Filmhandlung und Hintergrund

Sidney Lumets Remake von John Cassavetes' Krimikomödie "Gloria" mit Sharon Stone als Titelheldin.

Die kesse Gloria kehrt aus dem Gefängnis zurück zu ihrem Gangster-Freund Kevin. Als dessen Mannen den kleinen Nicky umbringen wollen, hält sie Kevin die Knarre vor die Nase und ist fortan auf der Flucht vor dem Gangsterpack. Mit dem Jungen im Schlepptau sucht sie Schutz bei ihrer spießigen Schwester, einem Pastor und ihrer ehemaligen Puff-Mutter.

Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Gloria zu ihrem Ex-Lover, dem Gangster Kevin, zurück. Als dieser jedoch gemeinsam mit seinen Mafiosi-Freunden den kleinen Nicky, dessen Familie diese bereits ausgelöscht haben, als unliebsamen Zeugen beseitigen will, nimmt sie mit dem Jungen Reißaus. Von nun an wird Gloria von der ganzen Bande quer durch New York gejagt. Dabei lernt sie zwar durch Nicky die Kraft der Liebe kennen, doch einen Ausweg aus ihrer immer verzweifelter werdenden Lage scheint sie nicht zu finden.

Gloria wird zusammen mit einem kleinen Jungen von einer Mafiosi-Bande durch die Straßen von New York gejagt. Eine Rettung scheint nicht in Sicht … Freche Komödie, flotter Thriller, sowie Buddy-Movie, solide inszeniert und getragen von Sharon Stones Sexappeal.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gloria: Sidney Lumets Remake von John Cassavetes' Krimikomödie "Gloria" mit Sharon Stone als Titelheldin.

    Glanz und Gloria war dem neuen Sharon-Stone-Vehikel am US-Boxoffice mit einem enttäuschenden Startwochenendeinspiel von 2.1 Mio. Dollar nicht beschieden. Sidney Lumets Remake von John Cassavetes‘ Krimikomödie „Gloria, die Gangsterbraut“ aus dem Jahr 1980 läßt Stone in die einst von Gena Rowlands verkörperte Titelrolle schlüpfen und als taffes ehemaliges Gangsterliebchen unter Einsatz ihres verkorksten Lebens einen siebenjährigen Jungen vor schießwütigen Mafiosi schützen. Zwar wird ungeniert auf La Stones beträchtlichen Sexappeal spekuliert, indem sie mit lächerlichen Fummeln angetan, viel Dekolleté und Bein zeigen muß, doch die erheblichen Mängel an Glaubwürdigkeit und Spannung können damit nicht ausgebügelt werden.

    Die formelhaft strukturierte Story beginnt mit der Entlassung Glorias aus einem Gefängnis in Florida. Im tiefausgeschnittenen Versace-Sicherheitsnadelkleid begibt sie sich umgehend nach New York City zu ihrem Gangster-Freund Kevin. Dessen Schergen haben kurz zuvor einen Buchhalter und dessen Familie wegen einer komprommitierenden Computerdiskette erschossen. Der überlebende kleine Sohn Nicky wurde ins Hauptquartier gebracht, wo er alsbald ebenfalls abserviert werden soll. Daraufhin rühren sich Glorias bis dato in Tiefschlaf ruhenden Mutterinstinkte. Ohnehin von Kevin enttäuscht, zwingt sie die Mafiosi mit Waffengewalt zum Striptease, nimmt ihnen ihre Habseligkeiten ab und flüchtet mit dem kleinen Jungen im Schlepptau kreuz und quer durch Manhattan. Zwischenstops werden bei Glorias spießiger Schwester, einem hilfsbereiten Pastor und Ex-Callgirl, Glorias einstiger Madam (Cathy Moriarty), eingelegt. Erst als sie den Oberboss (George C. Scott) - ein ehemaliger guter Klient - um Hilfe bittet, steht dem Happy End vorübergehend nur noch die mögliche Trennung vom liebgewonnenen Waisen Nicky im Wege.

    Mit Knarre, Bleifuß und trocken vorgetragenen Obszönitäten versucht sich Stone als coole Actionheldin, was ihr sicherlich auch gelingen könnte, würde nicht gleichzeitig von ihr verlangt werden, auch feminine Verletzlichkeit vorzutragen. Ihre Rolle wirkt durch diese Ambivalenz eher unrund als komplex, ebenso wie es dem Erzählton nicht sonderlich zuträglich ist, zwischen oftmals forciert wirkender forscher Flapsigkeit und schwerfälliger, zu dick aufgetragener Sentimentalität zu pendeln. Der nicht unerhebliche Umstand, daß die gesamte Familie des Jungen ausgelöscht wurde, wird als Nebensächlichkeit abgehandelt. Daß Gloria auf jeglichen Anflug der Trauer des Jungen mit Dialogzeilen wie „Du gehst mir auf die Nerven, Kid“ reagiert, mutet weder besonders putzig noch humorvoll an. Der unaufregende Spannungsbogen dessen, was essentiell eine Buddykomödie ist, trägt mit dazu bei, daß Sidney Lumets erneuten New-York-Impressionen wohl kein allzu langer Atem an der Kinokasse beschieden sein dürfte. ara.

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