Nervenkitzel, den die Protagonisten beim Spielen zu verspüren scheinen, für den Zuschauer nachvollziehbar zu machen.

      Ein Pokerspiel reiht sich an das nächste. Mal verliert Huck, mal gewinnt er – Diese Regel hat man gleich zu Beginn verstanden und fragt sich während des Rests des Films, warum man sich die Spiele dann eigentlich überhaupt noch ansieht. Passend zu immer gleichen Szenen läuft im Hintergrund die immer gleiche Musik. Beim großen – und vor allem langen – Finale, der World Series of Poker, wollen Huck und sein Vater Geschichte machen. Dies hätte sich auch der Drehbuchautor vornehmen sollen, denn eine Geschichte erzählt „Glück im Spiel“ nicht wirklich. Der Film hat weder Plot, noch Aussage: Huck, auf dessen Spielsucht mehrfach angesprochen wird, wird dennoch als Held des Spiels inszeniert und der Zuschauer zum Mitfiebern angehalten. Die Beziehung zu Billie, die neben den vielen Wetten und Pokerturnieren sowieso nur eine Nebenrolle einnimmt, verändert sich bis zum Ende nicht und wirkt generell so aufgesetzt, dass auch das völlig unmotivierte Ende nicht mehr überrascht.

      Um es dem Zuschauer leicht zu machen, sind die Figuren dazu eindeutig und vor allem platt inszeniert: Die gute Moral-Fee sieht aus wie ein Engelchen, das gerade vom Himmel gefallen ist, der „Player“ so sexy, dass man ihm alle seine Schandtaten vergeben möchte und der böse Gegner so richtig schön böse.

      Wer gerne Männern mit schlechtem Kleidergeschmack dabei zusieht, wie sie sich gegenseitig anstarren und ab und zu ihre Karten auf den Tisch legen, der wird diesen Film lieben, denn „Glück im Spiel“ zeigt über zwei Stunden lang nichts anderes. Regisseur Curtis Hanson hätte lieber gleich einen Dokumentarfilm über Poker drehen sollen, anstatt ein komplettes Las Vegas-Casino – zugegebenermaßen sehr authentisch – im Studio nachzubilden und die Nebenrollen mit echten Pokerprofis zu besetzen.

      „Glück im Spiel“ ist nur etwas für eingefleischte Pokerfans ohne Fernseher. Denn ein Pokermatch nach dem anderen kann man einfacher – und spannender – auch auf dem Sportkanal verfolgen.

      Fazit: Poker, Poker und noch mal Poker. Ein Film mit Überlänge ohne Geschichte oder interessante Charaktere. Ein Spiel, das zumindest für den Zuschauer nicht gut ausgeht.
    2. Glück im Spiel: Cleveres Poker-Drama von Curtis Hanson über einen professionellen Spieler bei der World Series of Poker in Las Vegas.

      Emotionsreiches Pokerdrama mit sympathischer Starbesetzung von „L.A. Confidential“-Regisseur und Drehbuchautor Curtis Hanson.

      Hanson stellt mit dem in Zusammenarbeit mit Eric Roth („Insider“, „München“) geskripteten Spielerfilm einmal mehr sein Faible für Vielseitigkeit von Themen und Genres unter Beweis. Jedes Mal taucht er tief ins Milieu seiner jeweiligen Protagonisten ein, sei es die Hiphop-Szene in „8 Mile“, das typische Umfeld einer Frauenclique bei „In den Schuhen meiner Schwester“ und nun die Welt der professionellen Pokerspieler in Las Vegas. „Hulk“ Eric Bana, zuvor als einer der Agenten in „München“ tätig, mimt als Huck Cheever einen dieser abgebrühten Profis. Allerdings spielt Huck nach dem Wie-gewonnen-so-zerronnen-Prinzip und ist daher permanent pleite. Sein erstes Date mit der zugereisten Loungesängerin Billie (Romcom-Darling Drew Barrymore) verbringt er am Pokertisch eines Casinos, wo er ihr zum Nutzen unbedarfter Zuschauer ausführlich die Regeln des Spiels erklärt. Doch am nächsten Morgen wird Billie mitten ins Herz getroffen, als sie feststellt, dass sich ihr neuer Beau mit dem Ersparten aus ihrer Handtasche aus dem Staub gemacht hat. Mit dem „Geborgten“ begibt sich der unverbesserlich Spielsüchtige schnurstracks zum nächsten Spiel, um so die 10.000 Dollar Teilnahmegebühr für die World Series zu gewinnen. Bis es schließlich zum finalen Pokerduell kommt, hat das Publikum einer Anzahl von Spielen und etlichen Konflikten zwischen Huck und seinem übermächtigen Vater L.C. Cheever (ein brillanter Robert Duvall), dem zweifachen World Champion des Spiels, beigewohnt.

      Eher kurz kommt hingegen die romantische Komponente, da sich die Beziehung von Bilie und Huck ohnehin vorrangig auf Problembewältigung beschränkt. Natürlich ist es einer der Schwerpunkte des Films, dass Pokergesicht Huck seine Gefühle auszudrücken lerntund seinen lang schwelenden Streit mit seinem Vater bereinigt. Zur Auflockerung wird ein wenig Komik eingestreut, unter anderem mit einem Cameo von Robert Downey Jr. als umtriebigen Telefon-Psychiater, und ein wenig Lokalkolorit mit schrulligen Wettsüchtigen beigesteuert, die vor keiner noch so absurden Wette zurückschrecken. Für authentische Atmosphäre sorgen zudem etwa zwei Dutzend echte Kartenhaie. Übermäßig spannend oder aufregend ist dies für Nicht-Spielbegeisterte allerdings nur bedingt. Trotz ansprechender Kameraarbeit kann diese lange geschobene Milieustudie daher mit einem Genreklassiker wie „Cincinnati Kid“ nicht mitmischen. ara.

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